Triathlonverein Dresden e.V.

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Ein älterer Herr und ein Allergiker in der Brandenburger Steppe

Was macht man Samstagmittag bei 38 Grad? Klar, Olympische Distanz in Bornsdorf.

„Bist du völlig wahnsinnig“? Das waren Jörg´s erste Worte im Zielbereich an mich. Er lächelte dabei, also war es wohl doch nicht so ernst gemeint. Beim Zielbereich handelte es sich um einen Waldcampingplatz nebst Waldbad irgendwo zwischen Dresden und Berlin im  brandenburgischen Niemandsland. Wer sich kein Bild machen kann, dem empfehle ich die Bücher von Dieter (Max) Moor!

Vor zwei Jahren war ich erstmals zum Triathlon in Bornsdorf und von der ländlichen Idylle angetan. Letztes Jahr fand in Bornsdorf nix statt. Zumindest kein Triathlon. Umso mehr freute es mich, als ich die Ausschreibung für dieses Jahr in die Finger bekam. Kurzerhand konnte ich Jörg M. zum Start überreden. Sehr gut, denn geteiltes ist halbes Leid. Wir waren die letzten Wochen fleißig für den TVDD unterwegs und Jörg wollte kurz vor Ende seines Urlaubs noch eine zufrieden stellende Zeit über die Kurzdistanz anbieten. Die Wettervorhersage verhieß nix gutes: 38 Grad. Für Mitteleuropäer, die es eher in den Norden zieht, sind das unzumutbare Zustände. Da jedoch die horrende Startgebühr von 25€ überwiesen war, siegte der Geiz. Bezahlt ist bezahlt! Dann eben ein andermal die Bestzeit.

Die Veranstaltung ist angenehm familiär. Die Mitglieder des Luckauer Läuferbund richten eine liebenswerte und sehr solide Veranstaltung aus. Die Besucher des Waldsees schauten erst etwas skeptisch. Etwa 125 „Fremde“ näherten sich ihrem See um eine Sprint- Jedermann- und Kurzdistanz anzugehen. Aber die Neugier…

Ein Blick in den Wechselgarten verriet, hier waren keine Luschen am Werk. Topmaterial und dazu stählerne Athleten aus Brandenburg und Berlin ließen den Eindruck erwecken, dass es um mehr ging, als den selbstgebackenen Kuchen im Ziel abzugreifen. Wir waren gespannt. Bei Jörg kam eine leichte Unlust auf Grund schmerzender Schulter, der großen Hitze, und wegen überhaupt auf.

Das Schwimmen war sehr angenehm, aber gefühlt etwas zu lang. Beim Radfahren ging es 2x21 Kilometer durch Dörfer, die auf keiner Karte verzeichnet sind und über leichte Hügel, die man so in Brandenburg nicht erwartet. Zuschauer Fehlanzeige. Die komplette Radstrecke wurde von 7 Streckenposten und einem Polizisten abgesichert. Die Jungs sind Profis! Soweit alles gut… Dann der Lauf. 4 Runden je 2,6km. Etwa ein Drittel der Strecke im Schatten, der Rest Backofen! Die 4 Helfer an den 2 Versorgungsstationen gaben alles, damit kein Starter direkt in die Dehydratation lief. Dankeschön! Ob es wirklich alle unversehrt geschafft haben, weiß ich leider nicht. Unser Sportsfreund Alexander Mack konnte laut Ergebnisliste auf Platz 4 liegend den Wettkampf leider nicht beenden. Dagegen erreichte Daniel Mann als 16. (3.AK) erfolgreich das Ziel über die Jedermann-Distanz!

Die Hitzeschlacht brachte für Jörg Rang 16 (2.AK) und Platz 10 (2.AK) für mich. Eine Urkunde, ein Glas Pfeffergurken… was will man mehr. Wer es also zur Abwechslung zu IRONMAN, CHALLENGE, WILLPOWERRACES oder anderen Großveranstaltungen gemütlicher möchte, der ist in Bornsdorf genau richtig.

Sport Frei
Matthias

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