3 Tage Qual bei der 5. Osterzgebirgs-Challenge

Vor dem letzten großen Abschlussevent, meinem 1. Marathon beim Dresdner Morgenpostlauf, stand noch ein Event besonderer Art, die 5. Osterzgebirgs-Challenge in Dohna, an. Dabei handelte es sich um eine mehrtägige Wettkampfveranstaltung, die in diesem Format zum 1. Mal stattgefunden hatte.

Die Wettkämpfe im Überblick:

  • Freitag

    • 15 km Lauf

  • Samstag

    • 7,5 km Lauf

    • 62 km Einzelzeitfahren

  • Sonntag

    • 4 km Berganlauf

    • 4 km Berganfahrt

Die Wettkämpfe konnten einzeln oder komplett durchgeführt werden, dann gab es am Ende eine Gesamtwertung. Garniert wurde das Ganze mit einer Übernachtungsmöglichkeit, entweder in der Turnhalle oder per Wohnmobil / Wohnwagen, sowie Frühstück, Mittag- und Abendessen im Stadtkrug und als besonderes Schmankerl ein bayerischer Abend mit Haxenessen und bayrischem Bier.

Für mich, Dieter Korth und 4 weitere unerschrockene Athleten stand das volle Programm auf der Tagesordnung. Eigentlich galt ein Mindestteilnehmerlimit von 40 Startern aber Andreas Burow entschied sich, die Veranstaltung dennoch stattfinden zu lassen.

Tag 1 – 15 km Lauf

Los ging es Freitag um 17:30 Uhr. Zuvor sind wir mit Wohnwagen angereist und haben uns in Ruhe soweit eingerichtet. Gelaufen werden mussten 4 Runden á 3,7 km. Der Start erfolgte Richtung Autobahn. Wer die Strecke kennt, weis dass es dabei erst mal ordentlich bergauf geht. Das Wetter war recht mäßig mit geschlossener Wolkendecke, grau in grau und leichtem Nieselregen.

So machten sich nur 10 Starter auf den beschwerlichen Kurs. Nachdem der 1. harte Anstieg überwunden war, befand ich mit in der Spitzengruppe mit 4 weiteren Läufern. Als es dann ordentlich bergab ging, konnte ich mich sogar in Führung setzen, da ich am effektivsten abwärts laufen konnte.

Bis zum Abschluss der 1. Runde war das Feld allerdings wieder beeinander. Beim neuerlichen Anstieg in der 2. Runde viel die Gruppe dann weiter auseinander, so dass ich mich erst mal auf Platz 5 wiederfand. Im weiteren Verlauf der Runde konnte ich mich noch auf Platz 4 vorschieben. Was bis zum Abschluss so geblieben war.

Gewonnen hatte Roland Lugwig vom TV Dresden, der allerdings wegen seinem Urlaub noch am gleichen Tag abreisen musste. So lag ich auf Platz 3 der Challenge-Gesamtwertung.

Im Stadtkrug gab es dann die Siegerehrung, sowie lecker Nudeln und das eine oder andere Getränk. Nach kurzem Verweilen ging es denn aber auch gleich ins Bett, da ja noch einige Wettkämpfe bevorstanden.

Tag 2 – 7,5 km Lauf, 62 km Radeinzelzeitfahren

Nach einer angenehmen Nacht im Wohnwagen ging es um 8 Uhr zum Frühstück in den Stadtkrug. Im Anschluss an die angenehme Stärkung ging es nochmal für 1 Stündchen zum Hinlegen bis um 10 Uhr, da der 7,5 km Lauf direkt vor der Haustür begann.

Gelaufen wurde wieder die Strecke vom Vortag, diesmal allerdings 2 statt 4 Runden. Am Start standen diesmal 7 Läufer. Die Startreihenfolge ergab sich aus der Ankunftsreihenfolge vom Vortag mit dem halbierten Abstand, so dass der Wettkampf als Einzelrennen ausgeführt wurde.

Der Lauf verlief soweit unspektakulär. Im Ziel angekommen bin ich als 5. mit ziemlich genau der halben Zeit vom Vortag. In der Gesamtwertung konnte ich damit meinen 3. Platz behaupten.

Nach einer Stärkung in Form von Nudeln ging es abermals ins Bett, bis zum großen Einzelzeitfahren, dem 18 Starter beiwohnten. Los ging es im Müglitztal Richtung Geising. 31 km hin und wieder zurück. Obwohl es Vormittags noch geregnet hatte, war die Straße mittlerweile zum Glück schon abgetrocknet.

Gestartet wurde im 2 Minuten Abstand. Wie erwartet wurde ich auf der Strecke wieder von einigen Athleten kassiert, da dieses Jahr meine Radleistung etwas gelitten hat. Nächstes Jahr werde ich definitiv daran arbeiten müssen. Mit knapp unter 2 Stunden kam ich als 12. ins Ziel und musste in der Gesamtwertung meinen 3. Platz abgeben.

Am Abend gab es dann noch ein besonderes Highlight im Stadtkrug. Ein bayrischer Abend war angesagt. Die Burow's haben sich dafür extra in Schale geworfen und konnten mit schönen bayrischen Trachten aufwarten. Zu Essen gab es Haxe und Weißwürste, als Getränk wurden bayrische Biere geboten.

Nach einem leckeren Festschmaus gingen wir dann aber auch zeitig ins Bett, da die Beine mittlerweile schwer waren und noch 2 Hürden bis zum Abschluss zu überwinden waren.

Tag 3 – 4 km Berganlauf und Bergzeitfahren

Nach der Tortur der letzten beiden Tage waren diesmal die Oberschenkel deutlich zu spüren. Und trotzdem mussten noch 2 Wettkämpfe überstanden werden. Bei Wesenstein mussten auf 4 km jeweils 200 hm zu Fuß und mit dem Rad überwunden werden.

Im Massenstart ging es um 10 Uhr den Berg rauf. Wegen den schweren Beinen ging es nur müßig voran, so dass ich mich als 11. ins Ziel schleppen musste und am liebsten Tod umfallen wollte. Aber kneifen gilt nicht, also ab in den Bus und zurück zum Start.

Bis zum Berganfahren waren noch 30 Minuten Zeit, so dass ich mit dem Rad eine lockere Runde gedreht habe. Das Radrennen wurde wieder im Einzelmodus durchgeführt. Mit dem Rad fühlte sich der Berg zum Glück nicht ganz so schlimm an und überholt wurde ich diesmal auch nicht. Wieder als 12. konnte ich die Wettkampfserie glücklich abschließen.

Zur Siegerehrung ging es wieder zurück zum Stadtkrug. Nach einer Stärkung begann dann die Auszeichnung. Aufgrund der mäßigen Teilnehmerzahl bekam jeder eine Urkunde und eine Flasche Sekt. In der Gesamtwertung konnte ich mit 6 Sekunden vor Dieter Korth den 4. Platz mit einer Gesamtzeit von 4h:11m:33s behaupten.

Das Wochenende war recht anstrengend, aber trotzdem sehr schön und kurzweilig. Vielen Dank an die Veranstalter und die fleisigen Helfer (auch vom TV Dresden) waren welche dabei.

 

Die Glöckners

 

Links:

5. Osterzgebirgs-Challenge

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