Triathlonverein Dresden e.V.

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Das Märchen mit den Triahaselnüsschen

Es war im Dezember 2015 als endlich alle Akteur für dieses mit Happyend und Tragödien gespickte Märchen begann.

Bis zur Uraufführung am 11.06.2016 in Moritzburg mussten wir die Akteure noch einmal tauschen. So verließ uns erst die Läuferin und dann unfreiwillig die Starterin Jana für das Schwimmen durch einen Radsturz. An einen Start war nicht mehr zu denken. Es fand sich nach längerem Casting ein adäquates Team mit Konstanze Friedrich (TV Dresden), Katja Genauck (TV Dresden) und Anne Röhnert (DSC) zusammen.

Jana war die Initiatorin des ganzen Schauspiels und Ihr waren wir es letztendlich schuldig ein Happyend draus zu schreiben, auch wenn Sie ob der verordneten Ruhe nicht live dabei sein konnte.

Also los ging es, man traf sich 9.30 Uhr zur Startnummernausgabe. Anne hatte sich erbeten ein wenig später zu kommen, da sie sich zuvor der langen Nacht der Wissenschaft verschrieben hatte. Ein Missverständnis mit dem Einweisungspersonal machte ihre lockeres Einradeln in Richtung Moritzburg zur einer Hetzjagd um die geforderte Unterschrift abzuliefern, bevor der Startschuss um  10.50 Uhr ertönen sollte.

Konstanze lief schon mal gemütlich zum Schwimmstart um noch Neo und Schwimmbrille drüber zu ziehen. Ich richtete mir mein Wechselplatz ein und montierte alles Nötige aufs Fahrrad, außer die Aufliegertrinkflasche, die gut gespült noch im Abtropfbecken stand. Schwamm drüber dachte ich mir, wenn das das einzige Unglück sein sollte für diesen Tag, dann kann man doch zufrieden sein und gab mich mit der Ersatzflasche am Fahrradsitz zufrieden.

Mittlerweile betrat auch Anne die Bühne in einer neuen PB von DD-Neustadt nach Moritzburg.

Die folgenden Minuten verliefen ausnahmsweise mal planmäßig. So kam Konstanze nach Umrundung des Schlossteiches inklusive einer langen Tauchphase um die kreuzenden männlichen Einzelstarterkollegen zu queren nach 31min aus dem Wasser. Das Warten in der Staffelwechselzone ist unerträglich, jeden Moment kann es losgehen, von null auf 100.

Und dann war es soweit, Rad geschnappt und losgelaufen zum Aufstieg. Bummeln wollte ich nicht, erstens weil mir das nicht liegt uns zweitens weil wir ein Ziel hatten...mindestens den 2. Platz. Also 1. Runde schnell, 2. Runde schnell und 3. Runde noch ein Müh schneller um am Ende nach 2h 20min und einem Sprint mit Rad am Arm zur Wechselzone erleichtert auf Anne zu wechseln. Aber wo ist Sie...wo ist unsere Läuferin von Staffel 507? ...ANNE...ANNEEEEE...entsprang es nervös und mit Adrenalin voll gepumpt aus meiner Kehle. Nach gefühlten 4min und einem Ausruf vom Sprecher, wie im Kaufhaus (der kleine ... möchte bitte an die Kasse kommen) kam sie quer über den Wechselgarten gerannt und übernahm den Transponder. Aus den Ergebnislisten und den dort aufgeführten T2-Zeiten kann man schlussfolgern, das die Schreckensminute nur ca. 1,5 min lang war.

Anne lief souverän den Halbmarathon über 3 Runden á 7 km in 1h 30min. Nicht gejagt von der Konkurrenz, die abgeschlagen mit knapp 13min hinter unserem Team lag, sondern permanent verfolgt von den Blicken und Rufen der Männer, die sie Schritt für Schritt überholte.

Als Dreiergespann läuteten wir mit einem Sprint zum Zielbogen den Schlussakkord ein. Die Freude war groß als der Sprecher Andreas Claus aussprach was wir vermuteten, die Trihaselnüsschen haben  die Staffel der Frauen gewonnen.

Der Tag klang aus mit Anspornen der noch sich quälenden Triathleten auf der Strecke, mit einer Siegerehrung und einer lockeren Heimfahrt. Am nächsten Tag lies ich mir mit Konstanze noch ein oder zwei Stückchen der Gewinner-Doppelrahmsahnetorte mit Waldbeerentopping schmecken, frei nach dem Motto erst die Arbeit dann das Genussvergnügen.

Es war eine interessante Erfahrung in einer Staffel antreten zu dürfen, wo jeder sein Part so gut wie möglich ableistet und dann den weiteren Verlauf in die Hände bzw. Füße des Anderen übergibt und man selber nur noch zuschauen kann. Den Strapazen in einem Einzelrennen allein ausgesetzt zu sein, verstärkt das Glücksgefühl nach entsprechender Leistung enorm und so freue ich mich bereits auf die 16. Austragung des Schloss-Moritzburg-Triathlons 2017.

Ich möchte nochmal auf die herausragenden Leistungen aller Triathleten und im Besonderen deren des TV Dresden an diesem Wochenende verweisen.

Kaum ein Podium welches nicht mit den schwarz/rot/weißen Vereinsfarben des TV untersetzt ist. Chapeau!

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