Triathlonverein Dresden e.V.

Template_HP-0074.jpg

3 von 5 Rennen in der 2. Bundesliga sind rum - Was geschah?

Eutin als Veranstaltungsort der 2. Bundesliga war uns bereits bekannt, jedoch zeigte sich der Ort mit komplett neuen Strecken. (16.06.2019)

Das Schwimmen wurde in den Großen Eutiner See, direkt am Schlosspark, verlegt und der Rest darum. Das Wettkampfgelände war, im Vergleich zum alten Standort, sehr schön. Die Organisation bleibt verbesserungswürdig.

Mit 18min Verspätung erfolgte der Start und bei den gemessenen 19°C Wassertemperatur durfte auch der Neo zum Einsatz kommen. Max sorgte bereits dort für Aufsehen, wie Christian resümierte: „Max' Neo mit offener Gesäß-/Oberschenkel-region war dabei der Hingucker, aber der Neo (bzw. der Max) ging ja ganz gut ab im Wasser.“ In der Tat konnten unsere Athleten, bis auf Philipp, in der vorderen Hälfte des Feldes das Wasser wieder verlassen und fanden sich zunächst im großen Hauptfeld mit 50-60 Mann wieder. Davor eine Spitzengruppe mit 7 Sportlern. Philipp kämpfte hinter der großen Gruppe mit einem Leidensgenossen um den Anschluss. Christian konnte das Tempo des Hauptfeldes ca. nach der Hälfte des Radparts, auf der doch recht anspruchsvollen Radstrecke, nach einem Wendepunkt leider nicht mehr mitgehen und fiel etwas zurück.

Die langen Wege zur Radstrecke wurden dann auf der Laufstrecke ausgeglichen, die etwa 500m zu kurz war. Unsere beiden neuen dänischen Freunde Andreas und Jens hatten gute Beine und liefen im großen Feld auf die Plätze 18 und 25. Max dachte sich, dass der Aufwand eines ganzen Wochenendes, so weit von zu Hause entfernt, für einen Sprinttriathlon ganz schön groß ist und bog nach den angesetzten 5 Laufrunden einfach in die nächste ein anstatt ins Ziel zu laufen. Somit war Christian doch noch vor Max am Buffet im Ziel. Das bedeutete Rang 55 und 67 für die beiden. Philipp kämpfte sich auf Platz 74 ins Ziel.

In der Tageswertung hieß das Platz 12 fürs Team. Top10 leider knapp verfehlt, aber immer noch auf einem guten 7. Tabellenplatz in der Saisonwertung. Jedoch sind alle Teams in der Tabelle eng zusammen, weshalb sich das Bild mit weiteren Ergebnissen außerhalb der Top10 auch schnell ändern kann. Bei den nächsten Rennen heißt es wieder Gas geben und in den Top10 festsetzen.

Die Reaktionen der Athleten findet ihr wieder in den Kommentaren zum Sonntag.
Die Ergebnisse hier: https://www.triathlonbundesliga.de/a/assets/uploads/Eutin_M__nner.pdf

 

Kommentare zum Sonntag:

