Triathlonverein Dresden e.V.

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Nur Laufen im Herbst ist langweilig

Die Triathlonsaison ist nun doch irgendwie zu Ende gegangen, aber ein Lauf im Herbst stand noch auf dem Plan.

Schon im Sommer fiel dabei die Wahl auf „Schiebock läuft Extrem“. Für mich sollte dies der erste echte Hindernislauf werden. Ich entschied mich die Runde zweimal zu laufen, so dass man auf ca. 8 km kommt. Die Vorbereitung für den Lauf war sehr entspannt, da ich schlicht keine Ahnung hatte was mich erwartet. Also gab es keinen persönlichen Plan zu einer Zielpace oder einer bestimmten Platzierung. Einfach nur Spaß am Lauf haben war die Devise.

So ging es dann auch an den Start in Bischofswerda. Insgesamt kamen 460 Sportler zusammen, wobei die meisten sich für die einfache 4 km Runde entschieden hatten. Zuerst starteten die Kinder über 900 Meter mit Hindernissen, welche auch die Erwachsenen überwinden durften. Dann ging es schon mit den 8 Kilometerläufern los. Gestartet wurde dabei im Abstand von 5 Sekunden. So sollte der Stau vor den einzelnen Hindernissen minimiert werden. Ich stand so ziemlich in der Mitte des Feldes und konnte den ruhigen Start vieler Teilnehmer beobachten. Im Gegensatz zu normalen Laufveranstaltungen ließen es viele langsam angehen. Dann ging es auch für mich auf die Strecke. Bis zum ersten Hindernis (ein paar große Reifen auf der Bahn) waren es ca. 150 Meter und hier überholte ich schon mal zwei Sportler, um etwas Platz bei der ersten Klettereinlage zu haben. Nach den Reifen ging es durch Schaum über Schaumstoff zu stark gehockten 100 Metern und von dort direkt zum Labyrinth. Hier musste man nur schnell zwischen Bauzäunen seinen Weg hindurch finden.

 

 

Jetzt konnten erstmal ein paar Meter gelaufen werden, bevor dann bei zwei kleinen Brücken über Bäche der Weg durch Reifen blockiert war. Hier hatte ich dann das erste Mal einen kleinen Stau bei der Hindernisüberwindung. Am Ende der zweiten Brücke ging es ein Gerüst nach oben und gleich wieder runter. Für den Weg nach unten waren Seile zur Hilfe angebracht, wobei ich mich dann doch für einen Sprung entschieden habe. OK, die Entscheidung war einfach; entweder ich warte kurz bis die Sportler rechts und links von mir herunter geklettert sind, oder ich nehme den schnellen Weg in der Mitte ohne Seile J Wenige Meter später durfte man dann einen Sandsack mitnehmen. Der Veranstalter hat wahrscheinlich nicht verstanden, dass Sandsäcke im Tal eher Wassermassen zurückhalten, als auf dem Berg. Hat alles nix geholfen, der Sandsack musste den Berg hoch. Alle 10 Meter stand freundlicherweise ein Hinweis, wie viele Meter noch zu absolvieren sind. Also nur noch 40, 30, 20, 10 – ups. auf dem nächsten Schild stand nur ein sorry verarscht und nochmal 50 Meter. Aber auch die gingen vorbei und danach konnten wieder mal ein paar Meter in Ruhe gelaufen werden.

   

Als nächste Hindernis kam ein kleines Klettergerüst zum hochkrabbeln und von oben runter springen und ein paar Meter danach ging es einen steilen Anstieg nach oben. Ein paar Seile zum Festhalten waren vorhanden, aber mit etwas Schwung ging es auch ohne. Weiter gingen es durch den dunklen Wald, wo völlig unverhofft ein Bär aus dem Gebüsch kam, also schnell weiter, der soll mal die langsameren Starter fressen. Als nächstes Hindernis wartete eine Kombination aus gestapelten Paletten zum überqueren und Hürden zum unterqueren. Nach wieder ein paar entspannten Laufmetern stand ein Auto quer über dem Weg. Zum Glück waren die Türen offen, so konnte man schnell durchkrabbeln, um dann in einem mit einer Abdeckplane zugehängten Tunnel zu stehen. Damit man seinen Weg nicht so schnell raus findet wurde zusätzlich ordentlich Rauch erzeugt und in der Mitte ein weiteres Auto platziert. Zwei Läufer vor mir blieb eine Frau stehen, um sich zu orientieren. Ich konnte zum Glück noch rechtzeitig bremsen, sonst hätte es ein weiteres Hindernis gegeben. Nach dem Tunnel stand zum Abschluss ein weiteres Auto, welches man über die Motorhaube gut überwinden konnte.

Als nächste folgte ein Haufen Reifen unter einer Brücke, eine Container mit Schaumstoff (und ein paar komischen Seilen drüber) und dann eine Vielzahl an Hürden. Gefühlt haben mich diese Hürden am meisten genervt und gerade in der zweiten Runde war ich froh, als diese vorbei waren. Dann ging es durch runde Löcher zurück auf den Sportplatz, wo nochmal zwei Hindernisse standen. Zum einen eine Netz zum gebeugten drüber gehen und zum anderen ein Gerüst mit tief hängenden Reifen. Schon war die erste Runde geschafft und ich durfte mich direkt nochmal an den Hindernissen versuchen. In der zweiten Runde mischten sich dann die  1-Runden-Läufer unters Volk, so dass der Stau an den Hindernissen etwas größer wurde. Jedoch konnte man bei den reinen Laufstrecken die Sportler einfacher überholen, da diese etwas langsamer rannten. Beim Sandsackschleppen war ein Joggen dann nicht mehr möglich, es blockierten einfach zu viele Fußgänger den Anstieg. Dafür konnte man Kinder beobachten, die verzweifelt versuchen den Sandsack irgendwie zu transportieren. Ich war fast versucht Ihnen den Sandsack abzunehmen. Vielleicht hätte man für die Kinder ein paar leichtere Säcke füllen sollen, oder aber die Altersgrenze etwas nach oben korrigiert. Die zweite Runde war auf jeden Fall schnell vorüber (wenn auch zeitlich etwas langsamer als die Erste) und mit einem kleinen Zielsprint war das Rennen Geschichte. Mit knapp über 40 Minuten und Platz 21 war ich total platt und auf jeden Fall zufrieden. Es war in Summe eine sehr schöne Veranstaltung, die jetzt schon mal im Kalender für 2017 vorgemerkt ist. So kann ein gelungener Saisonabschluß aussehen!

Wer sich die Strecke mal als Film anschauen möchte, kann dem Gesamtzweiten bei YouTube folgen: https://www.youtube.com/watch?v=07rbSK00QhI . Ein paar mehr Bilder findet man hier: http://www.schiebock-laeuft-extrem.de/Bilder2016/index.php.

Sportliche Grüße
Karsten Voigt

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