Wilischlauf – Saisontest nur hart. Eindrücke von Bruno H.
Wilischlauf 2026
Frühling, die Sonne lacht, es ist warm und der Wilischlauf steht an: 26.8km – einmal komplett den Stecker ziehen mit Ansage.
Nachdem der Saisonstart eher unglücklich verlaufen ist, und ich fast 2 Monate pausieren musste, nun also ein kleines hügeliges Läufchen – naja, 11te Teilnahme, ich wusste worauf ich mich einlasse und ins Ziel werde ich schon irgendwie kommen.
Vom weltbesten Triathlonverein Dresdens standen noch Katja, Helene, Stephanie und Robin über die lange Distanz mit am Start und daneben noch unzählige bekannte Gesichter aus der Dresdner Laufszene.
v.l. Robin, Roland, ich und Helene bei bester Laune – vor dem Start
11 Uhr Start – die ersten 5 Kilometer gehen nur bergab – am moralischen Höhepunkt und geographischen Tiefpunkt des heutigen Tages beginnt er dann aber auch schon: der erste Anstieg nach Maxen, mehr als 200 Höhenmeter, 7 km lang – eine gefühlte Ewigkeit immer bergan ohne Schatten. Immerhin befand ich mich in bester Gesellschaft, auch wenn ich aus Konrad partout die Strecke des nächsten 100km Duathlon nicht herausbekommen konnte. Helene hopste neben mir mühelos den Anstieg herauf und ich versuchte keuchend den Anschluss nicht zu verlieren.
In Maxen angekommen, kurze Erfrischung und dann hieß es Beine ausklinken, Knie auf Überlebensmodus stellen und hoffen dass man sich auf dem Wald- und Schotterweg runter ins Lockwitzbachtal nicht irgendwo mörderisch auf die F.. ich meine.. hinpackt. Unten angekommen – alles noch soweit heile – wartet dann der Namensgeber des Laufes: der Anstieg zum Wilisch mit ca. 250hm auf knackige 3km verteilt.

Einen Schritt vor den Anderen, ab und an einen Blick auf die Pulsuhr, dass das Laktat nicht schon jetzt durch die Decke schießt – vom Wilisch sind es noch 10km bis ins Ziel – und die letzten Höhenmeter gehend kommt man dann auch irgendwann am Gipfel an. Meine Mitstreiter waren mir hier irgendwie enteilt bzw. kamen von hinten in erstaunlichem Tempo an mir vorbeigerauscht.
Aber Mal alle Anstrengung hinten an, der Weg, die Natur und der Ausblick unterwegs ist phänomenal und sucht seinesgleichen.
Und wo es hoch geht, geht es auch wieder runter, wieder ins Lockwitzbachtal die ganzen schönen Höhenmeter dahin – da hätte man unten im Tal auch einstweilen die Strecke etwas abkürzen können. Der ‚Abstieg‘ vom Wilisch ist zu diesem Zeitpunkt des Rennens durchaus nochmal eine Herausforderung für die langsam müde werdenden Knochen, aber umkehren wäre hier auch blöd, soweit ist es nicht mehr ins Ziel.
Aber wer gedacht hat, jetzt läuft es locker dahin, der hat die Rechnung ohne die berühmte, weil gefürchtete, Wiese hoch Richtung Saida gemacht. Roland konnte ich vor mir schon leicht wankend einholen – und so gingen wir oben angekommen zusammen auf die letzten gut 5 Kilometer durch malerische Obstplantagen und den Röhrsdorfer Grund dem Ziel entgegen.
Die letzte Rampe dann noch hoch, rein ins Schlossareal und ab ins Ziel – die Beine brennen, die Lunge auch, aber ich bin da – wieder knallhart am Limit für mich aber trotzdem schön. Die Auswirkungen werde ich die nächsten Tage noch spüren.
4ter Platz in der Altersklasse – mehr als 5min langsamer als das Jahr davor – naja, von nichts kommt halt auch nichts, aber ich bin trotzdem durchaus zufrieden mit meinem Rennen. Im Ziel dann nen ordentliches Stück Torte vom Küchenbuffet und dann hieß es für mich ab aufs Rad und ab nach Hause – der Sohnemann wollte nochmal seine Physikabiturvorbereitung durchgehen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der weltbeste Triathlonverein Dresdens auf der kurzen 9.2km Strecke schon ordentlich das Podium aufgemischt und auch auf der langen Strecke wurden ein paar Podeste abgeräumt. Glückwunsch allen Teilnehmern und allen AK Platzierten.
Bis zum nächsten Mal
Der Bruno (H.)












Coole Sache. Da hat der weltbeste Triathlonverein mal wieder GEROCKT!!