Triathlonverein Dresden e.V.

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TWE Malter 2014 - Zur Zeit beisst der Zander

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Samstag

Bereits am Frühstückstisch kam es zum Wettstreit der Gladiatoren, beim dem es galt, die beste hausgemachte Marmelade zu küren. In den Ring traten dabei mit ihren Kreationen Silvio & Sophia (Erdbeere), Martin & Karo (Kirsch) und Goldi & Grahlo (auch Erdbeere). Trotz früher „Kernwarnung“ durch Martin kam es zu keinen nennenswerten Gebissschäden. Auch die zu Tisch getragenen Semmeln wurden vom Dorfbäcker noch mit richtigem Mehl gebacken, so dass sogar Martins Mutter gesagt hätte: „Das schmeckt wie früher…!“. Das jedoch nur ein kleines Nutella Glas den Tisch verzierte, konnte Marvin so gar nicht verstehen und griff vorsichtshalber beherzt zu: Was ich esse schadet meinen Sportfreunden nicht.

Gewöhnungsbedürftig war für einige der Knoblauchkonsum, welcher bereits zum Frühstück in Form von kontaminierter Butter (Ursache: nahe Lagerung der Butter neben den Knoblauchzehen im Kühlschrank!) zelebriert wurde, aber die „entzündungshemmende“ Wirkung akzeptierten schließlich alle.

Als Zaisi nach dem Frühstück zu uns stieß, war die Radgruppe komplett und wir brachen uns unter Grahlos Führung Bahn Richtung Altenberg. Inklusive waren, wie im Reiseprospekt beschrieben, eine atemberaubend schöne Landschaft. Selbst Landmuffel und Asphaltanbeter befanden, dass der malerisch anmutende Landstrich im Pöbeltal einen weiteren Besuch in naher Zukunft wert sei. Dem Trainingsplan folgend absolvierten wir außerdem 10 mal 3 Minuten Tempofahrt. So verging die Zeit hinauf ins Erzgebirge kurzweilig und oben angekommen, genossen wir den Ausblick und die Darbietungen der Gruppenfotografen. Kurz vor Schluss teilte sich das Peloton ungewollt, aber wir fanden alle mittags pünktlich zur Unterkunft zurück.

Nach einem kleinen Snack wasserten wir und schwammen wie eine Delfinschule eine Stunde locker in der Malter. Neben Gummi-Eisberg-Erklimmen und Wasserschatten-Schwimmen übten wir uns noch in der Kunst des Neopren-Entkleidens.

Doch die wohl wichtigste Einheit für Muskulatur, Stoffwechsel und den Kopf stand am Nachmittag auf dem Plan: 3*(R: 15km GA1 + L: 4km GA1/2) hatte uns Trainer Jörg B. aufs Brot geschmiert.

Achtung, lieber Leser, es folgt ein willkürlicher Wechsel in den Präsenz. Wir sind hier die Autoren und machen, was unserem künstlerischem Geist gefällt.
Die Radrunde beträgt kuppierte 18km - wir sichern schließlich stabil ab. Das erste Intervall plätschert so vor sich hin, Max darf die gesamte Runde in der Führung fahren und beim Laufen versucht jeder seinen Rhythmus zu finden. Beim ersten Berg des zweiten Intervalls zieht Max am Berg an der Führungsreihe vorbei. Ich versuche ihn zu bremsen und gebe ihm einen Aufgabe: "Max, wenn Tina 5 Meter Abstand im Berg hast, schiebst du sie wieder ran."

Darauf hin verschwindet Max nach hinten. Gut!, denke ich. Häh?!?, denke ich im nächsten Moment als ein Tandem aus Tina und Max links an der Gruppe vorbeifährt, besser gesagt, vorbeifliegt. Auf der restlichen Runde sehen wir beide nur noch als kleinen und lockigen Punkt am Horizont. "Handauflegen!" ist Max' Erklärung für Max Tinas plötzliche Leistungsexplosion. Damit muss sich doch eigentlich Geld verdienen lassen! Der Rest flutscht ganz gut und nach gut 3 Stunden sind wir alle herrlich hinüber.

Die sofort eingeleitete Regenerations-Maßnahme in Form von Nacktrutschen erfrischt die müden Muskeln. Dabei ignorieren wir Grahlos Warnung, dass der Zander zur Zeit beißt - bevorzugt nach kleinen, zappelnden Fischen. Manch einer geht das Riskio bzw. den Nervenkitzel sicherlich auch sehr bewusst ein. Das nudistische Vergnügen kulminiert im Ritt auf der Riesen-Banane, auch hier flutscht es ganz gut.

Zum Glück hat der Zander nicht gebissen ...

Während unserer Kindereien hat Karo bereits den Grill angeheizt. So belohnen wir die leergebrannten Körper anschließend mit viel Protein und Fett vom Rost. Leider schüttet es gerade jetzt kübelweise. Daher sitzen wir im Speisesaal unserer Unterkunft statt den schönen Blick auf den See (wiss. korrekt “Talsperre”) zu genießen. Aber spätestens als sich zum Schmausen noch Familie Grahl an den Tisch gesellt, alle satt sind, die Gummitiertüte geöffnet und Martins Spielonkel-Fähigkeiten bestaunt werden können, wirken alle Gesichter glücklich und zufrieden.

Nachdem wir den Sonnenuntergang über der Malter betrachteten, macht sich allgemeine Müdigkeit breit. So endet dieser schöne Tag.

Wirklich? Nicht für die beiden Lausbuben Marvin und Max, sowie Jana und Carsten, die sich zwecks Dorfdiscobesuch herausgeputzt haben. Unter mysteriösen Umständen finden sich die Kinder der Nacht schließlich gegen Mitternacht auf einem Ruderboot mit Schlagseite in der Mitte der Talsperre. Doch nach einem Besuch bei Sportfreund Dirk und seinen Mannen am jenseitigen Ufer (Danke für die Bewirtung) und einigen Adrenalin-Einheiten gelangen auch sie letztlich wieder in die Sardinenbüchse.

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