RL-Ost: Part 2 in Pirna

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Das waren die Männer:

Vor einer knappen Woche erreichte mich Jörgs Nachricht, mit der Bitte für unser Dresdner Spitzen Team in der Regionalliga zu starten. Dies ist so erst einmal nichts Ungewöhnliches. Bei der Saisonplanung hatte ich diesen Wettkampf auch mit in Erwägung gezogen. Als dann der Plan stand, hieß es dann vom Mannschaftsleiter, dass meine Sportskraft nicht benötigt würde. Im Laufe der Saison verlängerte sich dann aber die Verletzungsliste und es musste auf den Personalpool des Vereins zurückgegriffen werden.

Torsten lässt sich von Groupis bestaunen

Also polte ich mich die vergangene Woche über von meinem Plan den Jedermann-Wettkampf zu bestreiten, auf die doppelte Distanz um. Für das Schwimmen und die Radstrecke stellt sich das nicht so sehr als Problem dar, sondern vielmehr für die dritte Disziplin, das Laufen. Als meine Mitstreiter für diesen Wettkampf gesellten sich im Wechselgarten des Naherholungszentrums Pirna Copitz Alexander M., Carsten N. und Torsten „Totten“ P. zu mir. Bei vier Leuten war von vornherein klar, dass wir uns keinen Ausfaller leisten konnten. Gestartet wurde in 2 Wellen. Die Erste mit Alexander, Carsten und mir sprang um 12:30 Uhr in die Fluten. Die Zweite mit Torsten eine dreiviertel Stunde später. Dadurch sollte zu hoher Verkehr auf der Radstrecke verhindert werden.

Rico in seine "Paradedisziplin"

Beim Start zu den zwei Schwimmrunden kam es mir so vor, als ob Einige gleich ganz laufen wollten. Die ganze Triathletenhorde lief am Ufer immer weiter in Richtung der ersten Boje. Der ursprüngliche Startbereich am Ufer war schon längst verlassen. Als endlich das Startsignal ertönte und die meisten mit einen Kopfsprung in Wasser los kraulten, erblickte ich rechts von mir noch einige Unverbesserliche, die noch immer am Ufer in Richtung der ersten Boje liefen. Dies hatte zumindest den Vorteil, dass die Klopperei für mich ausblieb. Das Feld zog sich relativ schnell auseinander. Ich hatte mein Platz in der Spitzengruppe gefunden und konnte dort relativ entspannt die zwei Schwimmrunden bewältigen. Der Puls stiegt erst wieder merklich vor dem Ausstieg an. Als Fünfter stieg ich aus dem Wasser und als Vierter
saß ich auf dem Rad. Nun galt es die 6 holprige Radrunden zu bewältigen. Da ich schon eine Weile keine 40 Wettkampfkilometer mehr absolviert hatte, musste ich auch hier sehen wie ich über die Runden komme. Es zeigte sich sehr schnell, dass sich meine Radbeine gut anfühlten.

Herr Mütze - Carsten Neise

Für den großen Kraftakt nach vorn und für eine Spitzenzeit reichte es nicht, aber ich konnte im Vorderfeld gut mitfahren. Dies taten auf Kosten meiner Kräfte auch andere. Ab der dritten Radrunde hatte ich dann einen Schatten, nicht über mir, sondern hinter mir. Wie bereits beim Schwimmen kam für einige Teilnehmer der eigen Vorteil weit vor den Regeln und der Fairness. Die Kampfrichter konnten halt nicht überall sein. Vom Rad runter sortierten sich die Dresdner Spitzen der ersten Startwelle nach mir mit Carsten und Alex M. Entgegen den vergangenen Veranstaltungen im NEZ führte diesmal die Laufstrecke nicht um den See, sondern in den nahe gelegenen Heidebereich. Die höchsten Erhebungen waren zwei Straßenbrücken. Ansonsten ging es über relativ schmale Waldwege, Radwege und Anwohnerstraßen auf die 10 flachen Laufkilometer.

Die Männer auf dem 6.

Wie eine sich selbsterfüllende Prophezeiung bestätigte sich meine Erwartung zum Laufen. Sukzessive wurde ich in den zwei Laufrunden durch das Feld gereicht. Die ersten 5 Kilometer liefen noch relativ gut. Wieder im Wechselgarten angekommen, kamen mir erste Zweifel auf, wie ich die Zweite überstehen sollte. Diese ging dann mit weniger Überholern, darunter Carsten, doch noch halbwegs geschmeidig und ohne größere Schmerzen zu Ende.

Carsten beendete als bester Spitzenkämpfer auf Platz 20 den Wettkampf, gefolgt von mir auf Platz 27. Alexander M. lief als 41. ein und Torsten schob sich in der zweiten Startwelle auf Gesamtplatz 38. In der Mannschaftswertung erreichten wir hinter den Kessen Sachsen, dem OSSV Kamenz, Jena II, TUS Neukölln, und den Fusselschrecken den 6. Platz. Der Fünfte war letztendlich nur 4 Sekunden entfernt, aber wer weiß das schon beim Wettkampf.

Rico

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