Triathlonverein Dresden e.V.

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2. Schwimmcamp am Rabenberg - Jule berichtet

Schwimmen will gelernt sein. Das dachten sich auch etliche Athleten des TV Dresden unter der Anleitung von Conny König und Jörg Bozenhard.

Aufstehen – Auftaktlauf – Frühstück – Training – Mittag – Training – Abendbrot – Dehnung – Bett … meine Erinnerungen an die 2x jährlich stattfindende Stippvisite auf dem Rabenberg während des größten Teils meiner Jugend beschränken sich auf das Wesentliche. Hoch oben auf dem Berg, abgeschnitten von der „Zivilisation“ kommt man kaum auf andere Gedanken, Konzentration pur, die Zeit scheint still zu stehen. Kaum zu glauben, aber manch einer macht das dann nach 7 Jahren „Rabenbergabstinenz“ dann doch nochmal freiwillig und siehe da … bis auf ein paar neue Gebäude und Ausbauten hat sich nicht viel geändert. Schon im letzten Jahr zur ersten Auflage des Schwimmcamps machte sich ein heimisches Gefühl breit. Es hat nicht nur riesig Spaß gemacht, sondern auch Fortschritte in meiner Schwimmtechnik gebracht. So war die Entscheidung schnell getroffen, dass ich dieses Jahr wieder mit dabei sein möchte. 
 
Schwimmstart I
 
Kaum angekommen, sprangen wir schon ins kühle Nass, wobei „kühl“ wirklich der richtige Ausdruck war. Nach dem Motto: „Wer friert, muss sich eben mehr bewegen“ strampelten wir in der ersten Einheit mit den Beinen, was das Zeug hielt. Es schaffte übrigens niemand von uns den KraulBeinschlag vertikal im Wasser so lange durchzuhalten, bis Schwimmcoach Jörg seinen Theorieexkurs über die richtige Kraul-Beintechnik beendet hatte. 
 
Trockenübungen!
 
Nachdem damit also das Schwimmcamp offiziell eröffnet war, machten wir uns über das zu später Stunde immer noch üppige, leckere Buffet her. Doch wer denkt, der Tag wäre damit schon rum gewesen, hat die Rechnung ohne Jörg gemacht: schwimmspezifische Kraft-, Beweglichkeits- und Koordinationstests waren angesagt. Hier rächte sich bei manchem der dritte/vierte Gang zum Buffet, aber was soll’s ;-). Auf unseren Zetteln sammelten wir die Ergebnisse der einzelnen Übungsstationen, wobei wir teils quantitativ, teils qualitativ bewertet wurden. Des Öfteren staunten vor allem die Männer der Runde nicht schlecht, was wir Frauen so drauf hatten… Der ein oder andere wird wohl ab jetzt fleißig heimlich Klimmzüge üben ;-) 
 Müde und kraftlos wurden wir in unsere Quartiere entlassen, mit uns war an diesem Abend nichts mehr anzufangen. Die Frage von TV-Neuling Manu „was denn heute noch so geht“, erübrigte sich von selbst. 
 
Schwimmstart II
 
Am nächsten Morgen saßen wir 7 Uhr beim Frühstück, während es draußen noch stockfinster war. Von Wochenende keine Spur! 8Uhr versammelten wir uns bereits wieder im Wasser, um einer weitere Technikeinheit zu absolvieren. Mit Schnorcheln und Pull Buoys bewaffnet ging es ans Eingemachte. Jörg war in seinem Element, so konnte jeder mehrmals durch einen Pfiff aufmerksam gemacht und einzeln korrigiert werden. Lustig wurde es, als gegen Ende der Einheit jeweils 15 Schnorchelgesichter gleichzeitig schreckhaft nach oben schauten, um herauszufinden, wem der Pfiff nun galt. Weiter ging es mit gut einer Stunde „Athletik-King Conny“, die uns nichts schenkte – außer ihrer kräftigen, ausdauernden Stimme und einigen guten Anregungen für das schwimm- und triathlonspezifische Stabi-Training zu Hause.  
 
Beinübungen ...
 
Nach dem Mittagessen kamen wir noch in den Genuss einer kleinen praxisorientierten Theoriestunde über die Kraul-Armzugtechnik, während wir versuchten dem Mittagstief (aka Fressnarkose) zu entkommen. So waren wir auch den eingebauten Trockenübungen ganz dankbar. Bis zur nächsten Einheit – dem Schwimmen (Überraschung!) – war noch ein bisschen Freizeit, die wir nahezu alle ganz triathlontypisch – vorbildlich – für ein Läufchen nutzten. Der zweite Abend war dann wie gedacht ebenfalls sehr kurz ;-) 
 
Beinübungen ...
 
Sonntag – was gibt es schöneres, als aus dem warmen Bettchen direkt hinein ins kalte Wasser….brrr…. nein, das kann doch nicht wahr sein! Naja, in Gruppe geht es dann doch irgendwie und am Ende ist man überrascht, wie schnell die Zeit vergeht.  
Ein kurzer Blick auf den Zeitplan sagte uns, dass noch eine Einheit Stabi mit Conny und einmal Schwimmen anstand. Der Versuch Conny ein wenig Mitleid für unsere müden Arme zu entlocken, muss wohl in gewisser Weise erfolgreich gewesen sein, denn nach „nur“ ca. 20min Bizepspenetration wurden wir mit „dem Skispringer“ und anderen Bein- und Po-Übungen gequält. Und weil Torstens Hintern in den Augen von „Chefin“ Susi noch nicht straff genug war, schoben wir noch ne Extraschicht – toll, Tottn! 
 
es wurde nicht nur geschwommen ...
 
Die letzte Wassereinheit verflog nach dem Mittagessen wie im Flug und wir konnten zufrieden, jeder mit ganz persönlichen Aufgaben für zukünftige Schwimmeinheiten gewappnet auf das Schwimmcamp zurückblicken. Denn jetzt ist bis zum Saisonstart noch genügend Zeit, um an Technik zu feilen und Kraft aufzubauen, um die eine oder andere Minute sowie ein paar Körnchen für die beiden folgenden Disziplinen zu sparen. 
Besten Dank gilt einmal mehr unseren Coaches Jörg und Conny für die Geduld und vielen Tipps sowie René für die prima Organisation des Camps.  
Die Schnorchelgesichter danken und freuen sich schon auf das nächste Jahr zur Stippvisite auf dem Rabenberg! 
 
Sport frei – eure Jule! 
 

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