RL-Ost: Part 2 in Pirna
Das waren die Frauen:
Die Zeichen standen zum zweiten Ligawettkampf der Regionalligasaison am letzten Wochenende – wen wundert’s? – auf Regen, Wind und nasskühles Wetter. Günstig war nur, dass wir Dresdner diesmal wenigstens auf einen längeren Anfahrtsweg verzichten konnten, denn diesmal bekam der TV Dresden als Ausrichter und damit das NEZ in Pirna/Copitz als Austragungsort den Zuschlag. Um Benzin zu sparen, machten wir uns also kurz vor knapp alle – trotz Schlechtwettervorhersage – auf dem Rad mit Wettkampfklamotten bepackt auf den Weg. Am Wechselgarten angekommen bemerkte ich zunächst einmal, dass ich ja – da dies mein erster Einsatz für unser Regionalligateam diese Saison war – noch gar keine Startunterlagen hatte. Also versuchte ich mir den Weg zu Susi durch den Wechselgarten zu bahnen, kam jedoch nicht weit, da ich sogleich einen Stümper von Kampfrichterin Yvonne erhielt, dass ich nicht so einfach hier hineinspazieren könnte!!
„Aber, aber, aber… dahinten sind doch meine Startunterlagen“ (Hilflos zeigte ich in Susis Richtung) Auf die Frage, aus welchem Verein ich denn sei, musste ich mich dann outen, woraufhin Yvonne mich zwar gewähren ließ – jedoch nicht ohne mir noch ein mitleidiges Lächeln und ein Kopfschütteln zu schenken 😉 Jaja, ist ja richtig so, Ordnung muss sein! Schnell der Wechselplatz eingerichtet, Neo angezogen und „Peng!“ knallte es auch schon zum Start der Frauenwelle. Vom Strand aus konnten die Herren der Schöpfung zuschauen, wie sich knapp 40 Damen verprügelten. Klasse! 😉 Nach einer großen Runde im See, kletterte ich aus dem Wasser raus, vor mir war zunächst kein weiterer roter Anzug zu sehen, was heißen musste, dass meine Mannschaftskameradinnen entweder bereits längst im Wechselgarten sind oder – ja könnte es die Möglichkeit sein? – hinter mir aus dem Wasser stapfen.
Während ich auf dem Weg zum Rad noch über die Reihenfolge nach dem Schwimmen philosophierte, vergaß ich doch glatt schon einmal meinen Neo herunterzustreifen, der auch dann an meinem Platz angekommen lieber noch ein wenig kleben bleiben wollte 😉 Wie ich so zog und zerrte, gesellte sich Susi, die tatsächlich noch hinter mit den Fluten entstieg, zu mir und war drauf und dran vor mir aufs Rad zu steigen. Och nö, dachte ich mir, die kann ruhig noch ein wenig warten mit dem Überholen! 😉 Also schnell den Restneo heruntergerissen und das Rad geschnappt. Dumm nur, dass es anscheinend mit dem Radständer verwachsen war, sodass ich auch gleich noch die ganze Leiste mitnahm, inkl. Susis Helm, der nun vom Rad herunterkullerte. (Sorry nochmal, Susi, war keine Absicht! :-D) Nach dem wieder einmal vermasselten Wechsel Nr. 1 musste die Aufholjagd nun beginnen! Da wir 3 Runden je 6km zurückzulegen hatten, konnte man bald die führenden Frauen entgegen kommen sehen: Anna, Jana und auch Franzi lagen sehr gut. Aber auch die anderen Teams hatten starke Mädels ins Rennen geschickt. Susi und auch Anja von Leipziger Team kamen bald vorbeigeschossen und ich ahnte im weiteren Verlauf, dass ich mich nun ziemlich sputen müsste, um noch eine gute Platzierung und Zeit zu erreichen. Also trat ich in die Pedale was das Zeug hielt… doch nichts tat sich auf dem Tacho… nach ein paar weiteren Minuten schaute ich entnervt nach unten zum Vorderreifen und fiel aus allen Wolken: irgendwie war nicht mehr ganz soooo viel Luft drauf wie vermutet! Klasse! Das Rennen war damit für mich beendet. Naja, zumindest war’s nicht allzu schlimm für das Team, waren ja schließlich noch 4 super Mädels in Rot im Rennen. Als ich nach einer gefühlten Ewigkeit Fußmarsch dann wieder am Wechselgarten ankam, konnte ich die ersten Damen losspurten sehen: Anja aus Leipzig hatte sich an die Spitze geschoben, dahinter Jana und Anna (sehr gut, weiter so!), Franzi und Susi waren auch nicht weit entfernt. Jana konnte schließlich noch die radstarke Anja, spätere Zweite, abfangen, ärgerte sich jedoch ein wenig über den etwas unsportlichen Kommentar beim Überholen und sicherte den Tagessieg sowie wertvolle Sekunden für die Teamwertung.
Anna wurde Dritte, Franzi Achte und Susi nach einer ebenfalls starken Radleistung landete auf Platz 13. Ich rannte noch zwei fixe 5km-Runden und konnte mich dann auch annähernd
so fühlen, als hätte ich auch was Sinnvolles gemacht am Tag. 😉 Nachdem sich die Mannschaft den Sieg in heimischen Gefilden verdient und die Ehrung entgegengenommen hatte, schwangen wir uns nach Zieleinlauf und Siegerehrung der Männer u. Masters fix auf die Räder. So kam ich dann dank neuem Schlauch auch noch zu meiner neuen Radbestzeit, denn es fing – oh Wunder – auf der Heimfahrt auch noch an zu regnen… klasse Tag! 😉
Vielen Dank noch einmal an die vielen Helferinnen und Helfer, die in unermüdlicher Manier Getränke gereicht, die Räder im Wechselgarten wachsam vor Eindringlingen geschützt sowie das Wettkampfgeschehen beobachtet und die ein oder andere Strafe verteilt haben. Es war ein gut organisierter, gelungener Wettkampf, bei dem wohl diesmal auch die Windschattenregel Anwendung fand.
Sportliche Grüße, eure den materialschonenden Umgang mit Radtechnik und Wechsel übende Jule 🙂
PS: Danke auch an WK-Berichtspflichtverteiler Carsten für das Bestechungseis, ich freu mich schon! 😉
>>zum Team<<



Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!