Challenge Roth 2010 mit Micha und Tobi

Roth
Roth

Am späten Freitagnachmittag bin ich in Roth angekommen. Zuerst stand die Suche nach der Pension auf dem Plan, die war schnell gefunden und das Lager für die nächsten 3 Tage war bezogen. Weiter ging es zur Startunterlagenausgabe auf dem Festgelände in Roth, fast eine 1 Stunde warten, das hat hungrig gemacht. Also gleich weiter zur Nudelparty um nochmal ordentlich Kohlenhydrate zu futtern…lecker war’s. Am Abend habe ich dann noch Martin, Karo und Dirk auf dem Campingplatz besucht und den Abend ausklingen lassen. Samstag, langsam wird’s ernst. Heute standen noch mal zwei kurze Einheiten auf dem Plan um den Körper in Schwung zu bringen. Um den restlichen Tag noch etwas Ruhe zu haben, habe ich das auch gleich am Morgen erledigt. Am Nachmittag ging es dann zum Bike-Checkin. Das ganze ging relativ flott und ohne Probleme. Jetzt noch etwas Atmosphäre vom Schwimmstart mit nehmen und ab in die Pension zum Ausruhen. Gegen 17 Uhr ging es schon wieder weiter zum Campingplatz um Tobi und Co. zu treffen. Da Tobi ja auch noch zum Checkin musste, waren alle zusammen nochmal auf dem Weg zum Schwimmstart. Dort angekommen konnten wir auch mal ein paar Blicke auf die Profis erhaschen. Am Abend ging es dann in geselliger Runde zum Grillen auf den Campingplatz, um die Energiespeicher nochmals zu füllen. Doch lange hielt das „Sitzfleisch“ an diesem Abend nicht, denn etwas Schlaf wollte ich ja auch noch haben.
Sonntag, 3:40 Uhr der Wecker klingelt. Aufstehen und Frühstücken, wenn man es Frühstück nennen konnte. Denn 2 Riegel, 1 Banane, 1 Brötchen und 1 Flasche Isogetränk sind nicht wirklich sehr lecker…aber wenn’s hilft. Nochmal alles durchschauen und die letzten Minuten in Ruhe genießen bevor es los geht. Gegen 5:15 Uhr machte ich mich auf zu meinem „längsten Tag des Jahres“. Am Schwimmstart angekommen, versucht ich noch Tobi und Co. zu sichten, jedoch ohne Erfolg. Nun also die letzten Vorbereitungen am Wechselplatz treffen und auf zur 1. Disziplin. 6:45 Uhr der Start für mich und alle anderen meiner Startwelle. Ohne Schläge und Tritte gestaltete sich das Schwimmen recht angenehm, vielleicht auch dem geschuldet, dass ich im vorderen Feld meiner Startwelle mitschwimmen konnte. Noch vor der ersten Wende waren wir auf Starter der vorherigen Wellen aufgeschwommen. So konnte ich beim Schwimmen schon erste Plätze gut machen. Nach exakt 1 Stunde und 12 Sekunden hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen. Jetzt schnell Wechseln und ab auf die Radstrecke. Auch hier konnte ich relativ schnell andere Starter hinter mir lassen. Das fahren in Gruppen hielt sich in Grenzen, so war auch keine Verwarnung oder ähnliches zu erwarten. Die Radstrecke selbst ist mit verschiedenen Anstiegen gespickt aber sonst ganz angenehm. An den bekannten Stimmungsnestern Solarer Berg, Biermeile in Eckersmühlen und die Einfahrt zur zweiten Radrunde setzen die vielen Zuschauer nochmal Kräfte frei, besonders wenn man bekannte Gesichter wie Martin, Karo, Dirk, Carsten und Curt sieht…da kann man auch mal lachen : ). Nach 5 Stunden im Sattel und unzähligen Gels ( genau gesagt 10 Stück und 2 Flaschen Isogetränken ) bin ich in die zweite Wechselzone eingerollt. Jetzt hieß es schnell den Beutel packen und ab auf die Laufstrecke. Doch bei der Beutelübergabe gab es an diesem Tag wohl schon öfter Probleme, so bekam ich meinen Beutel erst nach kurzer Suchzeit. Noch schnell „Wasser weg bringen“ und los geht’s! Auf der Laufstrecke konnte ich von Anfang an ohne Probleme mein Tempo gehen. Zur Unterstützung waren bereits meine Eltern sowie Martin und Co. an der Strecke. Diese sollten zum Ende hin noch sehr wichtig werden. Die ersten 30 Kilometer gingen auch ohne Probleme, doch je näher man dem Ziel kam, desto mehr machten sich die Muskeln bemerkbar. Umso wichtiger war es, dass man durch Zuschauer und bekannte Gesichter immer wieder gepusht wurde. Zusätzlich zur seelischen Unterstützung gönnte ich mir an jeder Verpflegungsstelle eine Menge Schwämme zum Kühlen…man hätte denken können ich sei gerade aus dem Wasser gestiegen. Die letzten Kilometer waren wohl die schwersten aber wohl auch die schönsten. Zwar sagt jeder Muskel „stopp“ aber die unglaubliche Stimmung in der Stadt, wo nun die neue Laufstrecke verläuft, lassen alle Schmerzen vergessen und tragen einen förmlich ins Ziel. Pünktlich um 16:15 Uhr bzw. nach 9:29:20 Stunden erreichte ich das Ziel, geschafft und voller Freude!!! Froh ohne Probleme und Pannen durchs Rennen gekommen zu sein, musste ich erst mal meine Kräfte sammeln. Weiter ging es ins Zelt zu Endverpflegung und zur Massage. Wieder halbwegs hergestellt, traf ich draußen endlich meine Eltern und meine Schwester die genau so Glücklich waren wie ich. Kurze Zeit später kamen auch Martin, Dirk, Karo und Curt. Der Rest wartete noch auf Tobi. Am Abend war ich dann noch mit meinen Eltern essen, den Tag schön ausklingen lassen.
Montag, noch mal etwas von der Siegerehrung und der Atmosphäre aufsaugen. Die Ergebnislisten hingen auch schon, 87. Gesamtplatz/ 10. Der AK 25 und 8. Platz DM AK25. Super damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, unter die ersten 100 zu laufen. Alles in allem war es ein tolles Wochenende und ein super Wettkampf!
Einen Dank an dieser Stelle bei Jörg für die Trainingspläne, bei denen, die sich bei der einen oder anderen Einheit mit mir gequält haben, bei meinen Eltern und natürlich auch bei den tollen „Supportern“ ( Martin, Karo, Dirk, Carsten und Curt ) am Wettkampfwochenende. Falls ich jemanden vergessen habe, sorry! Bis zum nächsten mal!
Micha

Sportliche Grüße
Micha
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert