Triathlonverein Dresden e.V.

Template_HP-0027.jpg

O-See Challenge XTerra DM und WM-Slotvergabe

Die O-See Challenge ist jedes Jahr fest in unserem Wettkampfkalender eingeplant. So ist sie doch zu unserem absoluten Lieblingswettkampf geworden!

Diesen ganz besonderen Flair gibt’s irgendwie nur hier…ist eben trotz der Größe immer noch absolut familiär und die Liebe & Leidenschaft, die in die Vorbereitung und den Wettkampf reingesteckt wird, kann man regelrecht spüren! Auch deshalb entscheiden sich wohl viele, die aus der Region sind und ihren ersten Triathlon machen wollen, trotz des höheren Anspruchs durchs Mountainbiken, diesen dort zu absolvieren.

Dieses Jahr entschied ich mich nun endlich mal, den langen Kanten in Angriff zu nehmen, also bei der Xterra zu starten. Torsten tat es mir gleich, um danach nicht als ‚Mumu‘ dazustehen ;-) Nicht das etwas längere Schwimmen, sondern das längere Radfahren hat mir bisher zu viel Respekt beschert. Die 6 km, die mehr zu absolvieren sind, haben es einfach in sich. Da kommen noch mal harte 300 Hm und knifflige Abfahrten hinzu. Hier ist Kraft einteilen und vernünftig abfahren gefordert…ein Sturz in den teilweise Geröllfeldern kann gefährlich werden!

Wir fuhren gleich Freitagmittag hin, aßen lecker Kuchen bei Torsten’s Eltern im Garten und dann ging’s zusammen mit seinem Bruder Rocco zum aktivieren in den Wald. Wir fuhren nochmal die oben angesprochene Abfahrt, um die letzten Zweifel zu besiegeln, und dann später noch an den O-See. Dort trafen wir dann die Sperlichs, den Dirk, die Sylvia Mucke und viele andere bekannte Gesichter aus nah und fern. Wir holten fix die Startunterlagen und dann ging’s nochmal für ein kurzes Schwimmerli in den warmen See. Nun aber ab in den Garten zum Kohlenhydrattanken…diesmal in Form von Kartoffeln und Quark…und davon jede Menge J Schon mal Startnummer ans Radel, bissel Sachen zu Recht gelegt und als die Müdigkeit groß genug war, ging’s ins Heiabettl. Mami und Papi von Hasimausi überließen uns das Bett und sie nahmen mit dem Zelt Vorlieb. Rocco schlummerte im ‚Kinderzimmer‘ ;-)

7:15 Uhr klingelte der Wecker, wir frühstückten…Torsten aß weniger als ich…er war also aufgeregter als ich…ich war noch gut entspannt. Ich rechnete mir keine großen Siegchancen aus, sondern sah es eher als Herausforderung, die Strecke zu bewältigen…freute mich richtig auf jede einzelne Disziplin…und Torsten wusste auch nicht so richtig, was mit ihm los war J

Unser Wettkampfgepäck ließen wir von Torsten’s Eltern hinbringen und wir rollten uns 50 min mit dem Radel ein. Einchecken und Wechselplatz vorbereiten. Auf dem Weg durch die Wechselzone traf ich dann lang ersehnt und freudestrahlend auf Uta Knape, eine Weltverbesserin, wie es mehr auf dieser Erde geben sollte. Ich bin ein großer Fan von ihr J Sie war wahnsinnig aufgeregt, weil sie unbedingt die Quali haben wollte…den Slot für die Ironman-WM auf Big Island hat sie schon in der Tasche…und wenn man schon mal da ist…sie wollte das Double unbedingt!

