Triathlonverein Dresden e.V.

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Dampferfahrt auf dem Arendsee

Der Triathlon in Arendsee stand schon lange auf meiner Must-have-Liste, als Kind war ich dort mehrmals im Ferienlager, deshalb wusste ich, wie schön der See dort ist.

Wer von den jüngeren TV-lern mit „Ferienlager“ nichts anfangen kann, bei Gelegenheit erkläre ich es gern, jetzt führt es etwas zu weit.

Am 09.08.2014 war es dann soweit, zusammen mit Heino stand ich an der Startnummernausgabe in Arendsee auf dem Marktplatz. Das Anstehen dauerte leider etwas länger als gedacht, deshalb wurde es vor der Abfahrt des Dampfers etwas knapp. Das Schwimmen dort nämlich ist eine Kombination aus Dampferfahrt und Schwimmen, man fährt also mit dem Schiff auf den See, springt ins Wasser und schwimmt an das Ufer. Leider hatte sich der Kapitän versteuert, oder der Vermesser hatte die Bojen fasch gesetzt oder der Wind hatte die Bojen abgetrieben oder was weiß ich….

Jedenfalls nahm die Schwimmstrecke kein Ende und erst nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich das rettende Ufer. Dort begrüßte mich meine Frau mit den motivierenden Worten: „Heino ist aber vor Dir!“ Na toll, noch langsamer als ich hätte er wohl kaum schwimmen können. Nun ein paar Stufen durch einen Park zum Rad. Dort wartete die nächste Besonderheit des Wettkampfes: der Transponder wurde erst hier angelegt. Ich habe mich sehr darauf konzentriert um es nicht zu vergessen und nachdem ich mit dem Rad losfahren wollte schrie mir ein Helfer oder Kampfrichter immer wieder „Startnummer!“ zu. Was will der nur, meint der mich? Ach ja, mein Startnummernband flatterte noch am Lenker.

Aber nun ging es wirklich los. Die Radstrecke war eine komplett gesperrte Wendepunktstrecke, 3 x zu fahren. Fast flach, nur der Wind störte etwas. Lutscher-Gruppen gab es auch nicht, dafür 3 Kampfrichter, die die Sache gut im Griff hatten. Ein Wendepunkt war kurz vor der ehemaligen innerdeutschen Grenze – in den Westen wollte man uns wohl doch nicht lassen. Der zweite Wendepunkt war sehr zuschauerfreundlich auf dem Marktplatz. In der dritten Runde hatte ich Heino endlich eingeholt. Im Wechselraum galt es erst mal, meine Schuhe zu finden. Hier hatte ich mir den Laden in der abgesperrten Hauptstraße gemerkt, vor dem sie lagen. Also: auf Höhe NKD-Schild gegenüber der Eisdiele, hat geklappt.

Die Laufstrecke war dann recht einfach, einmal um den See in Uhrzeigersinn. Eigentlich konnte man sich nicht verlaufen, Heino hat es trotzdem geschafft. So hat er aber seine Chance vertan, mich wieder einzuholen. Vom See kam angenehm kühle Luft, dadurch war es sehr schön zu laufen. Kurz vor dem Ziel mussten wir wieder die Stufen zum Marktplatz hoch, jetzt tat es weh. Und dann war es auch schön vorbei. Im Ziel wurde ich vom Sprecher als „der Sonnenbrillenträger aus Dresden“ begrüßt.

Erwähnenswert ist noch, dass Franzi Tiex Landesmeisterin Sachsen-Anhalt wurde, Thomas Röver 2. und 1. in seiner AK – das MTB-Training in der Dresdner Heide mit Susi und Torsten hat also nicht geschadet. In der Altersklasse M55 wäre ich Landesmeister Sachsen-Anhalt, wenn ich dann dafür startberechtigt gewesen wäre, der Geburtsort zählte leider nicht L. Im Gegensatz zu Sachsen (Koberbachtalsperre) gab es bei der Landesmeisterschaft auch eine Siegerehrung. Auch sonst war es ein sehr gut organisierter Triathlon. Wer sich nicht vor der langen Anreise scheut, dem sei diese Veranstaltung ausdrücklich empfohlen. Aber bitte rechtzeitig anmelden, es werden nur so viel Starter angenommen, wie auf einmal auf den Dampfer passen.

Ergebnisse und mehr Fotos auf www.tf-obg.de

Sportliche Grüße
Dieter Korth

Radtraining

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