Ein Intervalltraining der etwas anderen Art – 24-Stunden-MTB-Rennen im Münchner Olympiastadion

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weiterlesen Im Winter hatten wir (Axel Hallbauer, Alex Biele & Micha T.) die Idee etwas gemeinsam zu unternehmen: Mit dem Rad über die Alpen … das wäre doch was. Da wir aber alle recht wenig Zeit haben und man für diese Sache doch etwas länger benötigt, mussten wir uns eine Alternative suchen. Nun ja – die Wahl fiel auf das 24-h-MTB-Rennen im Münchner Olympiastadion. Keiner von uns kann 24h alleine radeln … also haben wir uns mal vorsichtig als 4er Team angemeldet.  (…)

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Da man im Fall dann auch tatsächlich 4 verrückte Athleten benötigt und wir erst drei waren, musste noch ein geeigneter Fahrer her. Andre Zais war unser Wunschkandidat Nummer 1 – mit der Aussicht auf ein lustiges WE, fiel ihm die Zusage doch recht leicht. Jetzt mussten wir nur noch entsprechend trainieren, damit wir nicht die letzten werden.

Der Tag X war gekommen – am Samstag den 04.06.2011 12Uhr startet das Rennen. Ganze 5 Tage vorm Rennen holte ich mal mein MTB aus dem Keller und pumpte die Luft auf. Super Vorbereitung … aber mehr muss man nicht machen. Die MTBiker kochen auch nur mit Wasser 😉 Also auf ins Rennen :o)

Die Vier Musketiere beim Start!

Unsere Taktik – jede Runde wird gewechselt, es sind immer zwei Fahrer von uns aktiv … die anderen beiden Ruhen sich aus. Eine Runde war 11km lang, d.h. man was nach ca. 24min wieder im Wechselgarten um den Staffelstab zu überreichen. Die Zeitnahme war wie bei den Profis per Transponder am Rad – man konnte im Internet alle Rundenzeit live anschauen und man wusste sofort, wie es um die Mannschaft steht. Die Wechselzone war direkt im Olympiastadion. Hier musste jeweils eine Runde absolviert werden und dann ging es raus ins Gelände … vorbei an der BMW-Welt, der Olympia-Schwimmhalle, quer durch die Parkanlage und hoch auf den Olympiaberg, wo noch im Winter ein Ski-World-Cup der FIS ausgetragen wurde. Die Runde war technisch nicht wirklich anspruchsvoll, doch es ging immer mal hoch und runter. Zudem waren viel Spitzkehren eingebaut, so dass man immer wieder den Speed verlor und wieder voll in die Pedale treten musste, damit es vorwärts geht.

München Bei Nacht.

Anfangs sortierten wir uns auf Platz 15 ein. Wir waren überrascht, dass wir doch so weit vorn lagen. Die Taktik der anderen Mannschaften in unserem Bereich war etwas aggressiver – es wechselten alle 4 Fahrer durch und niemand ruht sich so richtig aus. Ob das gut geht … ? Insgesamt sind wir sehr zufrieden bis in die Nacht gekommen. Die Nacht teilten wir in zwei 4.5 h-Schichten ein: Alex und Axel begannen mit der ersten Schicht so konnte ich mich mit Andre etwas aufs Ohr legen und Augenpflege betreiben. Gegen 1:30Uhr wurde gewechselt … auf meiner ersten Nachtrunde war ich erstaunt, dass man auch nachts nicht wirklich langsamer wird und trotz Lampe immer noch ganz gut fahren kann. Gut … die Lampen von heute sind ja keine Lampen mehr sondern eher Hochleistungsscheinwerfer. Runde um Runde wurde gefahren … kurz nach 5 Uhr wurde es ziemlich schnell hell und es war Zeit mal wieder auf den Gesamtstand zu schauen … hoppla … Platz 10. Was war denn da passiert? Unsere Taktik hatte sich wie scheint doch ausgezahlt und man konnte sehen, dass die anderen Team immer langsamer wurden. 6 Uhr wurden wir dann wieder von Axel und Alex abgelöst und die beiden machen sich daran unsere Platzierung zu verteidigen. Die Lücke zu Platz 11. wurde immer grösser (am Ende war es eine ganze Runde) und nach vorn waren es gute 7min à also Platz sichern und happy sein. Sonntag 12 Uhr … das Rennen vorüber.

München bei Nacht - Teil 2

Am Ende: Mit Platz 10 und den Top 10. Wer hätte das gedacht. Jetzt bitte einmal Schlaf tanken …

Micha gibt alles - und schaut noch gut dabei aus
Zusammenfassung:

Ich könnte jetzt hier noch die Rundenzeit auslisten, aber das wäre zu viel des Guten. Insgesamt sind wir als Team sehr gleichmässig unterwegs gewesen. Der Alex ist die Runden am gleichmässigsten abgefahren, der Axel hat danke niedrigem Blutzuckerspiegel mal die langsamste Runde, ich bin die schnellste Runde gefahren und Andre ist mit 16 Runden am weitesten gefahren (Axel = 13R., Alex = 14R., Micha = 14.5 R.).

Micha die Maschine fährt immer noch ...
Insgesamt waren es ca. 630km in knapp 23:40h.

Kann man das empfehlen … ja eigentlich schon. Wer Spass am MTBiken hat, kann so was schon mal machen. Der Standort für ein solches Rennen ist auch nicht schlecht und die Organisation war auch gut. Wir mussten nie Hungern. Ich habe gefühlte 50 Liter Iso getrunken und 2kg Nudeln gefuttert.

Micha gibt immer noch alles - aber das Lächeln ist gewichen :-)

Wer mehr wissen will … 3 von uns sind nächste Woche in Moritzburg am Start 😉

Am Ende: Mit Platz 10 und den Top 10 J Wer hätte das gedacht. Jetzt bitte einmal Schlaf tanken …

Sport frei, Micha Trepte

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