Max Gaumnitz:
„Das Rennen verlief im Guten wie im Schlechten ganz nach meinem Motto „Einfach mal machen, nicht nachdenken!“. Kurz gesagt: Meine langwierige Verletzung am Oberschenkelansatz hat mir keine Schmerzen bereitet, da lief ich statt der vorgesehen 5 Laufrunden eben sechs.
Doch der Reihe nach. Das Schwimmen mit Neo kam mir sehr entgegen und fühlte sich für mich spektakulär locker und entspannt an. Schon für den Wasserstart vergebe ich eine 1 mit Sternchen für gutes Benehmen. Statt 2. Bundesliga- Waschmaschine gab‘s Schwimmen unter Freunden. Da fächerte sich das Feld wunderschön breit auf, an der Wendeboje tauchte mich niemand unter und am Schwimmausstieg per Leiter überließ man mir den Vortritt (wenn auch unfreiwillig) - fast so schön wie im Vereinsschwimmen in Dresden. Wahrscheinlich hat der breite Startbereich im „Großen Eutiner See“ großen Anteil daran gehabt. Vielleicht hat mich aber auch mein regelmäßiges Training im öffentlichen Schwimmen mehr abgehärtet als ich mir versucht habe einzureden...
In T2 fand ich mich etwas überrascht mit Andreas, unserem Nachwuchstalent aus Dänemark wieder. Dann war er aber schon wieder weg, ich verlor den Kampf gegen meinen Neo mit technischem K.O.
Meine Wackel- und Zitterdisziplin in diesem Rennen: Laufen, egal ob mit oder ohne Rad in der Hand, lief für mein Trainings- und Verletzungspausen-Pensum gut. Doch schon bei den ersten Metern zum Radaufstieg hatte ich endlich mal wieder einen guten Laufschritt, ein sehr schönes Gefühl, übrigens!
Auf dem Rad fand ich mich in guter Gesellschaft von Andreas, Jens und alten Hasen wie Jonas Meyer wieder, denen ich nicht vom Hinterrad wich. Trotz heikler Situationen in der großen 2. Radgruppe fand ich mich vor T2 in deren mittleren Teil wieder. Reserven und Muskeln schonen hatte bis hierhin funktioniert.
Beim Laufen versuchte ich mein überschaubares Potenzial nicht gleich verpuffen zu lassen und lief kontrolliert im GA1-Tempo… der ersten 10 Athleten. Für mich war es eher „kontrolliert am Limit“.
Dass ich nicht einfach kampflos überholt werden wollte, sah man mir vielleicht nicht an. Es kam hier aber wie meistens im Leben, auf die innere Haltung an. Ich gab alles, versuchte auf dem letzten Kilometer nicht langsamer zu werden, vielleicht sogar zu beschleunigen. Plötzlich, kurz vor Ende der letzten Laufrunde, bogen 2 Athleten auf die nächste Runde ab. Ich konnte Ihre Einteiler noch verschwommen erkennen und war mir sicher, sie auch bisher vor mir gesehen zu haben. Ich dachte nicht mehr nach, sondern lief ihnen hinterher, ohne Bitterkeit mich verzählt zu haben oder der Sorge, jetzt noch endgültig einzubrechen. Ich lief einfach. Das Teamergebnis wurde dadurch leider nicht besser, als wenn ich sofort angehalten hätte um gemütlich zu überlegen oder um auf Christian hinter mir zu warten, um ihn höflich nach seiner Rundenanzahl zu fragen. Richtig gut angefühlt hätte sich das aber auch nicht...Im Ziel war mir dann auch sowieso alles egal. Was dieses Missgeschick in Summe ausgemacht hat, tut mir fürs Teamergebnis sehr leid, aber das habe ich mir im Rennen noch viel mehr.
Insgesamt ein cooles Wochenende mit coolen Leuten, gern sofort wieder!“

 

