Erst mit Kultur in die Spur – und dann auf’s Treppchen
Die vorabendliche Theaterveranstaltung ließ die Nacht mal wieder etwas kürzer werden.
So klingelte gegen 5 Uhr der Wecker, damit die Görlitzer Teamverstärkung rechtzeitig zur gemeinsamen Abfahrt in Dresden eintreffen konnte. Nach dem Stehfrühstück während des Beladens des brandneuen Fahrradanhängers konnte es dann auch losgehen. Das Thema mit der Aerodynamik wird im Wettkampf schon ganz gut beherrscht, bei der Anreise zu Selbigen ist wohl noch Optimierungsbedarf, da der VW Bus mitsamt des Anhängers bergauf mächtig zu kämpfen hatte. So musste es in den 60 Minuten vor dem Wettkampf schnell gehen – die Routine der alten Hasen macht es möglich. Aufkleber drauf, Startnummer dran und dann zum Rad Check-in. Nach dem Start der Quadrathlon Europameisterschaft blieb nur wenig Zeit für Armkreisen und das Fluten des Neos bis zum Saisonstart in die Regionalliga Ost 2017.
Insgesamt 10 Teams gingen an diesem bewölkten Vormittag bei angenehmen Luft- und Wassertemperaturen an den Start. Nach dem Startschuss durch den Schützenverein ging der Kampf um eine gute Ausgangsposition für die 1,5km lange Strecke durch die Koberbachtalsperre los. Es war nicht einfach sich zwischen Idealline schwimmen und „guten Beinen“ zu entscheiden. Nach dem Ausstieg im vorderen Drittel des Feldes traf ich dann ein fast komplettes Dresdner Team an den Rädern an, als hätte man sich verabredet gehabt – Nico, Grahlo, Torsten. Nur Andreas war schon ein paar Meter voraus. Für ein Schnack blieb jedoch leider keine Zeit. Neo aus, Helm auf und ab die Post! Die ersten Plätze konnten am ersten Anstieg gut gemacht werden. Doch der Anstieg nahm kein Ende! Müssen wir hier wirklich dreimal hoch? Auch oben angekommen versprach der Gegenwind keine Entspannung für die Muskulatur. Fahrerisches Können musste in den Kurven bergab und auf dem Plattenweg unter Beweis gestellt werden. Dabei war ein roter Anzug immer in Sichtweite. Der Abstand vergrößerte sich über die Runden zwar nicht, aber ein rankommen war auch nicht möglich.
Die lange Talfahrt mit dem teilweise etwas poltrigen Asphalt lockerte die Beine nochmal etwas, denn die Laufstrecke sollte auch die letzten Kraftreserven abfordern. Der schnelle Wechsel wurde durch eine kurze Orientierungsphase etwas gestört, dafür ging es anschließend mit bekanntem „Dresdner Ballett“ auf die knapp 10km lange Laufstrecke. Am Fuße der Talsperre wartete dann auch schon der Mann mit dem Hammer und es galt einen ordentlichen Anstieg zu bewältigen. Der Anstieg ließ den Vorsprung der Konkurrenz schmelzen und so konnten einige Platzierung gut gemacht werden. Auch das Bergablaufen muss bei dieser Strecke gekonnt sein, ohne unnötig Energiereserven und Tempo einzubüßen. Am Ende der ersten Runde dann auch der Anschluss an den Teamkollegen Andreas und nach einem kurzem Motivationszuruf ging es weiter auf Platzjagd. Bald waren auch die Anstiege der ersten Runde ein weiteres Mal überwunden und nach dem Abklatschen vom Landesligakollegen Rico kam das Ziel in Reichweite. Ein Endspurt ließ den Vorsprung auf Platz 4 kleiner werden, reichte am Ende aber nicht aus. Auf den Plätzen 6, 14, 17 und 32 mit Andreas, Nico, Grahlo und Torsten komplettierten das Dresdner Spitzen Triathlon Team und sicherten damit einen grandiosen Start mit einem Teamsieg ab.
PJM



Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!