Triathlonverein Dresden e.V.

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Regionalliga Wettkampf Grimma oder die Erkenntnis, dass ein Triathlon erst im Ziel entschieden wird

Der erste Ligawettkampf in Erfurt Ende Juni brachte die Erkenntnis, dass, will man auf dem ersten Treppchen stehen, und hierbei ist die Wertungsklasse, also Damen, Masters oder Männer, egal, die Berliner Teams schlagen muss.

Dieser Umstand treibt bei den Masters die prächtigsten Blüten: Platz 1 bis 4 belegten Berliner Mannschaften! Das kann man nun so als gottgegeben hinnehmen oder man geht raus und trainiert, trainiert etwas länger, trainiert etwas härter und schaut beim nächsten Wettkampf, ob nicht doch ein (Berliner) Team wackelt.

Für den zweiten Wettkampf kehrte der Regionalligatross nach mehreren Jahren Abstinenz wieder ins beschauliche Grimma zurück. Es sollte über die Sprintdistanz gehen und dann sogar noch mit Windschattenfreigabe, uiuiui! Der gemeine Regionalliga-Starter kann doch nur gerade aus fahren, dass zwar mit ordentlich Druck auf dem Pedal, aber eben halt nur gerade. Jede Kurve, jede Wende ist ihm ein Graus. Was die Verantwortlichen sich dabei gedacht haben?!

Wie schon angedeutet war in allen Dresdner Teams genug Motivation vorhanden, um in Grimma zu performen. Auch an der Personalschraube wurde gedreht: Das Männerteam konnte sich über den ersten Einsatz von Neuzugang Danny Friese freuen, musste aber schmerzlich die Absage von Max zur Kenntnis nehmen für den kurzfristig Rudi einsprang. Die Damen rotierten etwas: Jule wurde zur Hawaii-Quali nach Roth beordert und dafür sprang Susi ein. Im Mastersteam wurde die Taktik „vier sind schneller als fünf“ verfolgt und Holm auf die Ersatzbank geschickt. Auch der Betreuerstab wurde qualitativ und quantitativ aufgestockt. Marco, Marv und Martin gaben sich alle Mühe die Wünsche der Athleten von deren Augen abzulesen. Antje und Roland Herrmann ging gleich ganz auf Nummer sicher und brachten die hauseigene Fänin mit. Und auch das Präsidium um Margrit und Jörg wollte sich von der Leidensfähigkeit und vom Einsatz der hochbezahlten Sportler überzeugen.

Um 11 Uhr erfolgte der Start der Männer. Als einziger Dresdner Sportler konnte Rudi im Vorderfeld mit schwimmen. Im Gegensatz zu David, der oft mit uns trainiert, im Wettkampf aber für Gera startet, gelang Rudi leider nicht der Sprung zur vierköpfigen Spitzengruppe. Er hielt sich den gesamten Radpart über in der Verfolgergruppe und machte ausserlich einen guten Eindruck, so dass gewisse Hoffnungen hinsichtlich der Endplatzierung bei den Betreuern erwachten. Dahinter folgten Danny und Grahlo in Gruppe drei bzw. vier. Für etwas Puls sorgten Nico und Andi, die fast dem gesamten Feld den Vortritt liesen – das musste doch nicht sein! Auf dem Rad fuhren dann beide was ging und so konnten sie noch ein paar Athleten einsammeln. Da sich beim Radfahren nicht so viel wie gewohnt änderte, sah es gar nicht gut mit einer guten Platzierung für das Team aus. Zu viele Erfurter, Neuhausener, Cottbuser, Geraer und natürlich Berliner lagen vor unserem vierten Mann. Etwas Hoffnung hatte ich noch, lagen doch Rudi und Danny gut im Rennen und Nico hatte mir gesagt, dass er immer eine 16:05 auf die 5 Kilometer laufen kann. Dieser Hoffnung wurde jäh zerstört, als ich Rudi um die Ecke traben sah. Ihm fehlten aufgrund einer Verletzung wichtige Trainingskilometer, so dass er weit unter seinem Anspruch lief. Danny machte wie erhofft Platz um Platz gut und schaffte in der letzten Runde noch den Spurt auf Platz fünf. Nico startete seine Aufholjagd wie angekündigt. Es war ein gar festlicher Anblick mit welchem Geschwindigkeitsüberschuss er Athlet um Athlet kassierte. Bis auf Rang 14 spülte ihn sein Lauf nach vorne, super! Grahlo kämpfte und ackerte in gewohnter Manier bis das Schweißband überquoll. Er wurde mit einem guten 17. Platz belohnt. Andi, dem ich auf dem Rad noch zugerufen hatte, dass er für Nico arbeiten solle, hatte inzwischen Rudi überlaufen. Taktisch unklug feuerten wir ihn beim Schlussspurt an und beraubten ihm so des Überraschungsmomentes. Er kam auf Platz 32 ein.