Die Profis starteten zuerst, 3 min später die Männer und nochmal 5 min später dann wir Mädels. Die Stimmung vor dem Start war grandios! Die Absperrungen waren gesäumt von Zuschauern, standen bis zur Brust im Wasser, es wurde ein Herzschlag über die Boxen gespielt…die Spannung stieg! Wenn die Mädels einzeln starten fetzt das! Kein Geprügel, einfach nur Schwimmen…herrlich! Ich hatte zwar nicht die besten Schwimmarme, aber ganz so schlecht war es dann doch nicht. Ich schwamm zusammen mit einer jungen Tschechin…notgedrungen kam es immer wieder zum Führungswechsel, da wir uns durch die schwächeren Männer durchschlängeln mussten. Der Landgang nach der ersten Runde ist immer ganz schön heftig, aber gelang mir diesmal ganz gut. Die zweite Runde verging dann schneller als die erste und so hatten wir den ersten Part schon hinter uns. 1,5 km: check! Die Tschechin und ich kamen als 3. und 4. aus dem Wasser, 1:20 min hinter der 1. Bei Torsten lief es beim Schwimmen richtig guddi, als ca. 20. verließ er die warmen Fluten. Unsere Wechselzeiten sind diesmal nicht so sehenswert, das liegt aber daran, dass wir in die Schuhe schlüpften, den Trinkrucksack schulterten und auch noch Handschuhe anzogen…bei dem Wetter und der Strecke entschieden wir uns dafür.

Nun also los. Meine Beine fühlten sich von Anfang an recht locker an, trotzdem machte ich erst mal sachte, da es anfangs nur berghoch ging, zu mindest war das mein Plan…die junge Tschechin verzichtete auf Handschuhe und war deswegen enteilt. Da ich sie aber sah, versuchte ich mich Stück für Stück wieder ran zu kämpfen, ohne zu überpacen. Als ich sie eingeholt hatte, hatten wir auch schon die anderen beiden überholt. Sie hing sich an mich dran. Da die ersten km technisch nicht anspruchsvoll sind, fiel ihr das anscheinend recht leicht. Später, als es technischer wurde und dann in den Hochwaldaufstieg ging, war nichts mehr von ihr zu sehen. Aber der Weg war noch lang, es kann noch so viel passieren, ich machte weiter Druck und überholte weiter die Männer, was sich teilweise als sehr schwierig erwies…immer wieder nahm ich einige Schlucke aus dem Trinkrucksack, gefüllt mit einem Mix aus Liquid und Iso von Aktiv³. Schließlich kommt dann irgendwann ja noch der Lauf, da brauch ich jede Menge Energie J Oben auf dem Hochwald gab es zwei Becher Wasser auf den heißen Nieschel und die erste schwierige Abfahrt lag vor mir…zum Glück war hier keiner direkt vor mir, es hat so unglaublich gestiebt! Ich hätte gar nix gesehen. Als die geschafft war, ging es hoch auf den Johannisstein und dann stürzte man sich hier eine wahnsinnig huckelige Wiesenpiste mit Highspeed herunter…fetzt! Torsten überholte in der Abfahrt lautstark Rico und hatte auch Spaß dabei. Später ging es um den Jonsberg, dessen kurvige Abfahrt auch seine Tücken hat…beinahe hätte es mich hier aus der Kurve geschmissen…puh, das war knapp! Nun kamen die oben angesprochenen 6 km…bevor es den steilen Wiesenweg herauf ging, hatte ich nen kurzen Hänger, aber nur im Kopf. Ich büßte nix ein…als es dann nun hoch ging, war alles wieder schicki und fuhr im kleinsten Gang und auf der Sattelspitze nach oben. Dort waren ganz schöne viele Männer, einige fluchten, weil sie es nicht mehr schafften und absteigen mussten…generell spazierten hier ganz schön viele hoch. Fast geschafft, es kam noch ein technisches Stück berghoch, ich verhaspelte mich gleich am Anfang, stieg ab, lief die ca. 50 m, ab auf‘s Rad und weiter geht’s. Nun also nur noch bergab! Aber vorsichtig, das heftigste kam noch. In der letzten gefährlichen Abfahrt waren auch ganz paar zu Fuß unterwegs und büßten mächtig ein…dort kann man ja kaum treten, aber zum Glück liefen sie mir nicht im Weg. Nun also rollte es nur noch recht einfach bis zum O-See zurück. Der Trinkrucksack war mittlerweile leer und ich griff zur Trinkflasche…immer an den Lauf denken!

