16. Morgenpost Dresden Marathon

Alljährlich liegt Anfang Oktober eine E-Mail im Postfach, deren Absender Helfer für eine Verpflegungstelle beim Dresden Marathon in den Mitgliederreihen des Triathlonverein Dresden sucht. Und alljährlich habe ich mich schon vor dem Eintrudeln dieser E-Mail entschieden: Ja, ich werde helfen die Verpflegungsstelle zu bewirtschaften, werde zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern Bänke und Tische aufbauen, Wasserkübel schleppen, unzählige Becher mit Tee, Iso, Wasser und Cola füllen, Bananen und Rosinenbrot schneiden, die Strasse fegen, Becher reichen und Athleten aufmuntern. Der Termin ist für meine Verhältnisse lange eingeplant und so schaue ich jeden Tag gespannt in mein Postfach, bis sie dann tatsächlich ankommt.

Denn trotz der Tatsache, dass es wieder anstrengend wird und wir abends mindestens genauso müde ins Bett fallen werden, als wenn wir selbst zwei Runden durch Dresden gedreht hätten, freue ich mich darauf. Warum das Helfen beim Marathon für mich wichtig ist? Zum einen ist es am Ende einer langen Saison eine sehr gute Möglichkeit Bekannte und Freunde in lockerer Atmosphäre zu treffen. Das kommt im Frühjahr und Sommer wegen der Fokussierung auf das eigene Training und die eigenen Wettkampfhöhepunkte zu kurz.

Auf der anderen Seite würde ich eh beim Marathon zuschauen gehen und näher kommt man an die Läufer nun wirklich nicht mehr heran. Und zu guter Letzt: Wer regelmässig auf der "anderen Seite der Startlinie" steht, weiss das Engagement und die Arbeit der Streckenposten, Verpflegungselfen und all der anderen Helfer beim nächsten Wettkampf wieder mehr zu schätzen.

Insgesamt wurden meine Erwartungen auch dieses Mal nicht entäuscht: bestes Wetter, eine Samba-Truppe in der Nähe, gute Stimmung unter den Helfern, Roster vom Grill und viele nette Leute, mit denen "die Arbeit" Spass machte.

Vielleicht haben die obigen Gedanken so viel Substanz und Motivation, dass im nächsten Jahr die fünf Helfer mehr, die wir dieses Jahr gut hätten gebrauchen koennen, ihren Weg zum Verpflegungsstand finden. Ich würde mich freuen mit euch gemeinsam Becher zu verteilen und Zaubertrank anzurühren.

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