Triathlonverein Dresden e.V.

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Nachlese zum Dresdner Nachlauf

Ein Bericht von René Jordan und Perspektiven weiterer Vereinsstarter.

Der Dresdner Nachtlauf, welcher neben dem Leipziger Nachtlauf der 2. Nachtlauf des Dresdner Sportveranstalters „Laufszene Sachsen“ ist, erfreut sich weiterhin sehr hoher Beliebtheit in Dresden und seine Stadtgrenzen hinaus. Dieses Jahr hatten sich rund 4000 Starterinnen und Starter für den Hauptlauf über 13,8 km eingefunden und je nach Ambition gut vorbereitet. Der Eine sieht‘s locker, die Andere geht auf Sieg. Von der Wilsdruffer Straße, am Rande des beginnenden Stadtfestes, entlang des bei Sportlern sehr beliebten Elberadweges bis hin zum Blauen Wunder in eine Richtung folgte die Strecke, die Brücke gequert, den Radweg auf der rechtselbischen Seite über grobes Pflaster bis zum alten Wasserwerk an der Saloppe. Dort reihte sich in diesem Jahr, als Prämiere, der 5 km-Lauf ein, um gemeinsam mit dem langen Bruder erneut unter der Waldschlößchenbrücke hindurch am Rosengarten vorbei und rauf auf die Carolabrücke, mit letztem Schwung oder lahmem Schlurfen zurück auf die Wilsdruffer Straße zu biegen. Eine runde Sache, wie auch der Veranstalter stolz verlauten lässt, denn mit knapp 1000 Startern wurden dessen Erwartungen an den 5 km wohl deutlich übertroffen.

Begleitet wurde der diesjährige Nachtlauf von prächtigem Wetter und heiterer Stimmung, wie sich das die Dresdner für ihr Stadtfest gewünscht hatten. Der Triathlonverein Dresden wünscht auf jeden Fall auch in den kommenden Jahren viel Freude bei der Organisation und der Durchführung der Veranstaltungen. Denn auch dieses Jahr waren wieder einige Athleten im Starterfeld gesichtet worden. Das wurde zu einem nicht unwesentlichen Teil durch unseren Sportfreund Peter auch noch wesentlich unterstützt, in dem er recht uneigennützig die seiner NORDSEE-Filiale angebotenen und nicht anderweitig genutzten Freistarts an den TV Dresden weiterleitete. Ein herzliches Dankeschön dafür!

Ein paar wenige der Starter des TV Dresden wollten dann auch von ihrem Lauferlebnis berichten, wobei ich das bei Nico Pietsch auch in vollem Umfang nachempfinden kann! Nico, als einer der äußerst engagierten Regionalligastarter des TV hatte in der laufenden Regionalligasaison Laufsplits, mit guten Trainingsergebnissen auf sich aufmerksam gemacht und sich entschieden als letzten Feinschliff unter WK Bedingungen beim Nachtlauf zu starten. Ohne große Ambitionen auf die wichtigen Plätze 1 bis 3, welche vom Veranstalter prämiert werden, fand er sich relativ locker an der Startlinie. Mit dem obligatorisch schnellsten ersten Kilometer konnte er gut seine Wohlfühl-Pace finden. Bis KM 2 war Nico damit der Führende der Verfolgergruppe, allerdings schon mit einem gehörigen Rückstand nach vorn, wo Lokalmatador Marc Schulze das Tempo hochhielt. Im Schlepptau waren Andre Fischer und Anton Clauss - beide die nominell schnelleren Läufer. Das haben sie ihm dann auch ab KM 2,5 gezeigt, als Andre angezogen hat und Anton mitgegangen ist. Allerdings mussten Anton und ein Läufer aus der Führungsgruppe den Speed reduzieren. Man munkelt, zwischenzeitlich hätte Nico 20 Sekunden Rückstand, aber bereits vor der Wende am Blauen Wunder konnte er Anton überholen. Nach dem Kopfsteinpflaster am Körnerweg konnte er dann auch den anderen Läufer überholen und kam auch langsam wieder an Andre ran. Aber näher als 5 bis 7 Sekunden konnte er sich nicht mehr annähern. Da er es natürlich trotzdem versucht hat, war das Tempo die ganze Zeit hoch und ich konnte nach 47:07 Minuten als 6. des Hauptlaufes ins Ziel einlaufen. Gleiche Platzierung wie im Vorjahr aber 1:30 Minuten schneller!  Als Nächstes steht am 27.08.2016 die Langdistanz beim Knappenman an - hoffentlich mit guten Läuferbeinen! Das wünscht ihm der ganze TV!

Zur gleichen Zeit wie Nico begab sich auch Silvio Glöckner auf den schnellen Lauf zum Blauen Wunder und es lief nach eigenem Bekunden auch recht locker. Das hatte ich aber auch erwartete, nachdem sich Silvio in diesem Jahr auf die prestigeträchtige Langdistanz im fränkischen Roth vorbereitet hatte, aber leider von einer Fußverletzung jäh aus dem Traum vom ersten Langdistanzfinish gerissen wurde. Die Form war jedoch weiterhin gut und so entschloss er sich, auf der Pflasterstrecke wegen seines Sprunggelenkes  etwas aufpassen und die Geschwindigkeit zu reduzieren, so dass er hier ein paar Plätze verlor. Der Rest wurde dann etwas anstrengender, was aber wohl daran lag, dass er sein Tempo unbewusst erhöht hatte. Im Ziel dann nochmal ein kräftiger Sprint, weil ihn 2 Läufer ein paar 100 Meter vorher noch überholt hatten - einen konnte er dann noch kassieren.

