Triathlonverein Dresden e.V.

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Premium Aktion - Streckenbesichtigung Ironman 70.3

“Ironman in Dresden? Meldung ist raus!”, gibt Stephan S. unumwunden zu.  Am 31. Juli 2022 wird der Ironman 70.3 Dresden erstmals ausgetragen. Viele Athletinnen und Athleten unseres Vereins und aus der Region haben sich in die Startliste eingetragen. Wer selbst nicht startet, will an die Strecken kommen und die Athleten unterstützen. Und noch viel mehr Triathlon-affine Menschen werden das Event medial verfolgen. Wir haben uns die Strecken angeschaut.

Aber, wo wird es eigentlich am letzten Juli-Sonntag 2022 lang gehen. Und wo zum Geier kann man in Dresden mit 2500 Athleten schwimmen gehen? Es gab also genug offene Fragen, um eine Streckenbesichtigung zu initiieren. Die Einladung richtete sich auch an vereinsexterne interessierte Ausdauersportler:innen und wurde dankbar angenommen, wie wir gleich noch sehen werden.

Im Vorfeld stand auf unserer Seite die Idee einer gemeinsamen Besichtigung. Robert, Caro und Björn ließen sich davon sehr leicht begeistern und der Termin war dank brechend voller Kalender auch schnell gefunden.

Am Samstag den 4. Juni trafen wir uns nun am frühen Nachmittag am Parkplatz am Steyer-Stadion. Bereits im Vorfeld hatten mich einige Nachrichten und Rückfragen erreicht, so dass ich sehr optimistisch ob der Beteiligung und damit einhergehenden Windschattens war. Am Treff wurde es auch schnell voll. Insgesamt 32 Sportfreunde aus Cottbus, Erfurt, Ulm, Plauen, Leipzig und der Dresdner Region hatten sich eingefunden. Nach kurzer Begrüßung und Einweisung rollten wir los, der B6 Richtung Meißen folgend. Wie eine langer Fahrradwurm schlängelten wir uns aus dem Stadtgebiet. Alsbald ging es links den Elbhang hoch Richtung Röhrsdorf, Naustadt und Reichenbach. Nach dem ersten Anstieg teilten wir die Gruppe. Die erste Gruppe führten Caro, Björn und Robert an, während Vizepräsident Bruno, Stephan und ich uns liebevoll um die zweite Gruppe kümmerten. Wir düsten entlang von bunten Mohnblumen eingerahmten Getreidefelder. Einem fast schon alpin anmutenden Serpentinchen folgenden fuhren wir in Meißen ein.

Die Strecke führt durch die linkselbischen Elbhänge (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).

Der B6 gen Westen folgend machten wir mächtig Meter. Ja, hier wird man am 31. Juli Spaß haben. Wir passierten Diera-Zehren. Hinter Hirschstein bogen wir links ab und fuhren in einer großen Schleife über Grossholz und Wölkisch nach Diera-Zehren zurück. Hier führte uns die Strecke erneut ins elbische “Hochland”. Seebschütz, Neumohlis und Niederjahna heißen die Ortschaften hier. Und schon fanden wir uns in Meißen wieder. Ab hier hieß es “Elbe. bring uns heim!”. In Niederwartha verließen wir die heiß geliebte B6, um in großer Gruppe den Elberadweg zu erproben. Das verlief sogar besser als gedacht. Der Pendler- und Ausflugsverkehr war zu fortgeschrittener Abendstunde auch merklich abgeebbt. Am Ende der schönen Runde spähten wir noch in den Alberthafen. Hier soll die Auftaktdisziplin Schwimmen stattfinden. Für die Ironman-Veranstaltung werden am 31. Juli die Arbeiten in Dresden’s wichtigsten Hafen ruhen. Hoffentlich wird das nicht wieder zu Verzögerungen in den weltweiten Lieferketten von Russisch Brot und Feldschlösschen Export führen!

Gruppenbild der Gruppe 1 (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).
Gruppenbild der Gruppe 2 (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).

Uns ist bewusst, dass die Gerüchteküche bzgl. der finalen Streckenführung brodelt und wir ganz sicher nicht die Radstrecke gefahren sind, die am 31. Juli ausgeschildert sein wird. Wir drücken die Daumen, dass die finale Strecke als bald beschlossen wird.

Zur Besichtigung der Laufrunde trafen wir uns am folgenden Sonntag zu früher Stunde, um nicht zwischen den ganzen Touris und rastlosen Rentner in der Altstadt und am Elberadweg Slalom laufen zu müssen, mit denen spätestens ab 10 Uhr in großer Zahl zu rechnen war. Mit 9 Menschen war diese Runde wie erwartet kleiner. Vom geplanten Wechselgarten in der Flutrinne folgten wir der Pieschener Allee im großen Bogen um die Sport- und Spielplätze im Ostragehege. Kurz vor dem Sportgymnasium hieß es Wende und zurück Richtung Marienbrücke. Hier ging es auf dem Elberadweg unter der Augustbrücke an der weißen Flotte vorbei gen Albertbrücke. Auch diese ließen wir über uns vorbeiziehen. Am Ende des Flohmarkts stapften wir rechter hand zum Käthe Kollwitz Ufer hoch, um via Albertbrücke die Elbseite zu wechseln. Nach einem kleinen Turn waren wir wieder auf dem Elberadweg.

Laufend vorbei an der weltberühmten Dresdner Altstadt (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).
Wer wird hier in der dritten Runde noch einen Blick für die Altstadt haben? (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).
Nochmal die schöne Altstadt mit schwitzenden Menschen (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).
Fototermin am Canaletto-Blick (Foto: Robert Kuhne / TV Dresden).

Dem Königsufer folgend unterschritten wir die Carolabrücke und die Augustbrücke. Ach, herrlich. Dieser Blick auf die Altstadt. Einmalig schön! Ob die Athlet:innen das beim abschließenden Halbmarathon in der Mittagshitze ohne Schatten auch so sehen werden? Wir sind uns sicher :-D Am Milchpavillion hieß es scharf rechts und ab zum Fototermin an den Canaletto-Blick! Klick, klick. “Ich habe jetzt ein paar gemacht. Ich hoffe da ist etwas dabei.” Über die (für den Ironman) frisch sanierte Augustbrücke liefen wir auf das Schloss zu. Unter dem Georgentor war es kurz mal etwas frisch. Hier könnte am Renntag eine besondere Stimmung herrschen. Taschenberg und Sophienstraße folgenden befanden wir uns nach ein paar weiteren Schritten am Theaterplatz. Hier wird man dann auf Runde 2 und 3 bzw. den Zielkanal einbiegen. Alle Experten sind sich einig: Das ist eine sehr schöne Laufrunde!

Steffi hatte zur Stärkung isotonische Schweineohren gebacken. Regeneration at its best. Mit diesen im Mund ließen wir den Lauf ausklingen.

Insgesamt war das eine premium Aktion, wie die Jugend sagt. Wir hatten viel Spaß, haben neue Menschen kennen gelernt und konnten vielleicht auch einige Interessierte vom weltbesten Triathlonverein Dresden überzeugen. Es würde uns freuen.

Wir sehen uns am 31. Juli auf und an den Strecken und wünschen euch allen eine gute Vorbereitung!

Sportliche Grüße

Martin