Triathlonverein Dresden e.V.

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Landesliga: Teamrennen in Rackwitz

Saisoneinstand mit doppeltem Podium für die Dresdner Spitzenteams.

Eine Errungenschaft des Menschen ist es, die Naturgewalten im Griff zu haben und sich nicht von diesen unterbuttern zu lassen. Genauso oder noch mehr ist es dem Menschen anzurechnen, dass sich einige seiner Gattung zu Outdoorsportlern und weiter zu Triathleten entwickelt haben. Wenn der Mensch nun Herr des Wetters ist und Triathleten Menschen sind ergibt sich ganz automatisch der logische Schluss, dass Triathleten die Witterung meistern – und nicht andersherum!
 
Max als: "Black Swan"
 
In dieser Überzeugung kauften alle Dresdner Landesligisten wegen der derzeitig verregneten Großwetterlage, dem Ruf eines Mitglieds folgend, einen Tag vor dem anstehenden Team-Wettkampf die Dresdner Radläden von einer bestimmten Art Schutzblechen leer. Insbesondere mit Aerorädern wurden diese Anbauten zur Augenweide.
 
 
Mit diesem kleinen Motivationsvorteil in der Vorhand schlugen die 2 Teams selbstbewusst in Rackwitz auf. Es warteten 15 Grad Wasser, wie Luft und gelegentlicher Nieselregen samt Wind – kein Problem, andere gehen sogar Eisangeln.
 
 
Diskussion beim Abstieg: " 2 oder 3 Runden?"
 
Keines der anderen Teams konnte eine ähnliche tagesangepasste Ausrüstung aufweisen. Im Gegenteil. Leider schalteten sich 2 der potenteren Gegner gleich selber aus. Nicht mit Schutzblechen, sondern mit ihren schnittigen, aber nicht zugelassenen Zeitfahrrädern reisten die Kopfjaeger Bautzen und der OSSV Kamenz an. Schade für die radgefährlichen Ostsachsen. Das bedeutete Startverbot im Teamrennen der Landesliga.
 
 
Beim gefürchteten Sprung ins 15 Grad kühle Nass blieb das große Zittern aus. Nach 100m hatte sich auch das ungeschützte Gesicht an die Temperatur gewöhnt und es ließ sich fröhlich dahinplätschern. Im Team 1 der Dresdner Spitzen schwammen unsere Fischgleichen, Max und Christian, gleich mal vornweg, um sich nach dem Ausstieg noch was überwerfen zu können.
 
Rico und Jörg schoben Thomas und René so weit nach vorn, dass ein „First Out Of Transition“ gelang. Das zweite Team mit Topschwimmer Anton, Quotenfrau Susi, Warmmacher Torsten, Angelfreund Alex, Rookie Silvio und Fischkopf Ingmar tummelte sich nach dem Wechsel auf Platz 5.
 
 
Die Zielsetzungen waren ab nun somit verschiedene. Für die einen hieß sie: Flucht, für die anderen: Verfolgung. Die feuchte, zart profilierte, sehr winkelige und windanfällige Radstrecke um die Schladitzer Bucht ließ keine Mannschaftszeitfahrwünsche offen. Leider gab einer von Thomas Reifen schon nach 5 km den Dienst auf und es hieß Abbruch für ihn, aber die Schutzbleche taten ihren Dienst und das Tempo konnte ungestört vom Spritzwasser hoch gehalten werden. Während die zweite Mannschaft fairerweise durchrotierte, ließen unfairerweise Max und Rico in der ersten niemanden sonst in die vorderste Reihe. Das reichte für Team 1 dennoch zur Behauptung der Feldspitze und für Team 2 zu Sprung auf Platz 4.
 
 
Doch das Rennen wurde für beide Mannschaften beim Lauf entschieden. Max stieg wegen seiner langwierigen Verletzung nach dem Rad wie geplant aus. Trotz Schiebens und Zerrens im laufheterogenen Gefüge des sonst einmütigen Gespanns Nr. 1 musste der erste Platz auf der Naturweglaufstrecke an die besser beschuhten Riesaer abgegeben werden. Bei Team 2 klinkte sich nur Susi aus, die sich für die RL am nächsten Tag schonen sollte. Ansonsten half gleiche Herangehensweise von Druck und Zug aber, noch eine Mannschaft zu vernaschen,
 
 
Das Ergebnis bei durchaus mild zu bezeichnendem Wetter: Platz 2 und 3 hinter Riesa (liegt im Norden Dresdens ;-)). Glückwusch an diese Junge Gruppe (zur Anmerkung: unser im Ziel gelandetes Team 1 bestand komplett aus Familienvätern! - Jugend wo bist du?). Damit beginnt das Jahresranking in der Landesliga genauso, wie es das letzte Jahr geendet hatte.
 
Hoffen wir, dass Bautzen und Kamenz für die kommenden Wettkämpfe nicht vor den Kopf geschlagen sind und die Ergebnisse umzustürzen versuchen.
 
Bilder: Sophia Glöckner
Text: mesics
 
 

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