Am Ende war er mit meiner Pace von 4:08min/km sehr zufrieden. Damit konnte er seine Bestzeit auf gleicher Strecke vom letzten Jahr auch um 3 Minuten unterbieten und blieb damit erstmals unter einer Stunde über die 13,8km. Auch davor ziehe ich meinen Hut und drücke die Daumen für die erste Langdistanz beim 28. Knappenman!

Eine Woche vor dem Knappenman sollte auch auf Karsten Voigts Trainingsplan nochmal eine schnelle Laufeinheit stehen und so kam der Dresdner Nachtlauf ganz recht. Für die 13,8 km wollte er eine Zeit von unter eine Stunde schaffen. Vor dem Wettkampf wurde deshalb die Uhr mit den notwendigen Daten gefüttert. Der Start verlief  dann wieder typisch für solche Veranstaltungen. Erstmal, trotz Startblock A, mussten viel Teilnehmer im Slalom überholt werden;  spätestens ab dem Fährgarten hatte er dann freie Bahn! Ein kurzer Zeitcheck nach KM1 und siehe da: er ist nicht mal viel zu schnell los gelaufen. Bis zum Blauen Wunder verlief die Strecke ohne besondere Highlights, außer dass der Autor ihn überholt hat. An der Brücke standen dann seine Tochter und Frau und haben ihn tatkräftig angefeuert, was den mittlerweile gutdurchbluteten Beinen neue Flügel verlieh.  Weiter ging es über das berühmte Pflaster am Körnerweg, da Karsten dort aber im Training öfter unterwegs ist, stellte das kein großes Hindernis dar. Auf dem weiteren Weg überholten ihn Björn und Silvio. Am Rosengarten folgte nochmal ein kurzer Blick auf die Uhr – aktuelle Pace im grünen Bereich und prognostizierte Zielzeit auch grün – also alles im Lot und äußerst zufriedenstellend für Karsten. Schnell noch über die Carolabrücke, runter an den Fluss, den Hasenberg wieder rauf und schon war das Ziel da. Mit der Nettozeit von 58:55 Minuten war das Ziel voll erfüllt. Sein Fazit als Nachtlaufwiederholungstäter: Ein schöner Lauf mit sehr schöner Atmosphäre!

Bei mir selbst lief der Nachtlauf über 13,8km im Hauptlauf auch recht gut an, denn voll motiviert hatte ich im Vorfeld die Zeiten der letzten Jahre geprüft und entdeckt, dass da einer der Teamkollegen vom Team Ausdauertraining Dresden mit seinen 10 Jahren mehr auf der Brust eine Zeit von sage und schreibe 53:32 Minuten hingelegt hatte. Vor zwei Jahren zwar, aber ich bin ja immer noch 8 Jahre jünger als er damals. Diese Zeit wollte ich erreichen, was eine Verbesserung von etwa 2 Minuten bedeuten würde. Also stand ich mit den Athleten am Start. Der Startschuss fiel und schon war der erste Kilometer rum. Wie üblich bei solch einem Lauf unter Einwirkung von Adrenalin irgendwie zu schnell. Bei KM2 lief ich auf Markus auf, der schon beim letztjährigen Spreewaldmarathon über 21 km ein sehr guter Pace-Maker für mich war. Er hatte offenbar bis dahin noch nicht so recht in Tritt gefunden und hing sich so an mich dran. Das tat uns beiden wohl gut: ihm um in den Rhythmus zu kommen und mir um das Tempo aufrecht zu halten. Am Blauen Wunder konnte ich die angeschlagenen 3:55min/km nicht mehr halten und grübelte ernsthaft, einfach das WC aufzusuchen und anschließend einfach gemütlich weiterzulaufen. Aber ich konnte mich mit dem Gedanken an die harten Bergsprints der vergangenen Wochen wieder gut berappeln und hielt durch. Das bereits oben erwähnte Pflaster war dann meine beste Passage: ich flog quasi darüber hinweg! Kein Gedanke mehr ans knöchern abgerissene Außenband vom Winter! Doch die kommenden Kilometer wurden immer härter. Da erwiderte Markus auf mein „Zieh weiter, Markus!“ einfach nur „Mach weiter!“ Der Kopf sagte, Recht hat er, denk an die Bergsprints und so zog ich durch und fand abermals zurück in den Lauf. Die Zeiten wurden dennoch etwas langsamer, aber ich brachte das Rennen noch sehr gut ins Ziel. Die angepeilten 53 Minuten habe ich zwar nicht erreicht, aber ich war heilfroh, nicht nachgelassen zu haben und lief nach 54:41 Minuten ins Ziel.

Das war der 7. Dresdner Nachtlauf für die Teilnehmer des Triathlonvereins Dresden. Wir freuen uns schon auf kommendes Jahr!

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