Triathlonverein Dresden e.V.

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Finale der 1. Bundesliga in Saarbrücken

Endlich. Endlich kann ich wieder einen Bericht mit „Endlich war es wieder so weit.“ beginnen.

Also los: Endlich war es wieder soweit. Der Wetterbericht kündigte ein wunderbares Spätsommerwochenende mit 30 Grad Celsius und blauem Himmel an, und im Terminkalender stand „1. Triathlon-Bundesliga Saarbrücken“. Perfekt! Endlich wieder Triathlon! Zu den vielen abgesagten Rennen in dieser Saison zählten auch die Bundesligaveranstaltungen in Münster, Nürnberg, Tübingen und Düsseldorf. Als Ersatz wurden ein virtuelles Radrennen auf der Onlineplattform Zwift und ein dezentraler Swim&Run durchgeführt. Mit großem Einsatz der Verantwortlichen von DTU und lokalem Orgteam wurde ein ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt, um der Bundesligafamilie eine reale Veranstaltung zu ermöglichen. Ja, natürlich ist Triathlon ein absoluter Luxus angesichts der großen Probleme auf dieser Welt. Manchem Athleten mag das erst so richtig durch die vielen Einschränkungen des eigenen (Trainings-)Alltags und dem zusammengestrichenen Rennkalender aufgrund der Coronapandemie bewusst geworden sein. Ein finales Rennen an einem Ort mit allen Bundesligamannschaften war aber aus einer Vielzahl von Gründen wichtig. Daher freute sich die Bundesligafamilie auf ein Wiedersehen und Kräftemessen am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Die Veranstaltung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wurde aber mittels großem technischem Einsatz per Livestream bis in die hintersten Wohnzimmer der Republik übertragen.

 

Das Rennen wurde in Wellen mit jeweils einer Athletin bzw. einem Athleten einer Mannschaft ausgetragen und führte über eine verkürzte Sprintdistanz (650 m Schwimmen, 14 km Radfahren, 4,2 km Laufen). Für die Teamwertung wurden die Platzziffern der besten drei Athletinnen bzw. vier Athleten einer Mannschaft addiert. Der Tagessieg ging wie gewohnt an die Mannschaften von Ejot Buschhütten die Mannschaft mit der niedrigsten Platzziffer.

Die Strecken auf dem Gelände des OSP Saarbrücken, welche in der Vergangenheit auch schon als JEM-Qualifikationsrennen genutzt wurden, können getrost als ehrliche Strecken bezeichnet werden. Die Radstrecke ist im Grunde eine sechsmal zu fahrende Runde, die sowohl technisch anspruchsvoll als auch bergig ist. Auch die Laufrunde ist reichlich kupiert und unrythmisch.

Im ersten Lauf stellten wir unseren Neuzugang Sophie Schumann vom TSV Cottbus auf, die eine absolute Rakete im Wasser ist. Sophie traf auf sehr starke Konkurrenz und verlor wegen eines „gebrauchten Tages“ den Anschluss an die große Radgruppe. Die entstandene Lücke konnte sie auch mit viel Einsatz beim Lauf nicht mehr schließen, so dass sie auf Platz 13 ihres Laufes ins Ziel kam.


© Jan Papenfuß

Im zweiten Lauf trat Anna Heyder im roten Einteiler an, die erst am Donnerstag das finale „Go“ für ihren Einsatz bekommen hatte. Ursächlich war ein Radsturz unser Dänischen Athletin Anna Harbo, die damit für das Rennen in Saarbrücken ausfiel. Als Teamleiter bin ich immer super froh, wenn ich solche Backup-Varianten zur Verfügung habe. Anna machte ein starkes Rennen, insbesondere mit ihrer Leistung beim Radfahren kann sie sehr zufrieden sein. Mit Platz 10 brachte sie wertvolle Wertungspunkte für das Team ein.


© Jo Kleindl

Im dritten Lauf hatten wir Sophie Giesmann, die uns durch die Coronabedingte Absage der Regionalliga vom LTV Erfurt ausgeliehen wurde, gesetzt. Sie hatte bereits beim dezentralen Swim&Run ihre Ausgeglichenheit im Schwimmen und Laufen demonstriert. Nach einem gutem Schwimmen war sie in der großen Verfolgergruppe auf dem Rad dabei. Zusammen mit einer Athletin von TuS Griesheim suchte sie die Flucht nach vorne und sprengte die Radgruppe. Der Einsatz beim Radfahren wurde mit dem 8. Platz des Laufes belohnt.


© Jo Kleindl

Im vierten und damit letzten Lauf der Frauen schickten wir unseren bayerischen Neuzugang Sophie Lingelbach an den Start. In diesem Lauf wurde insgesamt etwas verhaltener geschwommen, was zur größten Radgruppe des Tages führte. Sophie schaffte den Sprung hierein und trug ihren Teil zum Funktionieren der Gruppe bei. Beim Laufen zündete sie den Turbo und konnte mit der schnellsten Dresdner Laufzeit auch die beste Platzierung für das Team einbringen: Platz 7!


© Jan Papenfuß

In der Tageswertung belegte das Dresdner Spitzen Triathlon Team damit den 11. Rang von 14 Mannschaften, womit wir sehr gut leben können.

Auf Basis der veränderten Rahmenbedingungen durch die Coronapandemie und der damit einhergehenden ungleichen Chancen in der Vorbereitung hatte der Bundesliga-Ausschuss beschlossen, in 2020 keine Saisonwertung durchzuführen und entsprechend keinen Deutschen Mannschaftsmeister zu küren. Zudem werden die Auf- und Abstiegsregelungen außer Kraft gesetzt.

Für uns war es wichtig diese verkorkste Saison mit einem realen Rennen zu beenden. Die Verantwortlichen der DTU und vor Ort haben unter Beachtung der Einschränkungen ein tolles Bundesligarennen auf die Beine gestellt. Mit Platz 3 im Zwiftrennen, Platz 8 im Swim&Run und dem 11. Rang in Saarbrücken können wir zufrieden sein. Die Athletinnen haben auch in schwierigen Zeiten vollen Einsatz gebracht und gezeigt, dass sie ein Team sind. Nun hoffen wir auf eine reguläre Saison 2021, denn die Athletinnen sind heiß darauf, die Dresdner Farben zu präsentieren.

Martin

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