Triathlonverein Dresden e.V.

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Showdown mit Berlin beim 3. Regionalliga-Wettkampf in Havelberg

Der dritte von insgesamt vier Wettkämpfen in der Regionalliga Ost stand an.

Die Ziele für die verschiedenen Mannschaften waren ausgegeben: Die Männer sollten den zweiten Gesamtplatz absichern und so in Schlagdistanz zu TVB 09 bleiben. Die Masters sollten ein Lebenszeichen von sich geben und aus dem Tabellenkeller kriechen. Ja, und wir Frauen? Wir wollten richtig einen gucken lassen, um endlich mal die TuS (sen) von Berlin Neukölln hinter uns zu lassen und so die Chance auf den Gesamtsieg zu wahren.

Nach Havelberg sollte es gehen. Durch den weiten Weg bis dahin ein ziemlich unbeliebter Wettkampf. Ich war auch schon einige Jahre nicht mehr am Start, weil er immer ungünstig in der Pawelschen Urlaubszeit liegt. Doch diesmal haben wir unseren Urlaub so gelegt, dass ich mit dabei sein konnte (zum Ärger von Torsten). Bei uns Mädels waren noch Pauline, Manu Suess (unser neues Teammitglied aus Spanien) & Jule, die noch nicht wusste, wie sie zurück kommen würde am Start… Wem fällt was auf? Richtig! Die Top 4 von Moritzburg…dat muss was werden!!!

Bei den Männern standen Martin, Andreas Koch, Andreas Jalowi, Nico und Danny am Start. Eigentlich war Grahlo fest eingeplant, doch er zog wegen Krankheit kurzfristig zurück und Martin sprang ein.

Die Masters waren mit Katja (als einzige Frau im ganzen Feld!), Jörg M., Fisch Gert und Oldie but Goldie Holm über die Olympische Distanz dabei.

Die, die nicht selbstständig hinfahren wollten oder konnten, trafen sich Samstagmorgen 8 Uhr am Neustädter Bahnhof. Der Crafter war fix geladen, ab in den Sharan mit Fahrer Martin, Copilot Danny, Jule & Manu. Nach einer ungeplanten Stadtrundfahrt mit Stopp an jeder Ampel, fand Martin dann doch den Weg auf die Autobahn Richtung Leipzig…und dort dann doch nicht das Gaspedal…mit schleichenden 100 km/h fuhren wir gen Havelberg…Nach kurzer Diskussion über das, was aus der Musikanlage für Krachgedöns kam, ließen wir es uns schmecken und holten etwas Schlaf nach. Nach weiterhin gemütlichem Dahinfahrens und einem Päus‘chen kamen wir überpünktlich und tiefenentspannt am Wettkampfort an. Genug Zeit, um unsere Unterlagen zu holen, noch was zu essen und zu chillen hatten wir ja. Manu hatte eine schicke Flechtfrisur, Jule hatte Manu im Auto schon überredet ihr auch so eine ähnliche zu frisieren. Als wir es uns dann unterm TV-Pavillon gemütlich machten, wollte Pauline auch eine…dann Katja auch…tja, dann war ich das einzige TV-Mädel, was noch keine Flechtfrisur hatte. Jule probierte es und gab es dann auf…aber Manu schaffte es dann, mir so etwas wie ein Zwirbelpony zu zaubern. Absolute Ferienlagerstimmung! Und die B-Note hatten wir so schon in der Tasche!

Die Männer waren zuerst dran. Martin sprang zwar für Grahlo ein, aber so richtig Lust hatte er wohl doch nicht und ließ seine Radschuhe gleich zu Hause. So entschied er sich, Andi Koch beim Schwimmen zu unterstützen. Die Schwimmstrecke der Olympischen Distanz führte durch den Hafen raus auf die Havel, einmal um die Spülinsel und dann wieder raus aus dem kühlen Nass. Danny und Andreas Jalowi kamen gut in den Fluten zurecht und im vorderen Drittel aus dem Wasser. Nico, Andi Koch und Martin verweilten noch etwas in der Strömung und folgten im Mittelfeld. Es folgte eine 22 km lange Wendepunktstrecke, die 2-mal gefahren werden musste. Fahrerisches Können war hier nicht gefragt. Hier konnten die punkten, die Druck auf die Pedale bringen können. Vor allem Nico konnte sich hierdurch nach vorne arbeiten und durch einen sehr guten Lauf den 9. Platz erkämpfen. Danny war da nach den 3 Laufrunden schon knapp 50 Sekunden auf Platz 6 im Ziel. Andreas Jalowi büßte auf dem Rad etwas ein, aber kämpfte sich durch einen guten Lauf wieder auf den 14. Platz. Andreas Koch folgte auf dem Platz 18. Diese Leistung bescherte der Männermannschaft wieder den 2. Platz in der Tageswertung hinter den Dauersiegern von TVB 09 und auch in der Gesamtwertung setzen sie sich hinter ihnen auf den 2. Platz fest.

Die Masters starteten 10 min später und hatten die gleiche Strecke zu bewältigen. Nach dem Startschuss setzte sich sogleich in bekannter Manier Gert, the Fish, Fischer an die Spitze und baute seinen Vorsprung bis zum ersten Wechsel auf knapp 2 min aus. Katja folgte im vorderen Drittel, Jörg im Mittelfeld und Holm stieg im hinteren Drittel aus den Fluten. Für ihn beginnt der Wettkampf erst auf dem Rad. Und das hat er auch gezeigt. Auf dem Rad pflügte Holm durchs Feld und durch seinen sehr guten Lauf schob er sich noch vor auf den 6. Platz. Gert profitierte immerhin teamintern bis zuletzt von seiner Schwimmdominanz, so dass er als 2. vom Team als 22. einlief. Katja machte einen sehr guten Wettkampf in dem Männerfeld und schloss als 25. einige Sekunden vor Jörg ab, der 28. wurde. Das Mastersteam erreichte damit den 6. Platz in der Tageswertung und kletterten damit in der Gesamtwertung einen Platz nach oben auf die 7. Schade, dass die Boni für Damen und ältere Männer abgeschafft wurden, sonst sähe die Tabelle sicherlich anders aus.

