Triathlonverein Dresden e.V.

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Fast Five mit Alex Schilling - Pro Triathlete

Heute stellen wir Alex vor, der erfolgreich aus unserem Juniorenpool hervorging. Lest selbst über seine Motivation & Ziele!

1    Alex, deine erste Pro Saison, wie kam es zu dieser Entscheidung, die etwas risikobasiert ist?

Meine Profilizenz bei der DTU und IRONMAN habe ich zwar schon seit 2014 (erster IM 70.3 war damals Wiesbaden), aber seit dieser Saison sind die Rahmenbedingungen professioneller. Im Herbst konnte ich meinen Master abschließen und muss neben der Unterstützung vom IBH Pro Triathlon Team nur Teilzeit/flexibel arbeiten. Für die Firma Scholarbook vermittle ich Sportler an US-Universitäten und für unseren Team-Sponsor ultraSPORTS bin ich auf Messen dabei. Auch betreue ich jetzt selber ein paar Sportler, und freue mich über jeden, mit dem ich zusammenarbeiten darf.. Somit ist immer genug zu tun.

Ich mache jetzt zwar schon auch ein paar Jahre Triathlon (seit 2002), aber habe immer noch sehr viel Spaß daran und auch noch Ziele (Hawaii???) ;-) Deswegen wollte ich den Schritt als Profi auf jeden Fall versuchen.

2.      Was sind deine Ziele kurzfristig, und was langfristig?

Kurzfristig (diese Saison):

5.6 IM 70.3 Schweiz/3.7 IM Frankfurt/7.8 IM 70.3 Polen/11.9 IM 70.3 Rügen/2.10 IM Barcelona/23.10 IM 70.3 Miami

Das Highlight ist da ganz klar meine erste Langdistanz in Frankfurt. Darauf habe ich mich bestimmt zehn Jahre gefreut, seitdem ich dort das erste Mal als Zuschauer dabei war. In Frankfurt ist das Feld natürlich immer besonders stark, aber dann weiß man wenigstens nach dem ersten IM direkt wo es hingehen muss!

Langfristig:

Die Hawaiiquali als Profi 2017. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel, aber die braucht man einfach für die langen Trainingstage und im Winter wenn es mal gerade zäh läuft. Ab Ende August 2016 zählen alle Ergebnisse für Hawaii 2017, d.h. ich kann die letzten drei Saisonrennen (inkl. dem IM Barcelona) schon mit einbringen. Hoffentlich kann ich so schon mit einem guten Punktekonto in den Winter gehen.

3.      Wer trainiert dich zur Zeit? Setzt du im Training derzeit andere Reize als früher?

Mein Trainer ist Wolfram Bott, der auch Nils Frommhold und die Ralerts coached. Neue Reize in dem Sinne, dass ich früher self-coached immer tendenziell lauforientiert trainiert habe, weil es mir Spaß macht und weil die Junioren-Rennen mit einem „schnellen 5er“ entschieden wurden. Bei Wolfram ist das Training über das Jahr hin ausgeglichener, was ich für ein 4-8+ Std. Rennen auch brauche. Auch habe ich natürlich für die langen Rennen auch lange Einheiten drauf, wie 150km Rad mit Intervallen mit längeren, intensiven Koppelläufen. Keine Hexerei, man muss nur über das ganze Jahr viel und konstant trainieren.

Ansonsten sind wir aber auf Augenhöhe. Er lässt mir freie Wahl bei der Wettkampfwahl, denn jeder muss für seine eigenen Ziele brennen und im Training muss man am Ende auch einfach selber in sich hineinhören und lernen was funktioniert. Nachdem ich das ganze bis vor zwei Jahren eigentlich größtenteils alleine gemacht habe, bin ich für seine Pläne sehr dankbar.

4.      Euer IBH Pro Triathlon Team; wie kam es dazu, wer seid ihr und wofür steht ihr?

Das IBH Pro Triathlon Team mit Per Bittner, Marcus Herbst und Marcus Wöllner haben wir nach dem Vorbild der existierenden Profi-Teams im Triathlon und Radsport gegründet. Vermarktung von Profisport funktioniert, wenn man nicht Kienle oder Frodeno ist, im Team besser. Die Reichweiten die wir für unsere Sponsoren erzielen können sind so größer und auch planbarer (da der Ausfall eines Athleten durch z.B. eine Verletzung besser aufgefangen werden kann). Als erstes Profi Triathlon-Team aus Ostdeutschland sind wir auch stolz dass wir das ganze aus eigener Kraft auf die Beine stellen konnten und jetzt auch im gewissen Sinne die Region vertreten dürfen. Jetzt wird daran gearbeitet über die nächsten Jahre die Ergebnisse, Medienpräsenz und Vermarktung weiter zu verbessern. Über jeden der das cool findet freuen wir uns immer.

Wir haben den Vorteil dass wir uns sowieso schon seit Jahren als Freunde kennen. Mit Per und „Kalle“ war ich schon vor über zehn Jahren im Trainingslager in Kienbaum. Da sind die Entscheidungswege kurz und unkompliziert, wir trainieren auch zusammen und machen auch mal „was Soziales“ miteinander ;-).

5.      Sieht man dich mal wieder in Dresden?

Ja, immer mal wieder. Meine Eltern wohnen immer noch in Dresden. Wenn ich da bin, schwimme ich jetzt oft in der neuen, super Halle in Bühlau und Laufen in der Heide lässt sich, auch nachdem ich viel gesehen habe, wirklich schwer toppen. Wer Lust hat mitzukommen; immer gerne!

 

Wir bedanken uns für das Interview & wünschen Dir ganz viel Erfolg!

(TV Presseabteilung)

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