Herbstliches Auf und Ab – Borsberglauf & Citylauf Pirna

weiterlesen Das schöne Herbstwetter nutzten einige TV’ler im Umland um sich, kurz vor der wohlverdienten Saisonpause, nochmal die Lunge aus dem Hals zu laufen. Dies gelang dem einen mehr dem anderen weniger, Baustel berichtet, wie es ihm bei beiden Läufen erging.  (…)

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1. Teil: Bergig – Bergiger – Am Borsberg

Nachdem ich mich in den zurückliegenden zwei Saisons mit Leistung zurück gehalten habe, soll es im neuen Wettkampfjahr besser werden. Mit diesem Ziel im Hinterkopf wollte ich bereits nach nur sechs Laufeinheiten die Form testen. So – der Gedanke – könnten frühzeitig eine falsche Trainingsmethodik und Schwächen aufgedeckt werden.
Mit dem Borsberglauf bei Pillnitz war schnell eine geeignete Gelegenheit gefunden. Ich hatte schon viel Gutes über diesen Lauf gehört, vor allem über die familiäre Atmosphäre, sowie die tolle Landschaft. Zur Auswahl standen Strecken von 6.5, 11.5 und 17.5 km Länge. Die goldene Mitte sollte es sein!
Um 9:45 Uhr starteten die Kids zum Bambinilauf über 200m. Natürlich war der TV Dresden auch hier vertreten: Rika und Adam hielten die Fahnen für uns hoch.
Pünktlich um 10 Uhr ertönte das Startsignal für die 17.5km-Läufer. Unter ihnen konnte ich Andreas und Marcel erspähen, bevor sich die Masse in Bewegung setzte und in einer undurchsichtigen Staubwolke auf dem Kiesweg verschwand. Genau fünf Minuten später wurden die 11.5km auf die Strecke geschickt. An der Startlinie traf ich Virginie und Katja. Die Strecke führte seicht bergan, bevor man bei Kilometer 2 gegen eine Wand lief, welche auch so schnell nicht mehr endete. Der laufbare Weg wurde durch fiese spitze große Steine, die wie Pilze aus dem Boden sprossen, verengt. Erschwerend kam hinzu, dass mehrere Läufer ihre treuen Vierpfoten mitnehmen mussten. Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln. Breiter hat es den Weg auf jeden Fall nicht gemacht. Irgendwann war auch der dicke Berg geschafft und es ging zunächst mit schnellen Schritten bergab. So mancher übermotivierter Läufer mag an den auf Brusthöhe umgestürzten Bäume zerschellt sein. Ich zog einen gekonnten Hechtsprung vor! Der Rest der Strecke war wellig und bot teils schöne Ausblicke. Der serpentinenartige Abstieg durch die Weinberge erforderte die letzte Konzentration, damit man nicht aus der Kurve flog. Kurz danach erschien der gelbe Zielbogen im Sichtfeld. Wer wusste, dass an diesem eine Kamera hing, gab sich beim Zieleinlauf noch einmal besondere Mühe. Für mich reichte es zum vierten Platz, wobei die Zeit durchaus ausbaufähig ist.
Und somit steht der Borsberglauf auch im nächsten Jahr wieder auf meinem Plan und ist sehr zu empfehlen!

2. Teil: Durch die fackelbeschiene Pirnaer Altstadt

Bereits zwei Tage nach dem Borsberglauf mit seinem charmant alpinem Charakter stand ein weiterer Lauf zur Formbestimmung an. Auch vom Pirnaer Citylauf hatte ich viel Gutes gehört. Statt der Einzelwertung sollte eine Staffel für maximale Geschwindigkeit garantieren. Durch das Mensa-Team waren schnell 3 von 5 Teamplätzen bestens besetzt. Dezente Mund-zu-Mund-Propaganda spülte zwei weitere Hetzer ins Boot, so dass dem Spaß nichts mehr im Wege stand.
Leider hatte ich mir eine schöne Erkältung eingefangen, die trotz Halstuch und gesteigerter Flüssigkeitsaufnahme nicht abziehen wollte. An eine Absage war nicht zu denken und vielleicht würde eine kurzfristige Belastung mit Maximalpuls heilende Kräfte entfalten. So fuhr ich bereits im Dunkeln mit dem Rad nach Pirna. Der Kurs ist winklig und reines Kopfsteinpflaster. Ideale Bedingungen für ein Regenrennen! Aber es blieb zur Freude der meisten Teilnehmer trocken. Zahlreiche Fackeln säumten den Laufweg. Beim Einlaufen stöhnten viele Sportler ob der milden Temperaturen und ihrer Kleiderordnung. 20:15Uhr wurden die knapp 40 Staffeln auf die Hatz los gelassen. Nachdem die Schnellstarter noch vor der dritten Kurve verglüht waren, nahm Marcel das Tempo mit über die erste Runde und lief zur Tagesbestzeit. Als Zweiter ging OL-Robert auf die Strecke. Mit schnellen und sicheren Schritten fegte er über das Pflaster und schickte anschließend mich los. Es lief die gesamten 1.3km ganz gut. Von der Tagesbestzeit war ich allerdings gute 20Sekunden entfernt. Im Wechselbereich tauschten Lennart und ich den ein oder anderen verdutzen Blick, bevor er sich zum Loslaufen überreden lies. Marc als Spurtversicherung lief eine lockere Halbzeitschlussrunde und schlug wiederum Marcel ab. Die zweite Runde war für alle recht einsam. Das zweitplatzierte Team lag bereits gute 2Minuten hinter uns. Demnach stand der Genuss und Rollenlassen im Vordergrund. Nach dem Zieleinlauf schwang ich mich unverzüglich auf den Drahtesel und radelte nur spärlich beleuchtet an der Elbe gen Dresden. Zu Hause lies ich meinen erschöpften Leib in die Badewanne sinken, löffelte etwas Salat und versuchte zu entspannen. Nach einem Film, einer Flasche Cola und einer Streuselschnecke schlief ich tief in der Nacht ein. Und siehe da, am nächsten Tag war ich auf dem aufsteigenden Ast. Erkältungen werden ab sofort nicht mehr mit Vick Vaporum sondern mit kontrollierten Tempoläufen bekämpft!

Sport frei,

baustel

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