RL-Ost: Part 2 in Pirna

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Das waren die Masters:

 

Nach dem sehr starken 1. Platz der Masters in Cottbus waren die Tage vor dem zweiten Wettkampf in Pirna durch die Diskussionen über die richtige Besetzung der Mannschaft für den Heimtriathlon unseres Vereins beherrscht. Tatsächlich hatte unser Teamchef Jürg weniger die Qual der Wahl, wen er aus dem hochdotierten Mannschaftskader an den Start schicken sollte, als die Qual der Ungewissheit, ob er überhaupt die notwendige Mindestzahl von 4 Startern würde aufstellen können. Erst drei Tage vor dem Wettkampf war sicher, dass Erle, Gerd, Heiko und ich starten würden. Trotz ihrer Verletzungen, die eine Teilnahme ausschlossen, war es für Bernhardt, Gerhardt, Jürg und Thoralf aber selbstverständlich, uns an der Wettkampfstrecke zu empfangen und während des Wettkampfs unsere Motivation und Leistungsfähigkeit durch lautstarke Anfeuerungsrufe, wettkampftaktische Anweisungen und gute Verpflegung abzusichern. Vielen Dank dafür!

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4 Mann am Start, das bedeutete erneut, es müssen alle für die Wertung ins Ziel kommen. Jürg als erfahrener Wettkämpfer checkte persönlich nochmals alle Räder durch und  kontrollierte eingehend die Laufflächen auf eventuell eingefahrene Splitter, die zu einem vorzeitigen Aus führen könnten. Auch das verschaffte uns eine starke mentale Ausgangsposition. Das musikalische Rahmenprogramm trug ebenfalls nachhaltig zur gelassenen Stimmung der Vorstartphase bei: Statt Highway to Hell und Eye of the Tiger standen diesmal volkstümliche Musik und deutsches Schlagergut auf der Play List. Mal was anderes. Durch diese perfekte Rundumbetreuung abgesichert, konnten wir uns während der Wartezeit vor dem Schwimmstart voll auf die 5. Disziplin eines Masters-Triathlons konzentrieren, dem Extreme Deep Piling. Unser unbestrittener Vereinsmeister über alle Altersgruppen in dieser Disziplin, Thoralf, konnte diesmal nicht in die Entscheidung eingreifen, wurde aber würdig vertreten durch Gert, der mit einem bisherigen Jahresradtrainingsumfang von „max.“ 800 km eindeutig den höchsten Trumpf ins Spiel brachte. Die benachbarte Konkurrenz, ohnehin verunsichert angesichts der Tatsache, dass wir es uns leisten konnten, Elfi, Simone, Holm und Thoralf in der Komplettrotation einfach zu ersetzen, schwieg beeindruckt, und auch wir konnten nur resigniert passen. Die spätere Auswertung der Wettkampfzeiten bestätigte dann auch eindrucksvoll seine zeitweilige Vormachtstellung in dieser Nebendisziplin.

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Der Start zur ersten Disziplin erfolgte pünktlich um 14:00 Uhr am Strand von Copitz. Die Schwimmstrecke war optimal ausgelegt und mit weithin sichtbaren großen Bojen markiert. Stromschwimmen war diesmal nicht möglich, perfekte Bedingungen für einen fairen Schwimmwettkampf. Gert startete direkt neben mir und strebte vom Start weg direkt in die Führung, kontrollierte konsequent das Feld und verließ schließlich auch als schnellster Schwimmer das Wasser in einer Spitzenzeit von 0:21:13h. Ohne großes Nachdenken hängte ich mich schnell in seinen Wasserschatten und beendete die erste Schwimmrunde als dritter noch in guter Position. Ein kurzer Systemcheck rief mich jedoch kurz danach zur Vernunft und zwang mich, auf der zweiten Runde dann stark das Tempo zu reduzieren – das Kapitel „Intelligente Wettkampfeinteilung“ muss ich wohl nochmal richtig lesen. Erle und ich verließen schließlich unmittelbar nacheinander als 14. und 15. noch im vorderen Teil des Feldes das Wasser und auch Heiko hielt sich mit einer soliden Schwimmleistung als 30. von 52 Startern gut im Hauptfeld.

Da braucht einer viel Platz...

Es folgte der Wechsel auf eine durch zahlreiche Kurven und Belagswechsel geprägte Radstrecke. Zu fahren waren 6 Runden über eine Gesamtdistanz von 36,5 km. Die Gefahrenstellen mit scharfen Richtungswechseln und Gegenverkehrstrecken waren aber sehr gut mit Streckenhelfern besetzt. Auch für diese Disziplin ließ die Wettkampforganisation also wenig Spielraum für Ausreden oder Beschwerden, der teilweise unangenehme Fahrbahnbelag bereitete schließlich allen die gleichen Probleme. Die Reihenfolge im Team nach Schwimmen und Rad blieb unverändert, Gert in 1:21:15h als 5., vor Erle als 17. und ich als 19. hatten ihre Ausgangspositionen recht gut verteidigt, Heiko fuhr das Radrennen etwas kontrollierter und wechselte in 1:36:16h als 46. Bis hierhin sah also alles nach einem perfekten Rennen aufs Treppchen aus, zumal ich für die AK 50 noch 5 min Zeitbonus bekäme. Was Gert beim Schwimmen, ist Erle beim Laufen. Seinem Ruf gerecht werdend, absolvierte er die Laufstrecke in der schnellsten Zeit des Feldes mit 0:36:41h für die 10 km und schob sich in einer Gesamtzeit von 2:02:25h noch auf den 9. Platz in die Top 10 vor. Gert ließ sich davon nicht weiter beeindrucken, lief sein Rennen entspannt nach Hause und sicherte mit einer Spitzenzeit von 2:02:15h seinen 8. Platz in der Gesamtwertung noch vor Erle. Meine Herrlichkeit fand hier leider jäh ihr Ende, nach meiner langwierigen Dauerverletzung ging es vor allem darum, irgendwie sicher ins Ziel zu laufen. Angefeuert von Gerhardt und Jürg sowie unter persönlicher Obhut von Bernhardt, ging ich also in gepflegtem Dauerlauftempo auf die Strecke – und wurde Platz für Platz bis zum 27. nach hinten durchgereicht, Endzeit 2:12:08 – schön ist anders. Erle nahm mir bei der letzten Disziplin fast 8 Minuten ab, das sind gleich mehrere Klassen Unterschied. Heiko zeigte dagegen, was kluge Renneinteilung ist, holte Platz für Platz auf und finishte mit einer top Gesamtzeit von 2:19:22h. Er ist eine sympathische Verstärkung für unsere Mannschaft, mit der wir für die zukünftigen Wettkämpfe gut aufgestellt sind.

In der Mannschaftswertung erkämpften wir einen sicheren dritten Platz hinter unseren Dauerkonkurrenten A3K Berlin und Triathlon Team Berlin. In der Gesamtwertung nach zwei Wettkämpfen stehen wir nun auf dem zweiten Tabellenplatz, der Abstand zum ersten und zum dritten Platz ist mit 7:47 Minuten und 7:26 Minuten fast gleich groß – es ist also alles noch offen!

Sascha

>>zum Team<<

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