Kampfansage an den Feiertagsspeck

Tagebuchgedanken

Start

Till: YES, endlich geht es los. Kein Ostersofasitzen mehr und Ostereier suchen – jetzt sind Ferien und gutes Wetter! Ich freue mich auf meine Truppe, auf das Radfahren und auf das Essen.

Tim: Habe ich meine Wintersocken dabei? Mama hat gesagt, es soll kühl werden. Hoffentlich komme ich mit allen mit. Radfahren ist ja nicht meine coole Disziplin. Und wir fahren fast jeden Tag. Gott sei Dank gibt es vier Gruppen. Sehr gute Idee.

Papa Jan: Stille in der Wohnung. Alle ausgeflogen. Fünf Tage Ruhe, kein Gemecker, keine Ansprüche, kein Gemaule. HERRLICH!!!

Mama Soli: Habe ich für die Kinder auch genügend warme Sachen mit? Kontrolle – ja Mützen, Handschuhe und drei Matten eingepackt. Gut, hoffentlich können wir die Dehnung auf der Wiese absolvieren.

Halbzeit

Till: Vier Gruppen haben wir – Gruppe 1, die richtig hart ran müssen wie Marleen, Anni, Lydia, Stan und Finn. Gruppe 2, die das TL etwas gechillter angehen können, wie Ole, Finn, Naja, Hannah, Heléna und ich. Die Schüler wurden nochmal geteilt in Gruppe 3 mit Rika, Malik, Lasse, Philipp und Linus sowie in die Gruppe vier mit Aliah, Adam, Tim, Nala und Lotti.

Alle Gruppen hatten unterschiedliche Umfänge zu absolvieren, sehr viel machen wir aber zusammen z.B. Inlinern, Schwimmen in Luckenwalde, Dehnung/Athletik und natürlich die Mahlzeiten und die Nachmittags- und Abendgestaltung.

Tim: Wir schlafen zu sechst in einer Hütte mit Doppelstockbett – ich schlafe mit Till, Ole, Finn, Philipp und Malik. Die anderen Kinder sind im Wohnwagen bei ihren Eltern. Ich friere jeden Abend und ziehe mich gar nicht mehr aus. Lydia, Ani, Aliah, Naja, Sylke und Mama teilen sich ein Zimmer. Die haben immer die Heizung auf volle Pulle. Unsere ist aber sooo laut und stinkt.

Jan: Ganz schön ruhig hier. Hm. Ist zwar nett, aber auf Dauer...

Soli: Die Einteilung der Kinder in Gruppen ist ein Gewinn. Einige Eltern begleiten die Gruppen beim Radfahren und beim Schwimmen und bewegen sich dadurch auch. Ist ja Urlaub für sie.

Urlaub für Judith und André ist das aber nicht – sie sind für die Verpflegung verantwortlich. Und da gibt es reichlich zu besorgen – vor allem beim Frühstück und beim Abendbrot. Das Nutella war durch die Kälte dermaßen hart, dass die Schokolade nicht mehr zu schmieren ging. Wunderbar der Morgenkaffee und der Grog an diesen vielen sehr kalten Abenden. Sylke und ich haben uns immer vorgerechnet, wie viel Lagen Stoff wir übereinander tragen. Mittagessen wurde von einem lokalen Anbieter geliefert. Alle waren mit der Essensqualität zufrieden – ergo dieses Verfahren hat sich bewährt.

 

Fazit

Till: Schade, schon wieder zu Ende! Ich wäre auch gern mal 100 km wie Marleen und Truppe gefahren. Na ja, aber die Gruppe 2 hat ja am Sonntag in Halle die Deutsche Meisterschaft im Duathlon.

Tim: Endlich Wärme, da macht auch die langweiligste Übung bei der Dehnung sogar Spaß. Mir reicht das jetzt aber mit dem Rad fahren. Ich freue mich auf mein eigenes Bett.

Jan am Telefon: „Ah ihr kommt gegen 16 Uhr? Oh, da muss ich noch mal den Staubsauger schwingen…“

Soli: Ein großes Dankeschön an Judith und an André für die Verpflegung und an Jörg für die Trainingsplanung und -durchführung sowie an alle Eltern, die Teller und Tassen beim Frühstück hingestellt, die Besteck, Töpfe und Becher abgewaschen, die Pflaster ausgegeben, die getröstet, die mit Federball gespielt und geinlinert sind, die die Kinder mit dem Auto nach Luckenwalde gefahren haben, die den Radschlauch geflickt haben...

Die jungen Menschen haben einen Draht zueinander, der Wertekompass stimmt, sie sind diszipliniert, halten Zeiten ein, sind verbindlich, lachen viel und natürlich menschelt es auch hier – Sympathien versus Antipathien, Streit, Drama, Versöhnung. In der Freizeit wurde(n) Schach gespielt, geschaukelt, mit den Zeltplatzautos gefahren, Parcours mit den Inlinern gebaut, am Abend durch Oehna spazieren gegangen, Federball und Tischtennis gespielt aber auch abgewaschen – geräuscharm dank eines Abwaschplanes – aber eben auch, m.E. als Verlegenheitslösung, die Tabletts, e-pads und Handys durchweg von allen kontaktiert – und dieser Medienkonsum bereitet mir persönlich Sorgen. Eltern erziehen, aber immer mehr fällt uns die Rolle der Begleitung zu. Vielleicht ist es auch die Summe aus Erfahrungen, die mich darin bestärkt, mit den jungen Menschen dahingehend sehr sensibel im Gespräch zu bleiben.

Sportliche Grüße Familie Buder/Altmann!