Dresden Marathon
Erlebnisbericht Marathon:
Als die erste Mitteilung auf unserer Homepage über den Dresden Marathon die Runde machte, war ich eine der ersten, die sich über die komplette Distanz anmeldete. Schließlich war der Termin noch einige Monate hin und bis dahin war noch viel Zeit zum Trainieren…und sich mental drauf Einstellen. Meine Vorbereitungen liefen nicht wirklich optimal, im vorletzten und härtesten Trainingsblock wurde ich krank und fiel 1,5 Wochen aus. Mein Körper weigert sich halt noch immer zu laufen! Den letzten Block konnte ich fast ganz durchziehen, so dass ich suboptimal vorbereitet den Marathon antreten konnte…
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Am Morgen des 24. Oktober war die Welt noch in Ordnung. Von Aufregung war noch nichts groß zu spüren, was daran lag, dass noch eine kurze Radeinheit zu bewältigen war. Wie es kommen musste, hatte Torsten einen Platten und natürlich ausgerechnet heute mal kein Flickzeug dabei. Also schrumpfte unser Zeitpuffer bis zum Start ein ganzes Stück zusammen. Unter der Dusche kam dann die Aufregung und ich kämpfte mal wieder mit dem Brechreiz. Diesen Kampf hatte ich schon oft verloren, aber dieses Mal war ich der Sieger. Also Sachen packen, Wettkampfkleidung an und ab zum Kongresszentrum.
Nachdem sich alle „Viel Spaß“ gewünscht hatten, pilgerten wir zum Start und kurz darauf ging’s auch schon los. Nach jedem Kilometer kam der Blick auf die Uhr, was ich aber nach 7 km nicht mehr tat, weil ich mich nicht schneller traute und mein jetziges Tempo halten wollte. An jeder der Verpflegungsstellen nahm ich ein Gel und Wasser bzw. Isogetränk zu mir, so dass ich nicht Gefahr lief wegen Energiemangel zu scheitern. Dies kostete natürlich jede Menge Zeit, die ich bei der Berechnung meiner Zielzeit nicht so sehr bedacht hatte. Zwischendurch gab es zusätzlich noch 3 Erfrischungsstellen, bei denen ich auch noch Getränke zu mir nahm. Bei Kilometer 19 bekam ich dann Seitenstechen, sehr wahrscheinlich vom Gegenwind, das mich etwas ausbremste und auch mal zu Gehpausen zwang. Dennoch versuchte ich nicht gar so viel Zeit dadurch zu verlieren, was mir einigermaßen gelang. Allerdings waren meine Füße da schon mächtig matsch und meine Beine wollten auch nicht mehr so recht. Es muss teilweise schon sehr stocksteif ausgesehen haben, wie ich da so gelaufen bin. Als ich bei Kilometer 32 die Verpflegungsstation, welche vom TV betreut wurde, erreichte und Jörg mir sagte, dass Torsten und auch die anderen nun im Ziel sind, war das alles andere als motivierend! Ich meine, ich wusste ja, dass sie die Zeit schaffen wollten, aber das hätte ich dann später, im Ziel, auch noch erfahren.
Das hat mich dann mental echt rausgebracht. Ab da bin ich dann nur noch gejoggt. Mein Kopf wollte nicht mehr. Dann nahm ich die Schmerzen noch mehr wahr. Jeder Krümel, jede Unebenheit spürte man an den Füßen. Konditionell war alles in Ordnung, da ging noch was…aber wenn der Kopf schon ausgeschaltet ist, dann nützt einem das recht wenig! Durch den kurzen Plausch war zwar endlich mein Seitenstechen weg (ja, ich hatte es noch immer), aber das hat es auch nicht besser gemacht. Kurz nach Kilometer 36 traf ich Anne und Sebi, die mich noch kurz mit dem Rad begleiteten und mir noch mal Mut für die letzten paar Kilometer zusprachen, aber mein Kopf war schon im Ziel und hatte zu kämpfen, dieses auch wirklich mit dem Körper zu erreichen. Ein, zwei Kilometer später, als ich nochmal „Gas“ geben wollte, platzte eine große Blase unter meinem rechten Fuß, was nicht gerade gut getan hat…und lief dann doch erst mal meinen Stiefel weiter. Als dann tatsächlich nur noch 1195 m zu Laufen waren, kratzte ich noch mal meine letzten Krümel an Motivation zusammen und gab noch mal alles…Viel war es nicht, aber ich konnte noch einige überholen. Da war dann nun das Ziel zu sehen, es kam näher, und zack es war geschafft! So richtig freuen konnte ich mich irgendwie nicht, ich hatte ja schon so lange abgeschaltet und die Schmerzen übertrafen einfach alle Eindrücke. Meine Zeit war dann 3:50:33 Stunden. 3:45 Stunden hatte ich mir vorgenommen. Ich denke, das ist für meinen ersten Marathon absolut in Ordnung, schließlich bin ich keine Läuferin 😉 Und es geht noch mehr!
Den Dresdner Marathon kann man auf jeden Fall weiterempfehlen. Durch das geniale Wetter waren sehr viele Zuschauer gekommen, die einen beklatschten, welches wirklich motiviert! Trommler- und Musikgruppen waren auch einige an der Strecke. Und die Strecke durch Dresden ist ja eh der Wahnsinn! Einfach schön! Das Laufen nimmt einem zwar keiner ab, aber so wird’s erträglicher.
Sportliche Grüßlies,
Susi Pawel
|
Platz |
Pl.AK |
Name |
AK |
Brutto |
Netto |
|
17 |
7 |
Neise, Carsten (GER) |
MH |
02:44:24 |
02:44:22 |
|
20 |
6 |
Pawel, Torsten (GER) |
M30 |
02:46:23 |
02:46:19 |
|
27 |
4 |
Große, Holm (GER) |
M45 |
02:49:35 |
02:49:32 |
|
29 |
10 |
Wieltsch, Dirk (GER) |
MH |
02:49:53 |
02:49:51 |
|
41 |
15 |
Enders, Michael (GER) |
MH |
02:52:54 |
02:52:51 |
|
61 |
22 |
Haft, Marcel (GER) |
MH |
02:58:38 |
02:58:36 |
|
68 |
23 |
Kummer, Alexander (GER) |
MH |
02:59:09 |
02:59:01 |
|
176 |
44 |
Kodaneck, Till (GER) |
MH |
03:17:54 |
03:17:14 |
|
262 |
29 |
Theile, Andreas (GER) |
M30 |
03:26:00 |
03:25:40 |
|
472 |
87 |
Eilert, Timo (GER) |
MH |
03:41:25 |
03:40:43 |
|
41 |
12 |
Pawel, Susi (GER) |
WH |
03:51:14 |
03:50:33 |
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