Triathlonverein Dresden e.V.

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RL-Ost Jena: Sieg und Niederlage

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Männer:

Super äußere Bedingungen und eine gute Organisation rund ums Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena sorgten beim abschließenden Wettkampf der Regionalligasaison bei allen Dresdnern für große Vorfreude auf den Startschuss des Teamtriathlons. Beide Mannschaften waren bis in die Haarspitzen motiviert und alles war angerichtet für ein großes Finale.

Jedes Teammitglied musste zu Beginn hintereinander 500m schwimmen, wobei die Übergabe des imaginären Staffelstabes an Land erfolgte. Entgegen einem Großteil der Konkurrenz hatten wir uns entschieden, den schwächsten Schwimmer zuerst starten zu lassen (in dem Fall Christian H. und ich), da dieser so die Möglichkeit erhalten sollte so lange wie möglich im Wasserschatten zu schwimmen, bevor die anderen enteilt waren.

In der Tat waren auch alle Startschwimmer bis zur ersten Boje eng zusammen - nur ich hatte bei der üblichen Startschlägerei nicht nur fast meine Brille, sondern auch den Anschluss ans Feld verloren. So musste ich schon zu Beginn viel Kraft aufbringen, um nicht als letzter dem Schleichersee zu entsteigen. Zusammen mit drei weiteren Athleten kam ich an Land und übergab auf Christian, wobei Team 1 direkt vor uns lag. Scheinbar beflügelt durch die Geburt seines Nachwuchses konnte Christian auf der kurzen Distanz richtig viele Plätze gutmachen und wechselte an Position 5 liegend auf Fjordor, der ebenfalls seine Schwimmstärke ausspielen und Team 2 noch weiter nach vorne bringen konnte. Während Torsten als Schlussschwimmer unterwegs war, hatten wir drei uns langsam wieder erholt und bereits die Laufschuhe für den anschließenden 10km Lauf geschnürt.

los gehts - 500m Schwimmen Team I - Laufen

Nachdem auch Torsten in seine Schuhe geschlüpft war, gingen wir auf die erste von vier flachen Runden über das Sportgelände und versuchten schnell ein einheitliches Tempo zu finden. Bis auf das Kamenzer Team, dass von Beginn an erst gar keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen lassen wollten, waren auch Mitte des Rennens alle Teams noch eng beieinander und es wurden munter die Positionen getauscht. Wir waren dabei immer bestens durch unseren lautstarken Anhang über die Abstände informiert und versuchten konzentriert unser eigenes Rennen zu laufen. Team 1, in Form von Micha, Carsten, Alex und Christian, lag zu diesem Zeitpunkt etwas zurück und kam auch nur langsam näher.

Während Christian bei uns fast die gesamte Zeit munter vorneweg stiefelte und auch Fjordor noch genügend Luft hatte den ein oder anderen Spruch zu bringen, versuchte Torsten durch leichtes Schieben von hinten die Gruppe zusammenzuhalten, denn meine Beine fühlten sich eingangs der letzten Runde doch schon ziemlich schwer an. Als auch diese überstanden war, erfolgte ein zügiger Wechsel aufs Rad und schon rollte unser 4-Mann-Zug mit Volldampf über einen kurzen Zubringer hinein in die erste von insgesamt 8 Runden. Auch beim Radfahren harmonierten wir von Anfang an prächtig, so als hätten wir nie etwas anderes gemacht, obwohl wir zuvor nicht einmal gemeinsam trainiert hatten. Jeder von uns hielt immer für ca. 30 Sekunden die Nase voll in den Wind, ehe er nach rechts rausfuhr und sich im Windschatten der anderen erholen konnte. Diese Taktik ging auf und wir konnten Plätze gutmachen, auch wenn uns alle Teams den Überholvorgang so schwer wie möglich machten und teilweise kurze Zeit später zur Gegenattacke ansetzten.

Team 1 wurde durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Alex bei Rad-km 8 (er war auf der Laufstrecke umgeknickt) leider schon früh geschwächt, hielt sich zu dritt aber immer noch tapfer im Rennen.

Team II - Radfahren Team I - Radfahren

Bei uns schien vor allem Fjordor weiterhin bombig drauf zu sein und sich bei seinen Fans bei seinem vorerst letzten Rennen auf deutschem Boden mit einer tollen Leistung verabschieden zu wollen. Zum Glück konnten wir ihn etwas bremsen, sonst wäre er wohl noch allein davongezogen. Je länger das Rennen andauerte, desto häufiger rotierten wir an der Spitze und vor allem die harten Antritte nach jeder der 16 Wenden sorgten für sich anbahnende Krämpfe in den Beinen. Die Getränke waren schon lange aufgebraucht und alle hatten eingangs der letzten Runde (wo war eigentlich die Glocke?) ein schmerzverzerrtes Gesicht. Kurz zuvor hatten wir noch ein weiteres Team hinter uns gelassen und dieses machte uns nun auf den letzten Metern von hinten nochmal mächtig Druck.

Auch wenn es am Ende eng zu werden schien, verteidigten wir unsere Position auch weil alle wirklich bis an ihre Grenzen und teilweise darüber hinaus gegangen waren.

Zur Belohnung konnten wir uns über einen tollen 4. Platz freuen, welcher unseren 6. Tabellenplatz mehr als untermauert. An dieser Stelle auch nochmal gute Besserung an Andi, der maßgeblichen Anteil am Saisonverlauf hatte und auch in Jena sehr gern gestartet wäre.

Team 1 rollte nur kurz nach uns als 6. über die Ziellinie und war auch diesmal nicht ganz zufrieden - ein Spiegelbild dieser durchwachsenen Saison. Abhaken Jungs - im nächsten Jahr geht’s wieder bei Null los.

All denjenigen, die es nächste Woche beim Knappenman nochmal wissen wollen und natürlich unseren 4 Hawaii-Startern wünsche ich maximale Erfolge. Allen anderen eine wohlverdiente Saisonpause - legt die Beine mal hoch und erholt euch gut.

Sportliche Grüße, Poul
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