Triathlonverein Dresden e.V.

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Rasant durchs Havelland

Havelberg an der Havel im Havelland: Bereits zum 6. mal Austragungsort eines Rennens der Regionalliga Ost, 2016 das entscheidende 3. von 4 Rennen insgesamt, mit malerischem Schwimmstart, flacher und windiger Radstrecke, historischer Hansealtstadt und Campingplatz als Laufkulisse - it's a classic!

Nach Nominierung für dieses sportliche Großereignis durch das DROSB (Dresdner Regionalliga Ost Spitzen Team Berufungskomitee) fiel manchem Athleten sicherlich ein großer Stein vom Herzen. Bei den wenigen nicht berücksichtigten Sportler geschah dies aus purer Erleichterung, endlich mal ein wettkampffreies Wochenende zu haben. Die Nominierten freuten sich darauf, den satten Vorsprung in der Mannschaftswertung auszubauen.

Laut einem bislang unveröffentlichten internen DROSB-Dokument war die Veranstaltung in den letzten Jahren leider oft „nicht so der Bringer“. Dafür mag es jedes mal unterschiedliche Gründe geben haben, einer war aber fast immer derselbe: die Affenhitze. Mitte Juli gleicht das Westhavelland einem Backofen mit Umluftfunktion, hört man alte Regionalliga-Hasen erzählen. Hasenbraten gab's aber dieses Jahr, wenn überhaupt, nur in den Restaurants entlang der Laufstrecke, denn der Himmel blieb am Wettkampf-Samstag bedeckt und die Temperaturen angenehm moderat.

Bis über die Ohrenspitzen motiviert trafen sich die Damen und Herren des Dresdner Spitzen Teams in der Samstagfrüh, stiegen in den Teamvan und setzten sich nebst Materialwagen in Bewegung. Die etwas längere Anreise durch blühende Landschaften und stolze Dörfer auf Straßen mit überraschender Belagsqualität verlief überwiegend stressfrei und innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters. Aufgrund einer Umleitung machte der Materialwagen zwar eine ungewollte Landrundfahrt, aber durch die danke der flachen Geographie weithin sichtbarer Kirchtürmen als Anhaltspunkt, konnte er sicher zum Ziel navigieren.

Am Ort des Geschehens wurden die Athleten mit militärischen Ehren von Helfern aus einer nahen Kaserne empfangen. Obwohl das offizielle Protokoll eine Trennung von Team- und Materialfahrzeug vorsah, gelang es einen benachbarten Parkplatz zu bekommen, sodass kein Dresdner sich schon vor dem Wettkampf verausgaben musste, um an sein Rennmaterial zu gelangen.

Ach ja, das Rennmaterial. Es brachte uns vor dem Rennstart doch noch gehörig zum Schwitzen. Das windschnittige Velo von Grahlo gab nach dem Check-In dazu den Anlass. Es fiel im „Scheckkarten-Test“ durch. Noch nie gehört? Ist auch keine offizielle Bezeichnung, sondern von mir frei erfunden, weil der Wettkampfrichter dazu keine weiteren Angaben machen konnte. Jedenfalls passierte Folgendes: Der Offizielle probierte ein Plastikkärtchen im Scheckkartenformat zwischen Hinterrad und Rahmen hindurch zu schieben. Er wollte damit prüfen, ob genug Freiraum zwischen Reifen und Sattelrohr vorhanden sei. Denn Steinchen, Ästchen oder Ähnliches könnten sich dazwischen verkeilen und das Hinterrad in voller Fahrt unerwartet und plötzlich stoppen lassen, so die Begründung. Bei Grahlos Gefährt (nebenbei das wohl wertstabilste in der ganzen Wechselzone) blieb das Testwerkzeug (ein billiger DTU Startpass) am Rahmen hängen, weil dieser zu stark seitlich um den Reifen herum gebogen war. Ein beherzter Mechanikereingriff unserer Betreuer Jörg und Martin rettete die Situation glücklicherweise.

Wenige Minuten später fiel der Startschuss zum Männerrennen. 1,5km in der Havel bzw. einem Seitenarm entlang der Altstadt fühlten sich mit Neo gut an, jedenfalls bei mir. Als 3. Schwimmer wechselte ich auf den 2. Platz und begann den Versuch, die Verfolger auf der Radstrecke auf Abstand zu halten. Es gelang, und ich war froh, mich aus der einsetzenden Grüppchenbildung auf der Radstrecke galant heraushalten zu können. In Führung lief ich los. Mein Vorsprung von etwa anderthalb Minuten schmolz dahin, als das Geraer Geschoss Theo und Nico durchstarteten. Aber Martin und Jörg sowie weithergereiste Fans feuerten an und gaben Zeiten durch. Auf diese Art genötigt, reichte eine gute halben Minute Vorsprung für den Sieg. Mit Nico als 3. (schnellste Laufzeit!) kurz hinter Theo, Grahlo und Philipp-Johannes als 7. und 8. sowie last Action Hero Totten auf Platz 37 ging der Plan mal wieder ganz nach oben aufs Treppchen zu steigen auf.

Katja, Pauline, Konstanze und Susi vervollständigten das Dresdner Glück. Mit Ihren vier Top10 Platzierungen (5.,6.,7. u. 9.) erarbeiteten Sie sich auf der Sprintdistanz auch den Tagessieg!

Im Anschluss ans Rennen erfreuten wir Athleten uns noch der Gesellschaft unserer Dresdner Supporter und Fans und gaben uns ganz dem stillen Genuss hin, fix und fertig in Kameras zu Lächeln.

 

Ja, Dank Karo, Martin und Jörg wurde der Riesenspaß auch sehr gut >fotografisch dokumentiert<.

Danke auch mal wieder dem >Autohaus Reick< fürs Bereitstellen des Transporters.

Sportliche Grüße,

Euer Max

>Ergebnisse<

 

 

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