Bei Torsten lief es auf dem Rad auch absolut Bombe! Er kam als 10. zum 2. Wechsel! Nun folgte ja erst noch seine Paradedisziplin. Mit der 7. Laufzeit kaschte er noch zwei und machte den 8. Platz und wurde 2. Deutsche in seiner Altersklasse, also Vize-Deutscher-Meister in der AK 35-39! Saustark mein Hasi!

Torsten empfand das Wetter nicht so heiß…ich schon! Aber die Sonne war zum Glück mittlerweile hinter Wolken verschwunden, so dass es nicht mehr so drückend war. Aber ich sehnte mich trotzdem nach jeder Verpflegungsstation auf der Laufstrecke, die immer genau richtig kamen! Ein Liquid hatte ich mir noch mitgenommen und nahm es auf zwei Mal. Das Laufen lief echt super, fühlte sich klasse an! Nur anfangs bei den Bergaufpassagen wollte mein hinterer Oberschenkel etwas zu machen…aber das ging auch wieder weg und ich konnte auch hier Männer einsammeln…sogar Staffelläufer überholte ich und welche von den kürzeren Strecken! Ein wirklich tolles Gefühl! Ich glaube, ich ‚verstehe‘ das Laufen immer mehr J Im Ziel angekommen hatte ich kaum Zeit nach Luft zu schnappen und mich zu erholen, da wurde ich auch schon zur Dopingkontrolle gebeten. Wer denkt, dass das mal eben so fix gemacht ist, der liegt völlig falsch! Ich sag nur 3,5 l und 3 Stunden…wer Näheres wissen will, dem berichte ich gerne…das würde den Rahmen und die Aufmerksamkeit deutlich sprengen J

Ich hatte nun also die Xterra-Strecke gewonnen, damit Deutsche Meisterin im Crosstriathlon…niemals hätte ich das erwartet! Torsten mit seinem 2. und ich ja den 1. in der AK bekamen nun auch noch den Slot für die Xterra-WM am 1. November auf Maui…daran hatten wir im Vorfeld keinen Gedanken verschwendet…Aber manchmal geschehen Dinge…unfassbar! Da wir es beide geschafft haben und dieser Umstand wahrscheinlich nicht so schnell wieder passieren wird, haben wir uns entschieden, die Möglichkeit wahrzunehmen. Mit unseren Arbeitgebern ist es so gut wie geklärt…jetzt fehlt uns nur noch das nötige Kleingeld. Wer sich schon mal mit der Sache beschäftigt hat, der weiß, dass es immens teuer ist. Mit 6000 € plus Taschengeld müssen wir da schon rechnen. Wer uns dahingehend etwas unterstützen möchte, der kann gerne etwas spenden. Wir freuen uns über jeden Euro! Das ‚Spendenkonto‘ läuft auf meinen Namen (Susanne Pawel) und ist bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, BLZ: 85050300, Nr.: 3622714688, Verwendungszweck: Mission Maui. Wir wären euch sehr dankbar…damit wir uns nicht zu sehr verschulden müssen.

Abends war dann noch das After Race Open Air mit zwei Bands und später noch einem DJ. Halb Zittau war am Start, der Abend war ein super Ausklang zu dieser fantastischen Veranstaltung! Feuerwerk gab es auch noch. Gegen Mitternacht machten dann doch die Beine schlapp und es ging nun in die Heia.

Nächsten Morgen fuhren wir wieder an den See, schließlich waren noch die Schüler dran…was auch immer fetzig ist, anzuschauen. Und auf der Expo war ich auch noch nicht gucken…war ja am Vortag mit pullern beschäftigt ;-) Weil wir schon mal da waren, schwammen wir noch bissel und verabschiedeten uns dann. Im Garten dann gab’s Donuts und Kuchen und radelten uns noch bissel die Beine locker. Nach `nem leckeren Abendbrot fuhren wir dann mit unsrem Corsale zurück in den Alltag…

Schön war’s. Wer noch nicht mitgemacht hat, muss das mal machen…das fetzt einfach!!!

Sportliche Grüßlies von den Pawels

Radtraining

Sponsoren