Triathlonverein Dresden e.V.

Template_HP-0024.jpg

Susis erster Quadrathlon und gleich Deutsche Meisterin!

Susi bestritt nun ihren ersten Quadrathlon - Martin interviewte Sie.

* So Susi, wie lief dein erster Quadrathlon?

Also dafür, dass es mein „erstes Mal“ war, lief es ganz fluffig…wenn auch nicht perfekt! Da das Starterfeld auf 30 Sportler begrenzt war, gab es beim Start auch keine Schwierigkeiten. Das Rennen wurden durch Schützen gestartet und von Cheerleadern begleitet…Spektakulär! Das Schwimmen an sich lief eher so lala, ich kann noch nicht das Schwimmgefühl vom Training in den Wettkampf bringen, sehr Schade! Trotzdem kam ich nach 12:28 min als 3. Frau aus dem Wasser. 10 sec hinter der 2. (Lisa aus Heidelberg) und über eine Minute hinter der 1. (Antje aus Leipzig). Schnell aus dem Neo raus (ein neuer von Speedo, man kommt zwar sehr gut rein, aber schlecht raus L), Rad schnappen und los.

Da vor dem Start gesagt wurde, dass die Startnummer nur für’s Laufen ist, ließ ich sie liegen. Für mich war das auch logisch, da sie ja beim Paddeln stören würde. Nur hab ich nicht so weit gedacht, dass sich in meinem Startnummernband mein Liquid befindet, was ich ja dringend brauche, um vor allem nach dem Paddeln beim Laufen nicht einzugehen. So ein Mist! Auch war ich die einzige, die beim Rad keine Nummer um hatte…oje! Ich dachte schon, dass das noch Ärger gibt! Naja, erst mal in die Pedale treten.

Zu fahren war eine 20 km-Runde, hinzu eher bergan und zurück eher bergab. Die Strecke war alles andere als einfach, vor allem der einsetzende Regen erschwerte die Bedingungen. Ein Teilstück war ein Pflasterweg mit Gras dazwischen…und das bei Nässe! Augen zu und durch, aber immer schön kontrolliert, ein Sturz bringt gar nichts! Lisa holte ich recht zügig ein, Antje erst sehr viel später. Sie versuchte im Windschatten dran zu bleiben, was mir gar nicht gefiel! Wer mich kennt, weiß, was ich davon halte! Und dann auch noch ne Leipzigerin…passt halt wieder ;-) Ich hab nichts gesagt, nur böse nach hinten geguckt, was auch geholfen hat. Am Straßenrand saßen immer wieder mal Anwohner, um die Sportler anzufeuern…ich machte mir den Spaß und schrie: „Glück auf!“ im Vorbeifahren…lautes Gejubel kam zurück: Fetzt!

Mit knapp 2 min Vorsprung kam ich in die Wechselzone, stellte mein Radel ab und wollte schon zum Boot laufen, als mir einfiel, dass ich jetzt mein Liquid nehmen muss, sonst werde ich es nicht ins Ziel schaffen. Also noch mal zurück und Liquid geschnappt und rein damit. Boot geschnappt, vorsichtig im Wasser eingestiegen und los ging es…3 Runden, also 5 km. Schön lang und kraftvoll in alter Manier. Der Wind war nicht mehr so böig wie mittags, sehr gut zum Paddeln, geregnet hat es nun auch nicht mehr. In so einem schmalen Boot, kann es schnell passieren, dass man im Wasser liegt. Ich konnte meinen Vorsprung Runde um Runde ausbauen, aber mein linker seitlicher Rückenmuskel wollte so langsam zu machen…die ersten Anzeichen des zu späten Liquids.

Nun also wieder ans Land, ab in die Laufschuhe, Nummer um und los ging die Tortur! Mit eingeschlafener Pobacke machte ich mich auf die sehr schwere, crossige 4,2 km-Laufstrecke. Große Stufen galt es zu überwinden, so wie Wurzeln und Steine und die ganze eine Seite um die Talsperre steil hoch und steil runter…und das auf schmalem Weg. Die Jedermänner waren ja auch noch auf der Strecke, die es noch zu überholen galt. Da meine Lunge sich wieder von ihrer lautesten Seite zeigte, wurde mir auch immer gleich Platz gemacht. Doch es zog sich ganz schön lang hin! Als das geschafft war, gab es nochmal eine Verpflegungsstation und jetzt flach zurück zum Ziel.

Ich riss mich nochmal zusammen, bald geschafft…die letzten 300 m waren dann die reinste Quälerei! Meine Bauchmuskeln machten jetzt zu…wer nicht weiß, wie sich das anfühlt. In etwa so, also würde man erstochen…äußerst schmerzhaft! Aber bei meinem Energieverbrauch ist das die logische Konsequenz, wenn ich zu wenig zu mir nehme! Aber ist ja nochmal alles gut gegangen…Lisa kam 2 min nach mir ins Ziel und danach Antje. Echt verrückt! Erster Start, erster Titel J

* Was tut mehr weh: 10km Strassenlauf, Duathlon, Triathlon oder Quadrathlon?

Schwer zu sagen. Für mich sind die reinen Läufe echt Horror, weil ich so gut wie immer zu schnell loslaufe und dann Probleme bekomme. Beim Duathlon ist es ähnlich. Dort kommt dann noch das Radfahren, was nach dem Laufen echt schwer fällt, der zweite Lauf geht besser. Triathlon ist so der gewohnte Schmerz. Und beim Quadrathlon kommen dann die Armschmerzen hinzu…die Arme sind nach dem Paddeln mächtig aufgepumpt, aber dafür kann man mal sitzen.Hier sind die Wechsel dafür krasser.

* Nun bist du Deutsche Meisterin. Wie planst du für deine weitere quadrathletische Karriere? Es gibt ja zum Beispiel auch Ultra-Quadrathlons...

Ach, es gibt so viel! Ich werde sicher wieder mal so etwas mitmachen, aber wenn man sich überlegt, was das für einen Aufwand darstellt…schon echt heftig! Man muss sich ein Boot organisieren, dann braucht man ein Auto, wo das auch drauf passt…und und und. Wenn wieder was in der Nähe ist oder es sich etwas ergibt, dann bin ich wieder dabei. Dieses Jahr findet noch die Quadrathlon-WM in Berlin statt, aber die ist leider schon ausgebucht.

Schade ist, dass den Sport so wenige machen und daher die Leistungsdichte sehr gering ist…ohne jetzt meine Leistung und die der anderen Mädels zu schmälern.

* Moechtest du noch jemanden grüßen?

Ja, unbedingt. Ich grüße Herrn Jens Fugmann „Fugi“, der seinen Samstag für mich geopfert hat, um das Boot zu transportieren und mich an der Strecke mit Informationen zu supporten! Aber auch meinen Trainer von damals, der mir sein Boot zur Verfügung gestellt hat, welches er liebevoll „Dampfer“ nennt. Und Danke an Eric und Tina, die noch zur Siegerehrung dageblieben sind. Feine Sache!

* Danke fuer die Einblicke!

Radtraining

Sponsoren