Christian Pfeifer:
„Mein Rennen war leider mal wieder etwas durchwachsen. Für den Moment habe ich meine Hoffnungen auf das perfekte Rennen mit einem Ergebnis in den Top30 erstmal aufgeben. Mal schauen ob ich nächstes Jahr nochmal einen Angriff wage. Man wird ja auch nicht jünger... ;-)
Das Schwimmen an sich war eigentlich ganz okay und auf jeden Fall besser als in Hannover. In der Wechselzone fing der Spaß dann schon an als ich erst eine ganze Weile beim Neoausziehen gebraucht habe, dann den Verschluss vom Helm nicht zubekommen habe und zu guter Letzt beim ewig langen Schieben auf Pflastersteinen den Fahrradcomputer in der Hand hatte und ihn dann im Laufen wieder am Rad anbringen musste. Diese Pannenserie manifestierte sich dann in der drittschlechtesten Wechselzeit des gesamten Feldes.
In Kombination mit dem recht soliden Schwimmen konnte ich dennoch nach einer von fünf Radrunden den Anschluss an das große Hauptfeld schaffen und auch eine Runde mitrollern. Auf Grund des welligen Profils und ungünstiger Umstände am Wendepunkt konnte ich dann leider zum Beginn der dritten Runde den Anschluss nicht mehr halten und musste mich fluchenderweise allein bzw. später mit 2 weiteren Athleten durchschlagen und habe ordentlich Zeit dabei kassiert.
Zum Laufbeginn war dann nichts mit dem gewohnten langen Band von Läufern, das einen nochmal ordentlich pusht, alles aus sich heraus zu holen. Da ich auf dem 5 Laufrunden umfassenden Micky-Maus-Kurs aber mit der bereits eine Laufrunde Vorsprung habendenden Spitzengruppe aufschlug, konnte ich die Motivation dennoch recht hoch halten und zumindest bei einem der Athleten mich zurückrunden. Zum Ende der Laufstrecke konnte ich auch noch in Summe 4 Leute aus dem großen Hauptfeld überholen, aber mehr war mit dem Radrückstand leider nicht drin.“

 

 

Philipp-Johannes Müller:
“Das Rennen in Eutin holte mich auf den Boden der Tatsachen und macht dennoch Mut. Nach dem langen Warten auf den Start war ich von Beginn an auf mich alleine gestellt und erwischte leider keinen energiesparenden Wasserschatten. Dennoch konnte ich meine persönliche Bestzeit über 750m ein ganzes Stück verbessern und komme somit meinem Ziel eine Radgruppe zu erwischen ein Stück näher. Nach der 350m langen Laufstrecke barfuß bis zur Aufstiegslinie wechselte ich mich gut mit einem Konkurrenten auf dem anspruchsvollen Kurs ab. Nach einigen Runden waren wir sogar zu viert in der Gruppe. Auf der Laufrunde konnte ich trotz verletzungsbedingt wenigem Training einen soliden Schnitt laufen und auch hier noch ein paar Platzierungen gutmachen. Es heißt also weiter am intensiven Schwimmen dranbleiben und das Ausziehen des Neoprens üben.”

 

Jens Kristian Østergaard:
„The week leading up to the race, I was sick and didn't manage to train like I wanted to. I decide to race anyway and went into the race with low to no expectations, and with a hope to gain valuable experience. 
The swim start was hard, and a lot of fighting to get first to the first turn. I found out that a lot of german athletes swim very fast the first 200 meters, but then slow down. On the way home from the last turning point I manage to find some clear water and won a couple of positions.
On to the bike as the first in the chase pack. I felt good but we didn't manage to gain ground on the front pack. On the second loop out of five, I got a puncture. I lost some air in the tire, but only slowly so I got into T-2 with the pack, but as one of the last.
In the run I could feel the lack of training the last week, but under the circumstances I had a good run. I finish 22th (or 24th. correct me if i am wrong max!) and satisfied with my debut in the 2. Bundesliga.
Now I know where to improve, and looking forward to the next race.“

 

 

Andreas Rumin Kjaer:
“This was my first Bundesliga race which was exciting for me because I had no idea of how I would place in the field, however I think I had a solid debut. The swim was very different from the races I race back home in Denmark. The field in the Bundesliga is much larger which of course makes the swim a lot more crowded with a lot of fighting. Despite that I think my swim went well and I nearly made it to the first group.
The bike leg was of course also a lot more crowded than I am used to, but I still think that the bike leg was a kind of ‘silent’ with no real attacks or any inroads in the frontpacks lead. I just tried to stay in the front of the pack to stay safe from crashes and avoid any hard accelerations in the turns.
The run was also solid for me with the 10th fastest run overall and no real issue. This made me finish in 18th place which I am very satisfied with in my debut.“

 

Euer Bundesligateam

Radtraining

Sponsoren