Frauen:
Der zweite Ligawettkampf nach Schneeberg stand an. SCC ALBA Berlin stand unter Druck, da sie uns nicht schon wieder gewinnen lassen wollten. Also stockten sie ihr Personal mit Evi Neuscheler, die hier letztes Jahr gewinnen konnte, auf. Keine leichte Aufgabe stand uns bevor. Dabei hatte man das Gefühl, dass alle Karten gegen uns spielten: Jana rief mich einige Tage vor dem Wettkampf an und warnte mich vor, dass sie eventuell nicht teilnehmen kann, da ihr die Woche, wahrscheinlich wetterbedingt, immer wieder schwindlig wurde. Virginie vergaß ihr Startnummernband, welches aber rasch ersetzt werden konnte. Jule hat vor Schreck ihre Radschuhe vergessen, welche sich natürlich nicht ersetzen ließen. Martin organisierte andere Pedale mit Körbchen, so dass ein kleiner Junge sich ein Eis damit verdiente. Und dann war da noch ich, die gestern unbedingt eine Olympische Distanz beim Mühlentriathlon machen musste und damit eigentlich geschwächt ins Rennen ging. Warum ich das tat? Naja, ich wollte eben meinen Titel verteidigen und auch mal eine andere Distanz als Sprint und Mitteldistanz bewältigen:-). Dass dieses Jahr die Termine so überlappten war unglücklich. Nur Anna war super vorbereitet, aber nervös war sie wieder, da fragt man sich warum?
Nachdem nicht überraschend Neoprenverbot erteilt wurde, zogen wir uns um, bereiteten den Wechselplatz vor und dann konnte es schon losgehen. Vom Start weg bis zur ersten Boje war ein unglaubliches Geprügel, man hatte das Gefühl, dass es nicht vorwärts ging. Als das überstanden war, konnte man endlich mal vernünftig schwimmen. Als ich dann später noch Jule und Virginie entdeckte, war ich erleichtert, dass ich da schon mal nichts eingebüßt habe. Es ist zwar echt merkwürdig, aber bisher kamen wir bei jedem Wettkampf zusammen aus dem Wasser. Anna kletterte als erste von uns auf dem 11. Platz liegend aus dem Wasser, knapp dahinter Jana auf dem 15. Wir kamen eine Minute später als 19. – 21. aus dem Wasser.
Wenig später befand ich mich schon auf dem Rad und wollte Gas geben, immer wieder wurde ich ausgebremst, weil viele nicht wissen was Rechtsfahrgebot heißt und ich sie erst rüberplägen musste! Etwa 1 km nach der ersten Wende überholte ich Isabelle Wolpert vom SCC ALBA Berlin, welche sich dann auch prompt in meinen Windschatten hängte, was mir gar nicht gefiel. Aber zu dem Moment war kein Kampfrichter weit und breit und die Strecke ließ es nicht zu, dass ich wegfahren konnte. Erst nach der zweiten Wende sah ich meine Chance und trat an, was ich konnte… so war sie raus aus dem Windschatten und ich konnte bis zum Wechsel noch knapp 40 Sekunden rausfahren. Jana und Jessica Tamms (SCC ALBA Berlin) traf ich noch im Wechselgarten, Anita Marquart (HSV Weimar) war schon knapp 1,5 Minuten auf der Laufstrecke. So ging ich als 4. zum letzten Teilabschnitt. Anna folgte als 13. und Virginie und Jule als 18. und 19. Anna legte wieder einen super Lauf hin, überholte 10 Mädels und kam als 3. hinter Jana und Jessica ins Ziel. Nun kam es auf die anderen zwei Berlinerinnen und mich an. Beide überholten mich, aber sie kamen nicht gar so weit weg. Ich war heute richtig gut drauf, lief sogar persönliche Bestzeit, so dass es am Ende tatsächlich wieder für den 1. Mannschaftsplatz reichen sollte. Virginie konnte auch noch mit einer hervorragenden Zeit auf den 10. Platz vorlaufen und Jule folgte 1,5 Minuten später als 17. und komplettierte unsere tolle Mannschaftsleistung.
In der Endabrechnung belegten wir wieder überglücklich 1:20 min vor SCC ALBA Berlin den 1. Platz. TuS Neukölln Berlin II belegte den 3. Platz. Eines ist klar: Wir wollen wieder die Regionalliga gewinnen. Diese Ambitionen haben wir diesen Sonntag deutlich gezeigt! Der nächste Ligawettkampf findet in 3 Wochen in Havelberg statt. Dann zwar ohne Anna, sie fährt nach Braunschweig zur Deutschen Meisterschaft (Viel Erfolg!), aber höchstwahrscheinlich mit Annett Finger… Mädels, wir schaffen das!
Einige Anmerkungen betreffs des Wettkampfes in Storkow gibt es dennoch. Eigentlich sollte die Siegerehrung für uns Frauen 13:45 Uhr stattfinden. Wir erkundigten uns extra, damit wir bis dahin auch noch an die Strecke konnten, um unsere Männer etwas anfeuern zu können. Leider verzögerte sie sich so sehr, dass wir dann nicht viel vom Wettkampfgeschehen mitbekamen. Daher sollten die Veranstalter ihren Zeitplan nochmal überdenken bzw. gleich alle Ligaehrungen zur gleichen Zeit planen. Schade war, dass ab diesem Jahr die Ehrung der Gesamtersten der Sprintdistanz abgeschafft wurde. Die letzten Jahre gab es eine solche Ehrung und gerade dieses Jahr, wo Jana es geschafft hat, gibt es sie nicht mehr. Sehr ärgerlich!
Da es bei der Männerwertung deutliche Unklarheiten gab und Ligawart Norbert Hennig nicht bereit war dazu Stellung zu nehmen, ja es ihm sogar so was von am A*** vorbei zu scheinen ging, kann man nur hoffen, dass es jemanden gibt, der dieses Amt bald von ihm übernimmt!
Absolut löblich war wieder der Wechselgarten. Super Kennzeichnung der Plätze und ausreichend Platz, lecker Brot gab es wieder, Erdinger Alkoholfrei und supi Zielverpflegung! Weiter so ihr Fürstenwäldler!
Eure Susi
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