RL-Ost: Auftakt in Chosebuz

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Das waren die Frauen:

Die Triathlonsaison eigentlich schon im vollen Gange, starteten wir nun endlich auch in die Ligasaison 2012. Da nun unser Mädelkontingent mehr als gefüllt ist, und nur 5 pro Wettkampf starten dürfen, musste fast schon ausgelost werden, wer denn starten darf. Ich hatte das Glück, obwohl ich dieses Jahr am meisten gehandicapt bin, neben Jana, Anna, Annett und Virginie antreten zu dürfen. Druck verspürte ich dieses Mal nicht so sehr, da ich kein Kandidat für die ersten 3 verwertbaren Ergebnisse war. Ich sah es eher als intensive Einheit mit Wettkampfcharakter;-)

Virginie sucht noch die Radgruppe ...

Nach den üblichen Problemchen mit Autos packen und fehlenden Spanngurten ging’s dann im Eiltempo Richtung Cottbus. Ohne ewig rumzupampern (wie vor zwei Jahren) wurden die Starterunterlagen abgeholt, verteilt und an den richtigen Stellen angebracht. Kurz darauf sahen wir uns an unseren Wechselplätzen wieder, die viel zu eng und falsch nummeriert waren. Zehn Startnummern auf 5 Plätze, das muss mir mal einer vor machen…! Irgendwie haben wir uns dann schon Platz gemacht. Da rief auch schon Jens vom Orga-Team, dass die Bimmelbahn, die uns zum Schwimmstart bringen soll, gleich abfahren würde. Also fix den Wechselplatz eingerichtet und ab ging’s mit dem Neo unter dem Arm zur Bimmelbahn. Leider heute ohne Überdachung, was uns jetzt schon kochen ließ! Nach 5-minütiger Fahrt und etwas Fußweg, erreichten wir, mit sehr viel Wartezeit, den Schwimmstart. Wir warteten die Männer und die Masters ab und kletterten in das ersehnte kühle Nass, ich war schon kurz vorm kollabieren. Nach etwas Einschwimmen wurden wir aufgefordert an den Schwimmstart zu schwimmen, der sich gefühlte 300 m weiter stromab befand. Meine Arme waren hier schon mächtig müde, entweder vom Mounti fahren letztes WE oder von der Arbeiterei oder von beidem. Als dann mal ein Mädel fragte, wie lange wir denn noch Zeit bis zum Start hatten, ging’s auch schon los. Ich hatte wie immer zu dem Zeitpunkt einen bescheidenen Platz, das war nun aber nicht mehr zu ändern.

Annett trumpft beim Lauf groß auf!

Also schwamm ich den schnellen Mädels hinterher und hoffte, dass ich nicht zu viel Zeit verlor. Nach jeder Kurve hoffte ich, den Ausstieg endlich zu erblicken, aber das dauerte, da die Strömung dieses Jahr nicht soo doll war. Die komplette Schwimmstrecke behakelte ich mich mit einer, die den kürzesten Weg suchte, anstatt in der Mitte zu schwimmen, wo man am schnellsten ist, das hat das Schwimmen auch nicht gerade angenehmer gemacht. Als ich endlich die Wechselzone erreichte, und auch sturzfrei zu meinem Zeitfahrradl kam, war es schon ganz schön licht geworden. Kein Wunder, die ersten waren schon 2 Minuten unterwegs. Darunter unsere „Kleine“ (Anna) als 2., Jana folgte als 9., Annette als 12., Virginie als 16. und ich kam dann auch als 22. Auf die Radstrecke freute ich mich richtig, weil sie schön flach ist und ich meine Radstärke umso mehr ausspielen konnte. Leider hatte ich da falsch gedacht. Denn die Startzeiten der Männer, Masters und Frauen wurden so „clever“ gelegt, dass alle zugleich auf der Radstrecke sind. Wer sich so etwas einfallen lässt, gehört  bestraft! Das ist nicht nur komplett wettbewerbsverzerrend, sondern so was von megagefährlich! Eigentlich unvorstellbar, dass 220 Ligasportler auf einer 5 km-Wendestrecke ein Radfahren absolvieren, welches mit Windschattenfahrverbot ausgetragen wird. Bei dieser immensen Leistungsdichte einfach unmöglich, aber es kam einem so vor als hätte sich darüber vom Orga-Team, oder wer auch immer sich die Startzeiten ausgedacht hat, keinen Gedanken an den Sinn daran verschenkt hat.
Das erlebt man leider immer öfter, und das, obwohl die Ligen ja nicht erst seit heute so stark sind! Dass da nichts passiert ist, ist einzig und allein dem Triathlongott zu verdanken. Es gab bei dem im Pulk fahren mehr als genug gefährliche Situationen! Da einem ja fast nichts anderes übrig blieb als mitzurollen, tat ich dies in einer Gruppe gemeinsam mit Poul und Toralf, und ärgerte mich, dass ich nun doch nichts entscheidend aufholen konnte. Schließlich waren alle im Sog der Gruppen gefangen, es sei denn man bremste sich über den Radsplit…

Souveräne Mädels

Mit drei Mädels zusammen verließ ich die Radstrecke. Anna und Jana waren in einer schnelleren Radgruppe unterwegs und zu dem Zeitpunkt schon 2 Minuten auf der Laufstrecke. Annett und Virginie wollten bzw. konnten den Radgruppen nicht folgen und so kamen sie über eine Minute hinter mir zum 2. Wechsel. Jana lief wie gewohnt nach ganz vorne und sicherte sich den ersten Platz. Anna hatte durch die Hitze arge Probleme und kam mit Kreuzblick als 3. ins Ziel und wurde gleich von zwei Helfern in den Schatten gezerrt und mit Wasser versorgt. Annett lief die zweite Laufzeit und steigerte sich so noch auf den 7. Platz und sicherte damit den Tagessieg für unser Team. Virginie machte die Hitze auch nichts aus und kam noch unter die ersten 10. Und ich? Ich werde mit der Laufstrecke in Cottbus nicht grün. Obwohl eigentlich nicht möglich, liefen drei weitere Frauen und ich eine Extraschleife von ca. 300 m, weil in dem Moment, als wir zu einer Abzweigung kamen, keiner stand. Dadurch wurde die erste Runde so lang, dass ich unsicher war, ob wirtatsächlich noch eine laufen mussten. Die Zweite verging dann fast wie im Fluge und ich kam als 14. und mit gefühlten 45°C Körpertemperatur ins Ziel.
Unser Team gewann mit klarem Vorsprung vor A3K Berlin und dem Zeppelin Team OSC Potsdam. Damit haben wir deutlich gezeigt, was unser Ziel für diese Saison ist! Unser grandioser Ligawart Norbert Hennig, verkündete stolz und wollte sich dafür am liebsten noch feiern lassen, dass das Windschattenfahrverbot im Nachhinein noch aufgehoben wurde. Da fehlen mir jetzt echt die Worte! Ich kann nur immer wieder betonen, dass die Liga ein Wart braucht, der mehr Verstand hat. Was er sich immereinfallen lässt, tut der Liga einfach nicht gut und ist alles andere als fair!!!

Jana und Anna im Einzel ganz oben

Es kann nur besser werden, ansonsten wird die Liga immer mehr zur Lotterie und es ist kein wirklicher Vergleich möglich. Es gibt genug Möglichkeiten, es fairer zu gestalten, man muss nur wollen!

Sportliche Grüßlies von der laufbehinderten Susi 😉

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