Vom 15.-21. April waren wir zwei vom TV auf Mallorca. Für etwas weniger Strand und etwas mehr Sport sorgte Trainer Jörg: Sogleich nach der Ankunft in Can Picafort (da wir die Gunst der Stunde bzw. die Nacht für den Flug nutzen konnten, waren wir bereits 10 Uhr für die erste Einheit startklar) sprangen wir mit unseren Neos unter duftenden Pinienhainen ins „kühle“ Nass und … mussten feststellen, dass das Außenschwimmbecken fast Badewannentemperatur hatte. Super! Wohlig warm kletterten wir 3km später aus dem Wasser. Bevor wir uns jedoch auf die Räder schwingen konnten, setzten wir noch unsere Radeinzelteile aus dem Koffer irgendwie wieder in der richtigen Konstellation zusammen. Das war, wie sich herausstellen sollte, gar nicht so einfach. Hinzu kam, dass man auf die verzweifelte Frage „Schatz, kannst du dieses Dingsda hier mal bitte anschrauben?“ diesmal keine Antwort erhielt 😉 Nach gefühlten 2h basteln konnten wir nun endlich starten. Die Tour führte uns bei Sonnenschein entlang an verlockenden Orangen- sowie Zitronenplantagen in Richtung Campagnet – eine flache Etappe, wo wir uns vor dem Hintergrund der nächsten Einheiten noch ein wenig schonen konnten.
Dass wir auf der „Insel der Deutschen“ nicht die einzigen Radsportler waren, erkannten wir recht schnell: Bikeshops, wohin das Auge reicht sowie mehr Rennräder als Autos auf mallorcinischen Straßen. Unser Hotel, das BlueBay Resort und Triathlonstützpunkt Nr.1, beherbergte zudem noch mehrere z.T. auch international organisierte Camps, zu dessen Athleten wir rasch Kontakt fanden. So lud uns z.B. Heidi Jesberger, Triathlonprofi auf der Ironman-Distanz, zum Küstenklassiker ein. Die Tour führte uns von Port d` Andratx über Valdemossa, entlang der welligen Steilküste hinauf zum Coll de Puig Major und vorbei am Kloster Lluc nach Can Picafort. Nach 2.300 Höhenmetern, 140km Gesamtstrecke, atemberaubender Aussichten auf die Nordwestküste Mallorcas, nicht enden wollender Anstiege sowie rasanten Abfahrten hatten wir uns den Cocktail am Abend mehr als verdient.
Lediglich am Abreisetag zog der Himmel leider etwas zu. Nichtsdestotrotz absolvierten wir auch hier ein (sogar in den Augen der Ironman-Camper, die sich lediglich der Regeneration widmeten) Mammutprogramm bis zur letzten Minute. So sahen wir während des Ausdauerlaufs die leckeren Erdbeeren und das Angebot an frischen Törtchen und Eis entlang der Strandpromenade nur im Augenwinkel vorbeihuschen. Schließlich blieben noch gut 1,5h zum Rad- bzw. Koffer packen bis wir von einem Minibusfahrer vom Hotel abgeholt wurden – der allerdings beim Anblick unserer XXL-Baggages nur den Kopf schüttelte und Verstärkung orderte. So konnten wir in ungestörter Zweisamkeit eine Fahrt im 60-Platz-Megaliner bis zum Flughafen genießen und entspannen.
Im Hinblick auf den verdienten Regenerationstag freuten wir uns bereits auf den nächsten Trainingsblock bei sonnigen 28 Grad am Osterwochenende in Dresden.
By the way: der perfekte Start in die neue Saison nach 740 Rad-, 45 Lauf- und 14 Schwimmkilometern (sowie zahlreichen Komplimenten und staunender Blicke über unseren eisernen Trainingswillen) kann kommen!
Ganz liebe Grüße, Virginie and Jule
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