Das Rennen der Damen und Masters wurden zur Freude aller zusammengelegt. Dieser Umstand kam insbesondere den guten Schwimmerinnen zu gute, die so dann mit den Masters mit radeln konnten. Anne schwamm wie schon in Erfurt fantastisch und saß sicher in der ersten Radgruppe. Pauline schaffte den Sprung in die zweite Gruppe. Susi genoss die Mulde etwas länger, pflügte dann beim Rad aber durchs Feld das es eine Wonne war. Kapitän Jörg ließ die ersten Sportler, welche er auf dem Rad begegnete, ziehen und musste das mit einem Soloritt über die gesamte Distanz bezahlen. Elfi kam ordentlich aus dem Wasser und konnte uns von ihrem blauen Renner sogar noch anlächeln, schön! Roland trieb ein gar verwegenes Spiel mit seiner Antje: Beim Schwimmen hielt er sie noch auf Abstand um sich dann beim Radfahren an sie heran zu schleichen. Wer nun dachte, dass die beiden ein herrmannsches Paarzeitfahren auf die Straße bringen würden, irrte. Roland zog gnadenlos auf und davon. Der traut sich was …

Anne, die beim Laufen zeitweise die Führung übernommen hatte, kam auf Platz 5 ein. Pauline, die erst im Winter zu uns gestoßen ist, holte sich ihre erste Podestplatzierung und wurde Dritte. Susi hatte bis zum zweiten Wechsel den Anschluss an die Führenden hergestellt. Beim Laufen schnitt sie zur Erheiterung der Zuschauer lustige Grim(m)assen und musste noch ein paar Plätze herschenken. Sie holte für das Team den neunten Platz.

Beim abschließenden Laufen zeigte Jörg seine aufsteigende Form und erkämpfte sich den 33. Rang. Elfi folgte kurz dahinter auf Platz 36. Antje konnte Rolands Radattacke leider nicht kontern, schade;-) Platz 39 und 40 stehen am Ende des Wettkampfes und einer harten Trainingswoche in den französischen Bergen zu Buche.

Das Frauenteam musste sich trotz verbesserter Platzziffer gegenüber Erfurt wieder mit Platz zwei zufrieden geben und wird in Havelberg wieder angriffslustig am Start stehen. Die Masters landen in Grimma auf Platz 9. Der Wegfall der Zeitbonifikationen für Damen und Masters über 50 Jahre schmerzt hier etwas. Die Männer schaffen es nach verhaltenem Start noch auf Platz drei der Tageswertung. Und Ehre wem Ehre gebührt: Die Sieger kommen wieder in allen Kategorien aus Berlin, nämlich TuS Neukölln Berlin (Damen und Masters) und TVB 09 (Herren).

Gleich mehrerer Erkenntnisse kann ich mich am Ende eines langen Tages nicht erwehren:

  1. Insgesamt hat das Gruppenfahren in Grimma dann doch besser funktioniert als erwartet. Das Format war eine super Abwechslung und nur so gelingt die Integration von Nachwuchssportlern.
  2. Auch wenn die Herren am Anfang etwas verhalten angegangen sind, hinten raus k*ckt die Ente und das tat sie auch. Ein Triathlon ist halt doch erst im Ziel zu Ende.
  3. Die Berliner stellen alle anderen Teams vor eine hinreichend schwierige Aufgabe. Wir geben uns Mühe sie bis zu Saisonende zu lösen.
  4. Damen: Pauline und Anne haben in Erfurt und Grimma super gepunktet. Unterstützung gab es jeweils von einem „Oldie“. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Herren: Platz drei ohne Max geht voll in Ordnung. Ein guter Lauf rettet so manches. Masters: Es wurde klasse gekämpft und der Teamgeist ist formidabel.

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