Triathlonverein Dresden e.V.

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Andreas Koch beim KnappenMan XL

Das letzte Augustwochenende ist traditionell für den Knappenman, eine Veranstaltung bei der ich bereits als Radsportler an diversen Staffelwettbewerben teilnahm und das triathletische Treiben vor, während und nach dem Wettkampf studieren konnte, reserviert.

Nach dem Spreewald-Duathlon und dem Schlosstriathlon Moritzburg sollte im Anschluss an die Regionalliga-Rennen noch eine weitere Mitteldistanz her. Schließlich stand Mitte September noch der Liga-Abschluss in Cottbus bevor, für den die Form über das Sommerloch gebracht und bestenfalls noch ausgebaut werden sollte.

Gerüchte über knapp werdende Startplätze verbreiteten sich. Die Entscheidung zur Teilnahme nebst Meldung war blitzschnell getätigt. Ein Blick in die Starterliste machte Eines klar: Mindestens ein Dutzend weiterer starker Athleten hatten offenbar die gleiche Idee, die letzten verbliebenen Körner zusammenzukratzen und zum Saisonende nochmal "einen rauszuhauen" oder sich gar auf weitere Highlights vorzubereiten. Ganz nebenbei wurden die Sachsenmeisterschaften auf der Halb- und Langdistanz ausgetragen. Entsprechend zahlreich vertreten war auch der TV Dresden. Am Start fanden sich Jule, Matthias, Maurice, Marco, Silvio, Andi, Heiko, Grahlo und Daniel ein.

Angenehme Temperaturen, wenig Wind, der sich im Sonnenschein auflösende Frühnebel und jede Menge gut gelaunte bekannte Gesichter machten Lust auf viel Bewegung an der frischen Luft im Rennmodus.

Der Wettkampf selbst ging bei mir dieses Mal in allen Disziplinen recht rund und kurzweilig über die Bühne. Der Motor scheint langsam zum Diesel transformiert. Schwimmen noch wie gewohnt solide schwach, alle Züge waren bereits abgefahren. Auf dem Rad hieß es nun, soweit wie möglich nach vorn zu kommen, was mir auch Dank Grahlo's ohrenbetäubender Anfeuerungsschreie während des Überholvorgangs gelang. Auf der letzten Radrunde fuhr ich auf einen unbekannten Berliner auf. Zusammen mit ihm ließ sich die Lücke zur Gruppe Koburger/Flachowsky beinahe noch schließen. Als Trio mit Flachy ging es auf Position 6 auf die Laufstrecke. Zwei Laufrunden um den Dreiweibener See standen nun noch auf dem Programm. Hinzu kam je eine kurze Wendepunkt-Abzweigstrecke, scherzhaft auch als Energy-Lab bezeichnet, auf der man Abstände, Tankfüllung, Kampfeswille und weitere wichtige Parameter der unmittelbaren Konkurrenten analysieren konnte. Der Berliner lief stark an, löste aber plötzlich den Parkschein und wurde nicht mehr gesehen. Flachy entfernte sich langstrecklertypisch, vermutlich mit auf die Sekunde konstanten Kilometersplits stetig schneller nach vorn, nach hinten schien Luft zu sein. Allerdings nicht ausreichend: Trotz eines Positionsgewinns eingangs Runde 2 kam 500m vor dem Ziel noch ein Athlet vorbei, den ich gar nicht auf dem Schrim hatte und zunächst für einen Staffelläufer hielt.

Völlig zufrieden trudelte ich auf Platz 5 ins Ziel, kurz danach zeigte Shootingstar Marco mit einem saustarken Mitteldistanz-Debut, dass man ihn in Zukunft immer auf der Rechnung haben sollte. Alle anderen TV'ler bewiesen ebenso enormen Kampfgeist und trafen nach und nach im Ziel zur üblichen Wettkampfauswertung und Getränkeaufnahme ein. Jule hatte in Roth bereits gezeigt, dass sie auch locker die doppelte Distanz schafft, so war ihr gestattet, den Körper schon vorfristig zu entlasten.

Die 4h-Mauer durchbrach Sieger Thomas Schmidt (Triathlonfreunde Wittenberg) gefolgt von Patrick Koburger (Team FangtdasGnu) und Stefan Flachovsky (OSSV Kamenz). Torsten ließ es auf der Langstrecke richtig krachen, knackte die 9h-Marke, belegte Platz 2 und wurde damit Sächsischer Meister. Chapeau! Antje komplettierte auf Rang 4, ebenfalls als Landesmeisterin (siehe Bericht).

Wer einen lokalen, top-organiserten Wettkampf mit starkem Starterfeld und dennoch familärem Charakter sucht, dem sei der Knappenman empfohlen, nicht zuletzt aufgrund der fetzigen Moderation. Vielen Dank an alle, die angereist sind und angefeuert haben und natürlich auch den Helfern vor Ort. 

Bis zum nächsten Mal, Sport frei!

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