Der 29. Helenesee-Triathlon und ein paar Dresdner TVler

Es berichtet (leider ohne Bilder): Christian Pfeifer

Nachdem ich in diesem Jahr noch keinen Triathlon, der länger als die Sprintdistanz war, bestreiten konnte und ich den ganzen Trainingsaufwand nicht nur für ein paar Kurzeinsätze betreiben wollte, habe ich vor ein paar Wochen mal nach einer olympischen Distanz recherchiert und bin bei dem Frankfurter Multisport-Highlight, dem 29. Helenesee-Triathlon am 18.08.2013, fündig geworden. Die Veranstaltung gehört zu den ältesten Triathlonveranstaltungen im Osten Deutschlands und im Gegensatz zu unserem Mühlentriathlon existiert er immerhin noch. Da ich in meinen Triathlon-Anfängen 2008 und 2009 bereits 2mal daran teilgenommen habe, wusste ich schon was mich erwartet und habe mich wieder mal auf die Reise begeben. Familie Sickert hatte im Übrigen ähnliche Gedanken und war für den Rest der Veranstaltung Plauschpartner Nummer 1. 😉

Der Triathlon findet (oh welch Wunder) am schönen Helenesee statt und ist etwas schwimmlastiger (mit 1,6 km oder sogar etwas mehr) und radunlastiger (mit 37 km oder eher etwas weniger) als normale ODs. Das kommt mir natürlich entgegen… 😉

Das Schwimmen lief prima von der Hand. Bis zur Hälfte des Schwimmens hatte ich ein gutes „Führungsfahrzeug“, wo man sich sogar ein bisschen anstrengen musste, dran zu bleiben. Ab der Hälfte schwammen wir auch ab und zu mal nebeneinander und das Ganze fühlte sich etwas lockerer an. Trotzdem holten wir einen guten Vorsprung auf den Rest der Meute heraus und beim Weg zum Wechselgarten musste ich natürlich noch kurz den Berg zur Zeitnahme hochsprinten, denn „first out of water“ (zumindest laut Protokoll) muss schon sein… 😉
Das „Führungsfahrzeug“ war, wie ich später im Protokoll erfuhr, mit Oliver Kusch sogar ein bekannter, alter Haudegen, den ich noch von Deutschen Mastersmeisterschaften im Schwimmen (auch im Freiwasser) her kenne. Nett wenn man sich auf neuen Pfaden mal wiederbegegnet…

Da Oliver etwas gemütlicher und noch dazu in einem Seitenarm der Wechselzone (mit entsprechend 2mal unvermeidbaren Umwegen) wechselte, war ich fortan allein auf weiter Flur und durfte mich auf eigene Faust über die Radstrecke kämpfen. Der Belag der Radstrecke ist leider in den letzten 5 Jahren nicht besser geworden und ist auf gut 30% der Strecke an Holprigkeit kaum zu überbieten. Nach gut ¾ der Radstrecke kam dann Tobias Barkschat im wahrsten Sinne des Wortes vorbeigerauscht, nachdem er mich vorher an den Wendepunkten schon etwas raubtierhaft angeschaut hat… Nun gut, Führungsfahrzeug ade! 🙁
Im Zielgespräch gab er zu, das Ganze mit dem Radfahren etwas professioneller zu betreiben. Team UR Krostitzer – UNIVEGA läßt grüßen… Außerdem wird er demnächst zur Ironman 70.3 WM antreten. Viel Erfolg dabei! Man darf gespannt sein ob Sebastian Guhr, als sein AK-Konkurrent, diesen Radfahrkünsten gewachsen sein wird.

Als Zweiter ging es dann für mich nach der 15.-besten Radzeit (irgendwie wird das wohl nie meine Lieblingsdiziplin werden) auf die Laufstrecke. Tobias war schon mehr als 2 Minuten weg und von hinten vermutete und fürchtete ich mit Rajko und Dr. Olaf Ueberschär noch 2 Klasseläufer. Das Podium zu halten war fortan das erklärte Ziel.
Nachdem der Triathlon ab dem Jahr 2012 an einen anderen Strand des Sees umgezogen war, war die Laufstrecke völlig neu für mich. Die Strecke bestand aus 3 Runden (jeweils von der neuen zur alten Wechselzone und zurück) und kam mir auch etwas mehr entgegen als die alte Strecke, die etwas profilierter durch den Wald führte. Wobei man ruhig weniger Sandpassagen in die Strecke hätte einbauen können. Manche Streckenabschnitte haben somit schon ein paar Körner gekostet.
Am ersten Wendepunkt der ersten Runde war ich so langsam drin und konnte mir einen Überblick über die Abstände machen. Nach vorn ging nicht viel, da Tobias auch gut laufen konnte und Rajko war für mein Gefühl irgendwie schon zu nah dran und sah auch noch zu frisch und gierig aus, aber Platz 3 war noch machbar.
Rajko kam dann leider nach etwa 5km vorbeigelaufen und zog davon – blieb aber in Sichtweite. Nachdem zu Beginn der letzten Runde eine zackig laufende Dame vorbeikam und mich fortan Stück für Stück wieder an Rajko näher heranbrachte, keimte kurz Hoffnung in mir auf. Aber diverse Krampfansätze in beiden Oberschenkeln auf Grund der hohen Temperaturen und meiner nicht vorhandenen Flüssigkeitsaufnahme auf der Laufstrecke ließen diese Hoffnung im Keim ersticken. So war ich glücklich am Ende wenigstens die Dame wieder überholen zu können und ohne Dehnpausen o.ä. in einer Punktlandung von 1:59:59 mit einer für mich sehr passablen Laufzeit von 37:22 als Gesamtdritter zu finishen.

Simone schloss ihren Wettkampf übrigens mit mehr als 13 Minuten Vorsprung souverän als Siegerin und Gesamt-11. ab. Ich denke der TV Dresden wurde recht würdig vertreten… 😉

Zur Siegerehrung des familiär und gut vom MSV TRIPOINT Frankfurt (Oder) organisierten Wettkampfes gab es dann auch gute Preise für den alltäglichen Triathleten-Bedarf. So konnte ich zufrieden und gut ausgepowert die etwas mehr als 2-stündige Heimreise antreten.


Viele Grüße
Christian


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