Triathlonverein Dresden e.V.

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100km Duathlon - Tussialarm

Am 2.5. diesen Jahres begann meine Saison mit einem der härtesten Mountainbikeduathlon ever, dem 100km Duathlon, dem 20. Jubiläum des 100km Duathlon, dem härtesten 100km Duathlon der Geschichte.

5 Weiber, 4 Mountainbikes, 100km und 2.000 Höhenmeter. Wie jetzt?!? Da fehlt ein MTB? Ja, klar, eine >arme Sau< muss laufen. Ob und wie die >arme Sau< abgewechselt wird obliegt der Mannschaft. Unser Team >Ein Weib kommt selten allein ... zur Toilette< bestand aus der süßen Jule, der lebensfreudigen Marina, der meisterlichen Katja, der feurigen Franzi und der lustigen Jana. Frierend und aufgeregt standen wir an der Startlinie. Das erste Team fehlte, das zweite startete und dann um 7:32 Uhr kamen schon wir. Die lebenslustige Marina lief als erstes. Die Strecke wird bis kurz vorm Start geheim gehalten und ist nicht gesperrt. Es gilt die allgegenwärtige STVO. An jeder Kreuzung suchen wir nun nach den kleinen gelben Pfeilen, die uns den Weg weisen. Ist keiner zu sehen, heißt es der Hauptstraße zu folgen. Nach 10 Minuten radelt uns ein aufgeregter Mann in gelber Warnweste hinterher: Wir sind falsch! Da fehlt ein Pfeil! Waaaaas für ein toller Start. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir wieder die Führugsposition erreicht hatten.

Die Strecke führte uns Richtung Altenberg. Somit liegen die meisten Höhenmeter auf der ersten Häfte der Strecke und der Läufer mutierte auf ein Mal zum >Glücksschwein<, das den MTBlern davon lief. Unsere lebensfrohe Marina ist das Laufen gewöhnt, fürchtete sich jedoch vorm Radfahren. Als Hallenhockeyspielerin trainiert man kein Radfahren. Aber sie ist eine Kämpferin, wie alle im Team! Nach dem zweiten Verpflegungspunkt (Nutella, Bienenstich, Knusperflocken, Zuckerkuchen, Äpfel, Nüsse, Schokowaffeln, ... ***paradiesisch***) ging es rasant bergab. Beine und Räder liefen heiß und wir freuten uns, dass es endlich mal nicht bergauf ging. Es lief so gut ... viel zu gut ... und dann waren keine kleinen gelben Pfeile mehr zu sehen. Und apropos, wo war eigentlich die lebenslustige Marina? Wir hatten nicht nur die Strecke sondern auch noch unser fünftes Teammitglied verloren! Einem Männerteam erging es ähnlich wie uns. Sie schlugen einen Singletrail vor um wieder auf die Originalstrecke zu kommen. Der Trail soll nur so n bissl hoch und runter gehen, leicht wellig. Schoooooon klar - Männerlogik ;)

Wir drehten um, denn wie sollte unsere fröhliche Marina diesen Weg überhaupt finden. Aber irgendwie fanden wir den Originalweg nicht. Wir fragten uns durch, fanden noch ein umherirrenden Team und trafen wieder das Singletrailteam. Was für ein Chaos. Aber irgendwie gelang es uns dann doch nach 7km Umweg mit weiteren 300 Höhenmetern etxtra die kleinen gelben Pfeile wiederzufinden. Gejubel, Freudengeschrei und Quietschen kündigte uns an. Leider fanden wir uns im Mittelfeld wieder. Ein was Gutes hatte es, nun waren viele Teams um uns herum und die Chance vom Weg abzukommen war nun gering. Doch demotivierte es doch etwas, da wir vorm Patzer ca. 50km lang die pole position hielten. Anscheinend hatte ich ausreichend gute Laune zum Frühstück und teilte diese gern mit meinen Weibsen.

Wir überholten ein paar Teams bis uns bekannte Gesichter begegneten und uns das Schicksaal der lebensfrohen Marina mitteilten. Sie wartete in Schellerhau auf uns! Ich freute mich so sehr, dass es ihr gut ging und sie den richtigen Weg genommen hatte, dass ich nicht daran dachte, dass wir durch unsren Umweg Schellerhau schon umfahren hatten! Nun, ist ja auch egal, dachten wir uns. Erst der Zeitverzug durch den Umweg, nun den endgültigen Verlust unserer 5. Dame. Wir restlichen Vier ziehen durch und hoffen, dass unsere lebensfrohe Marina irgendwann aufhört zu warten, sich aufs MTB setzt und ihre Furcht vorm Radeln 50km lang schocktherapiert.

Die zweite Hälfte der Strecke ging nun >mehrheitlich< bergab. Das tat den geschundenen Beinen gut und ab und an konnten wir das schöne Wetter und die wunderschöne Gegend genießen. Unsere Wechselstrategie weichte auf und jeder lief, das was seine Muskeln noch hergaben. Das Team wurde ruhiger und jeder erwartete sehnlichst das Dresdner Ortseingangsschild. Jetzt ist es nicht mehr weit. >Wer traut sich zu, den letzten Anstieg zum Ziel zu meistern?< Nach Absprachen, blieb ich übrig. Meine Beine liefen wie von alleine und freuten sich nach wochenlanger Zwangsschonung gefordert zu werden. Dem Ziel und der Disqualifikation schon ganz nah - uns fehlte ja eine Dame - hörten wir in der Ferne eine Stimme rufen. >Janaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa< Es folgte lautes Quietschen, Jubelgeschrei und Freudentränen. Die lebenslustige Marina vollbrachte das Unmögliche, das Undenkbare und fantastischste Wunder, dass ich je in einem Wettkampf erlebte:  500m vorm Ziel hatte sie uns eingholt! Die Glückshormone kochten über und die lebens- und heilfrohe Marina durfte noch ein letztes Mal laufen, und zwar ins Ziel.

Im Ziel kündigte Conny unser kommen laut an und belohnte unser Durchhaltevermögen mit dem ersten Platz bei den Frauen. Es gab zwar keine offizielle Frauenwertung, aber dennoch waren wir stolz wie Bolle!

Ran ans paradiesische Buffet und die Afterwettkampfgeselligkeit genießen.

Wir danken den Fotographen des 100km Duathlon für die schönen Bilder!

Bis zum nächsten Abenteuer, eure Jana

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