Wir durften dann nun auch endlich 15:50 Uhr über die Sprintdistanz ran. Nach dem Einschwimmen „stellten“ wir uns an der gedachten Startlinie zwischen zwei Bojen auf, warteten noch auf ein Paddelboot, was sich auf die Schwimmstrecke verirrt hatte, und dann ertönte auch schon die Starttröte. Ich stellte mich ganz vorne mit auf, um so wenig wie möglich zu verlieren. Leider bekam ich nach wenigen Metern einen Fußtritt gegen den Kopf, später verschluckte ich jede Menge von dem spritgeschwängertem Hafenwasser, was mich etwas aus dem Rhythmus brachte. Glücklicherweise hatte ich Pauline zu mindest bis zur Wendeboje immer im Blick, was mich positiv stimmte. Wir blieben im Hafen, wendeten also an der Boje und schwammen wieder entlang der Boote Richtung Ausstieg. Durch die Strömung erschien der Rückweg etwas länger. Gegen die starken Schwimmerinnen haben wir nix entgegenzusetzen. Fast geschlossen kamen wir aus dem Wasser: Pauline als 14., ich als 17., Manu als 19. und Jule als 20.

Vorsichtig die Badekappe runter, schließlich durfte die tolle Frisur nicht zerstört werden, ab zum Radel, Helm auf, Nummer um und rauf aufs Rad. 11 km hin und 11 km zurück…ziemlich unspektakulär! Da mir in der Wechselzone nicht gesagt wurde, auf welcher Position ich mich befinde, sah ich erst kurz vorm Wendepunkt, wie viele noch vor mir waren. Als 2. ging ich auf die Laufstrecke. Manu hatte auch gut Druck auf der Pedale und folgte nur 1,5 min später. Pauline und Jule, die von ihrer ersten Langdistanz vor einer Woche ziemlich schwere Beine hatte, folgten fast zugleich nochmal 1,5 min nach Manu. Wir hatten 3 kleine Hafenrunden zu laufen, also 6,3 km. Für mich waren die, wie immer sehr hart. Manu und Pauline laufen immer super, also kam es auf mich drauf an. Mich überholten aber nicht so viele und davon nur eine von den TuS (sen). Kurz vor Schluss kam dann auch noch Pauline, so dass wir als 6. und 7. Hand in Hand jubelnd ins Ziel laufen konnten. Für mich war klar, dass es dieses Mal reichen musste. Manu war als 3. eingelaufen und blieb damit sogar vor der ersten TuS (se). Jule schloss unser super Mannschaftsergebnis mit einem hervorragenden 11. Platz ab. Und tatsächlich, wir durften uns ganz nach oben auf‘s Treppchen stellen. Damit bescherten wir Manu ihren ersten Sieg mit einer Mannschaft in der Regionalliga! Nicht nur unser Sieg war es, was uns so happy gemacht hat, sondern auch, dass die Mädels von SCC Berlin sich noch vor die TuS (sen) von Berlin Neukölln geschoben haben. Somit sind wir punktgleich mit ihnen und der letzte Wettkampf wird die Entscheidung bringen. Wir sind auf jeden Fall jetzt schon heiß auf den spannenden Kampf!

Bevor es zur Siegerehrung ging, war duschen angesagt. Vor einigen Jahren gab es nur ein Gartenschlauch mitten auf der Wiese. Auch hier hat der Fortschritt Einzug gehalten…nun gibt es mehrere Schläuche und so etwas wie zwei riesige Kabinen. Pauline hat gleich dankend abgelehnt…Manu hat sich zwar auch erst gesträubt, ist dann aber doch mit Jule und mir mit. Schönes kaltes Wasser, lautes Gekicher und jede Menge Männer, die sich fragten, was dort vor sich geht. Was für ein Spaß! Und Manu haben wir in die deutsche FreiKörperKultur eingeführt…das nenn ich mal Völkerverständigung!

Nach der Ehrung mit abschließendem Gruppenfoto und noch nem extra Püppifoto mit unseren schicken Frisuren (Ja, die haben den Wettkampf  alle überstanden) wurden fix die Sachen gepackt und los ging’s…oder eben auch nicht. Keiner wusste, wie Jule nach Dresden zurück kommen würden. Den Sharan nahm Martin und fuhr mit einigen TV’ lern nach Hamburg und alle anderen, die in Frage kamen, blieben noch etwas dort oder fuhren woanders hin. Mmh, so hatten wir nur den Crafter mit drei Sitzplätzen, aber Andi als Fahrer, Manu, Jule und mich als Mitfahrer. Naja…alles nicht so optimal…lustig war’s nur, weil nichts passiert ist. 23 Uhr kamen wir dann in Dresden an. Jule und Andi schafften dann noch tapfer die Räder von den Hamburg-Fahrern in den Athletikraum, Manu war froh, dass sie bald wieder bei ihren Eltern war und ich verabschiedete mich in den Urlaub.

So ging ein langer, anstrengender, aber doch sehr erfolgreicher Tag zu Ende :-)

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