Wenn man Triathleten fragt, warum sie Triathlon machen... 

...wird unter den ersten drei Gründen sicherlich sein „Ich bin in der Natur unterwegs.“. Triathlon ist abgesehen vom ätzenden Athletiktraining und Kachelzählen in der Schwimmhalle eine Freiluftsportart und wird ja auch oft mit Hawaiianischem Flair verbunden.

Man könnte also annehmen, dass es keinen größeren Gegensatz als einen Triathlon drinnen (indoor) geben könne. Aber, weit gefehlt! Denn in Zeiten von Smarttrainern und Zwift ist das Indoorradfahren inzwischen akzeptierter und fester Bestandteil des Trainingsalltags vieler Athletinnen und Athleten. Ja, es wird ogar bis weit in die Saison hinein praktiziert, um eine optimale Trainingssteuerung zu erzielen und etwaigen Gefahren im Straßenverkehr vorzubeugen. Und ganz ehrlich, so schön das  Freiwasserschwimmen auch ist, es nimmt nur einen Bruchteil der Gesamtwasserzeit ein. Der größte Teil des Schwimmtrainings findet immer noch in der guten alten Schwimmhalle statt. Auch das Laufen geht in der Halle ganz gut - im Kreis. Demnach könnte man also auch einen Triathlon indoor machen.

Gedacht, getan und so wurde der TRIndoor in Erfurt installiert und feierte am letzten Sonntag seine Premiere. In den wettkampfarmen Wintermonaten ist der TRIndoor eine Leuchtturm-Veranstaltung, die konkrete und nahe Ziele für das Training setzte, die Möglichkeit des Kräftevergleichs mit Gleichverrückten
bot sowie Hoffnung auf wieder mehr Rennen in der Saison 2022 macht. Es wurden Rennen für alle Altersklassen beginnend ab Schüler D angeboten.

Der Tag begann mit dem Schwimmen. In zufällig besetzten Startergruppen ging es mit max. 3 Personen pro Bahn auf die 400 m Schwimmstrecke. Ausgehend von den Ergebnissen des Schwimmens wurde die Startreihenfolge für das darauffolgende Radfahren + Laufen gebildet. In Form eines Jagdstarts ging es dann in der Leichtathletikhalle in die abschließenden zwei Disziplinen. Vom Start aus mussten einige Meter zu Fuß zum Radergometer gelaufen werden. Schnell rauf aufs Rad und dann 10 km fahren – auf der Stelle versteht sich. Runter vom Sattel ging es direkt rauf auf die Laufbahn wo die die abschließenden 2,4 km gelaufen wurden.

Das Rennen der Frauen und Männer war stark besetzt und versprachen tollen Sport. Bei den Frauen setzte sich Caro Pohle vom Start weg an die Spitze und stieg mit gutem Vorsprung aus dem Schwimmbecken. Diesen bauten sie beim Radfahren und Laufen weiter aus. Dahinter lieferten sich Sophie Gießmann und Pauline Feußner einen spannenden Kampf um Platz zwei und drei, den Sophie zu ihren Gunsten entscheiden konnte. Alle drei Athletinnen starten in der 1. Bundesliga mit dem Dresdner Spitzen Triathlon Team.

Caro tritt alle WattPodium der Frauen

 

(Fotos: Björn Scheibner / TV Dresden)

Bei den Männern waren Paralympics-Sieger Martin Schulz und Björn Scheibner am Start, die beide in der 2. Bundesliga für das Dresdner Spitzen Triathlon Team starten. Nach dem Schwimmen lag Martin mit wenigen Sekunden Rückstand auf dem 3. Rang. Björn belegte mit einer Woche Schwimmtraining den 6. Platz und war damit ebenfalls in aussichtsreicher Position für die darauffolgenden Disziplinen. Beim Showdown in der Leichtathletikhalle konnten Martin und Björn nach einem soliden Radfahren durch einen guten Lauf Plätze gut machen. Martin enteilte der Konkurrenz und konnte den ersten TRIndoor für sich entscheiden. Björn erreichte den 4. Platz. 

Björn tritt 8000 Watt

Björn fetzt um die Kurven

(Fotos: Björn Scheibner / TV Dresden)

Auch bei den Schülern A war der TV Dresden mit Lasse Paul Rother vertreten. Auch Lasse konnte seine sportliche Entwicklung unter Beweis stellen und sicherte sich mit einer starken Leistung den 2. Platz.

Dank einer tollen Organisation und einer super Location war der 1. TRIndoor ein wahrer Erfolg. So konnten wir bereits im Winter wieder Wettkampfluft schnuppern, was sowohl für die Form als auch für die Motivation einen Schub geben wird. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste Ausgabe.

Der MDR war auch da und hat einen sehenswerten Beitrag auf seinen Seiten.

Sportliche Grüße
Björn

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