Gekocht und abgeschreckt beim Knappenman über die Halbdistanz

Auf den Knappenman habe ich mich besonders gefreut. Schließlich war es vor 5 Jahren mein erster Triathlon

und vor 4 Jahren meine erste Halbdistanz. Das es ein heißes Wochenende werden sollte, war ja bekannt. So ging es 11:00 Uhr für alle Männer und Frauen per Landstart natürlich ohne Neo ab in den Dreiweiberner See. Ich konnte mich ganz gut gegen die Männer behaupten und kassierte nicht allzu viele Schläge und Tritte. Das Schwimmfeld zog sich weit auseinander, leider erwischte ich wenig Möglichkeit Wasserschatten zu nutzen. Ich wechselte mit der drittbesten Schwimmzeit der Frauen mit 3min Rückstand auf die 1 – alles im grünen Bereich für mich!

 

Dann wurden 3 Radrunden gefahren. Die erste Runde habe ich etwas verbummelt, mal wieder Kurvenunkenntnis und damit –unsicherheit und auch ein sehr verhaltener Radeinstieg. Am Ende der ersten Runde ist die nächstplatzierte Frau auf mich aufgefahren, also wusste ich, ich muss hier definitiv etwas aktiver werden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das tat ich dann auch auf Runde  2 und 3 und so konnte ich mit ca. 1:00 min Rückstand auf die Plätze 1 und 2 zum Laufen wechseln. Der Wechselgarten lag in einer kleinen Mulde, die Hitze fühlte sich schon jetzt barbarisch an. Also beschloss ich, das Laufen bedacht und vor allem der Hitze angepasst, anzugehen. Da ich beide Gegnerinnen vor mir hatte, war es möglich das Tempo zu kontrollieren. An jeder Verpflegungsstelle hieß es für mich, stehenbleiben mit Wasser und Schwämmen kühlen, etwas trinken und weiter.  Unglaublich, wie die Hitze auf der Laufrunde stand. Erinnerungen an Hawaii wurden wieder wach. Vergleichbar war die Hitze nicht, Hawaii ist auch heiß, aber auch feucht. Ich kann es kaum beschreiben – es war irgendwie anders unangenehm. Zurück zum Wettkampf, nach der ersten von 2 Laufrunden hatte ich beide Gegnerinnen eingeholt und wusste ab da, kannst du etwas rausnehmen. Ganz ehrlich, ich war auch froh darüber, nicht mehr ALLES geben zu müssen.  So konnte ich nach 4:36h als erste Frau glücklich ins Ziel laufen und mich über den Sieg freuen. Nach kurzer Orientierungslosigkeit des Wettkampfsprechers, wer denn da ins Ziel gelaufen ist, durfte ich noch ein zweites Mal über die Ziellinie laufen, diesmal mit Siegerbanner. Das war mein erstes Siegerbanner, das wollte ich schon immer mal tun!

 

 

Ab KM 10 hatte ich mir fest vorgenommen direkt nach dem Zieleinlauf ohne Umwege ins Wasser weiterzulaufen. Das hatte fast geklappt. Wie ein gekochtes Ei habe ich mich dann gefühlte Stunden im Wasser abgeschreckt.

 

 

Übrigens darf ich mich jetzt auch Sächsische Meisterin in der Halbdistanz nennen. Herzlichen Glückwunsch auch an die anderen TVler, die sich das Wochenende über verschiedenste Distanzen am Start standen und die Hitze gemeistert haben.

 

 

 

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