1.Ländervergleich im Nachwuchs 2012
Mit dem 1. Start für die Jugend A um 9.00Uhr war dann also die Wettkampfsaison für den deutschen Nachwuchs eröffnet, mit besonderem Augenmerk auf die Sachsen und die Dresdner, die mit 8 Sportlern insgesamt am Start in Halle waren. Anton Clauß sollte nun zeigen, wie man über den Winter gekommen ist. Beim Viviman in Berlin gab es noch Ecken und Kanten und die Gerneralprobe im letzten Training verhieß nichts Gutes, aber eine schlechte Generalprobe …
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Nur richten die Gesetzmäßigkeiten sich leider nicht immer an Regeln und es kam wie es kommen musste: Kurz vor dem Start fehlte der Transponder! Papa Clauß raste zum Auto und in Rekordzeit wieder zurück (für die Mittelstrecke wäre das die Olympianorm!)- der Start dann mit Hektik – ohne „Einschwimmen“ und Sortieren an der Startleine. Aufgrund der kalten „Brühe“ und ca. 150m längere Strecke, brauchte er 3:30 mehr als die Spitze. Das war nicht mehr aufzuholen, zumal seine hektischen Wechseltechniken den Abstand noch vergrößerten. Als Letzter aufs Rad wollte er Stärke zeigen, fuhr auf die Radgruppe auf (33sec. gut gemacht!), musste aber erkennen, dass ein Alleingang nicht machbar war und radelte dann die letzten 3 Runden mit, ohne Zeitgewinn. Über den 2. Wechsel wollen wir nicht reden. Wenigstens beim Laufen holte er sich noch 2 Jungen und wurde mit einer akzeptablen Laufleistung (17:75) 52. seiner AK (ges. 1:04:08).
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2.Start: Die Mädels der JugA mussten ran → Horror für Anna Lamm! Muss denn ausgerechnet die Schwimmstrecke soooo lang sein? Warum nicht die zusätzlichen Meter an die Laufstrecke tackern? Als 33. aus dem Wasser, guter Wechsel, ab zur Aufholjagd. Schnell war die Gruppe vor ihr eingeholt- weiter zur nächsten, leider ohne Unterstützung beim Führen, aber immerhin 8 Plätze vorgeradelt. Wieder ein 2. schneller Wechsel und jetzt kam Annas Lieblingsdisziplin. Die Abstände waren durch die Radgruppen ziemlich groß, aber mit der 4.besten Laufzeit aller Mädels ihrer AK überholte sie nochmals 9 Mädels, darunter auch Juniorinnen, und belegte den 16. Rang in der wJugA (ges. 1:03:58).
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Weniger gut erging es Larissa Schulte (wJun), die noch als 7.Schwimmerin (3. ihrer AK) aus dem Wasser stieg, aber dann aus der 1. Radgruppe bis in die 3. Radgruppe zurück fiel. Im abschließendem Lauf joggte sie nur noch ins Ziel und wurde Letzte (1:14:42). Da kam wohl der Albtraum aus dem Vorjahr wieder hoch, wo sie völlig dehydriert aus dem Rennen genommen werden musste.
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4 Junioren, die Anschlusskader der „Großen“, stellte Sachsen zum Ländervergleich. Leider rangierten alle 4 sich im letzten Drittel ein. Mit Platz 18 (Jan Baumgärtel-SC Riesa – 57:58), Platz 19 von Daniel Burckhardt (59:52), Fabio Steyer (SV Elbland-Cosswig – 59:48 – 23.) und Christoph Richter (SC Riesa – 1:00:56 – 25.) bei 6 Disqualifikationen war das 25er Feld sehr überschaubar, aber ein neues Talent für die U23 ist nicht dabei gewesen. Sieger wurde hier Niclas Bez (Potsdam – 52:59).
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Unser Rudi musste als schnellster Schwimmer in der Schwimmhalle dagegen erkennen, dass im Haifischbecken eine andere Hackordnung gilt: Als 65.(!) aus dem Wasser mit einem völlig verhauenen 1.Wechsel konnte er nur hinterher fahren und laufen. Sein 59. Platz in 32:45 (1. Platz: Peer Sönksen-MeckPom- 27:40) sind Welten von seinem eigentlichem Leistungsvermögen entfernt und eine Enttäuschung mehr in dieser Altersklasse. Pascal Ellmann (SC DHfK Leipzig – 29:51) wurde 28. und Jonas Held (SC Chemnitz – 30:08) belegte Platz 38.
Fazit:
→ Wenn man sich zu hohe Ziele setzt, ist der Kopf nicht frei! Kleine Erfolgserlebnisse würzen wieder die Wettkampflust. So schlecht ist man nicht!
→ Ein Deutscher Meistertitel ist nicht unbedingt eine Verpflichtung, sollte aber kein Schwäche-Killer sein!
→ Manchmal muss man ein Masochist sein, um seine Grenzen zu erkennen!
→ Laufen hält jung und verbessert das Selbstwertgefühl – alt wird man später!
→ Wer laut tönt, muss aber auch mit Niederlagen umgehen können! Aufgeben ist leichter.
→ Durch Selbsttraining alles besser können verhindert kein „auf-die-Nase-fallen“! Und das Anführen einer schlechten Radgruppe macht sie eben nicht schneller!
→ Wer nicht mal seine eigene Platzierung und die seines Teams kennt oder wissen will, ist mit dem Herzen gar nicht dabei!
→ Es ist ein Gesetz: Stärken pflegen – Schwächen trainieren! Schwimmen ist schön- der Rest tut manchmal auch weh!
Keine Ausflüchte, keine Ausreden mehr!
Es sind noch 8 Wochen bis zum Saisonhöhepunkt 14. Juli DM in Grimma!
Den Hipe von der Duathlon-DM wieder aufnehmen und noch einen drauf geben!
Ausruhen auf Lorbeeren?
Gehen wir es an!
In Kampfesstimmung: Conny König und Tilo Samper



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