Freitag war Anreise und Zelt aufbauen angesagt. Alle sind aus verschiedenen Richtungen angereist. Wir aus DD, meine Eltern aus Ergenzingen (bei Stuttgart) und mei Bruder Rocco kam aus dem Urlaub direkt aus der Schweiz. … und das Wetter war noch gar nicht auf unserer Seite. Regen – den ganzen Tag Regen am Freitag. So würde das kein Spaß machen. Laut Wetterbericht soll es aber am WE trocken und recht gut sein. Haben wir auch echt gehofft.
Wir haben Freitag dann nur unsere Unterlagen abgeholt (was nicht so leicht ist bei dem riesen Areal am Nürburgring) und unseren Pastagutschein eingelöst. Das ganze WE am Ring stand im Zeichen von Ausdauersport. Neben unserem 24 h RR Rennen konnte man die 24 h auch mit dem MTB absolvieren, oder verschiedene Strecken laufen und verschiedene Straßenrennen fahren. Also echt ein Haufen los dort. Die Nacht vom Freitag zum Sonntag war mit gut stürmischem Wind, Regen und etwa 4 Grad auch nich ganz so dolle zum Zelten. Mit etwas frösteln ham wir das dann aber auch ganz gut überstanden.
Samstag früh hieß es aufstehen, gut Frühstücken und so langsam an die nächsten 24 h denken. Beim Frühstück haben wir noch bisschen unsere Taktik besprochen und versucht die ganze Veranstaltung locker zu sehen. Für einige war es ja die erste Erfahrung mit der Strecke und es waren einige Km und Hm zu bewältigen. Wir waren aber nicht allein. André Baumert hatte auch noch ein Team mit paar Kumpels auf die Beine gestellt und so hatten wir auch noch ein kleines Rennen untereinander 😉 … Nur Spaß! Die Strecke ist Gegner genug.
André und ich waren die Startfahrer und 13:15 Uhr ging es dann auch los. Da wir zu locker an die Sache ran gegangen sind, und etwas spät am Start waren, standen wir arg weit hinten und mussten an so gut wie allen anderen vorbei. Egal – nach dem Startschuss kam der sportliche Ehrgeiz durch und die Post ging ab. Eine Runde und dann der Nächste, bitte. Jeder fuhr erst mal eine Runde, um die Strecke kennenzulernen und zu wissen, was alles so kommt. Und die Strecke hat es echt in sich. Mit 26 km und ca. 500 Hm ist das dort keine lockere Ausfahrt. Es geht nur hoch und runter. Bis zu 17 % Steigung (wo einigen die Kräfte ausgingen und schieben mussten) und bis zu 100 km/h bergab. Das bisschen Start-Ziel-Gerade geht da fast schon unter. Als nun jeder seine Runde gefahren ist, kamen die meisten nicht mehr aus dem Schwärmen raus. Geil, hart, lustig, super, … waren die Reaktionen. Und jeder konnte sich nicht zurück halten und musste gleich mal richtig Gas geben… wenn sich das dann mal nicht rächt! …
Schön abwechselnd fuhren alle ihre Runden so gut es ging und verpflegten sich in den Pausen. Unsere Taktik für die Nacht war es dann 2 Runden zu fahren um allen die Möglichkeit zu geben sich mal etwas aufs Ohr zu legen und zu ruhen. Da gab es aber schon im Vorfeld ein paar Diskusionen. 2 Runden am Stück zieht Körner und das noch im Dunkeln bei Kälte und mit Licht. Genau so war es dann auch! Ich war dann gleich der 1. und mein Elend sollte beginnen. Gleich nach dem Wechsel fiel meine Lampe ab und ich musste kurz basteln. Kurz gemuddelt und weiter ging’s. Im dunkeln is scho noch ma ne andere Sache sag ich. Die steilen Kurven bergab und das feuchte Wetter machen es nicht besser. Kurz vor Beendigung meiner ersten Runde knallte mir noch ne Speiche aus meinem „super tollen Vorderrad“ und ich
musste nen kurzen Boxenstop zum Laufradtausch machen. Nun ab in die 2. Runde.
Und es wurde noch schlimmer. Schon wieder musste ich vom Rad und an meinem „super tollen Hinterrad“ eine Speiche fest machen. (jeder darf nun mal kurz über meine neuen, schon erwähnten, super tollen, sehr leichten und nun kaputten Laufräder lachen) 😉 Und die Runde war noch nicht vorbei. Der besagte Mann mit dem großen Hammer hatte mich überholt und hielt mich fest. Ich war so heftig im Eimer und musste jetzt noch den besagten 17% Berg hoch. Gerade so… echt gerade so und mit guter Musik im Ohr und „OHNE“ abzusteigen hab ich es geschafft. Oben is Verpflegungspunkt… ich hin… 4 Becher Cola und eh Gel um die letzten 10 km bis zum Wechsel noch zu überstehen. Nach dem Wechsel gab es Kuchen, Tee mit viel Honig und dann bin ich nur fix pennen. Als nun jeder seine 2 Nachtrunden gefahren war, ham alle echt Körner gelassen. Die Idee schien doch net ganz so gut. Und noch mal kurz auf das 2. Team einzugehen: den ging es nicht besser. Da haben einige noch mehr Federn gelassen und in der Nacht viel Zeit und Körner gelassen.
Früh morgens mit den ersten Sonnenstrahlen kam bei einigen der 2. Frühling und anderen die Erkenntnis das nun gut sei und es sich auf dem Campingstuhl auch gut zuschauen ließe. Doch zum Abschluss ham sich alle aufgerafft und wir haben alle noch ne „lockere“ gemeinschaftliche Runde gedreht. OK – Bergsprint und Mannschaftszeitfahren inbegriffen. 😉 Bisschen Spaß muss doch sein. Wir haben uns dann die letzten paar Minuten Zeit geschenkt und uns über das erreichte Ergebnis gefreut.
So gut wie alles war mal wieder echt geil. Richtig auf der Rennstrecke hoch und runter fegen mit super Fahrbahnbedingungen und richtig vielen und guten Sportlern. So muss doch ein gutes WE ausschauen.
Richtigen Dank an die Betreuerinnen jedes Teams. Unser Team wurde von meiner guten Mutti mit Essen versorgt und André seine Ina gab alles für ihr Team.
… Und – jemand Lust bekommen? Nicht gleich nächstes Jahr, aber bestimmt mal wieder werden wir uns durch die grüne Hölle wagen. Mit arg müden Beinen und defekten Laufrädern verabschiede ich mich vom Erlebnis Nürburgring.
TOTTEN
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