Triathlonverein Dresden e.V.

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Zittauer Gebirgslauf - Carpe diem à la Pawel

Familie Pawel berichtet, wie man ein Aprilwochenende in der Zittauer Gegend sportlich begehen kann.

Da nun auch für uns der Saisoneinstieg mit dem Zittauer Gebirgslauf bevorstand und wir ja dort die Pawelsche Gartenfinka nutzen können, machten wir uns schon Freitag dahin auf. Also unterbrach ich meinen Nachtschichtschlaf, packten zusammen in Ruhe die Sachen, ab damit in den Corsa-Transporter inkl. den MTBs und los ging’s. Wobei mein Start Anfang der Woche noch in den Sternen stand. Montagnachmittag stand ich mit nem steifen Hals auf…lange nicht so steif, wie das letzte Mal, aber steif genug, um nicht zum Schwimmen gehen zu können. Verdammt! Warmes Körnerkissen, Schmerzmittel (nur zwei am Tag!), Massagen von meinem Männel (Aua, meine Hände! Ich kann nicht mehr!), Einreibungen mit Wärmesalbe und Schlafen auf dem Heizkissen brachten bis Freitag etwas Besserung, so dass es funktionieren konnte.

Auf dem Weg nach Zittau hielten wir noch in Hirschfelde, um einige fluffig-lockere Bahnen in der dortigen Schwimmhalle zu absolvieren…und waschen ist auch immer gut ;-) Obwohl wir uns das fast noch anders überlegt hätten…die wollten doch tatsächlich 8 € für ein bissel Schwimmen von uns haben! Hackt’s? Wir wollten ja nicht die Halle mieten! Das ist ja kein Erlebnisbad, sondern dort sind lediglich vier 25 m-Bahnen. Kein Wunder, dass dort nichts los ist! Außer uns ließ sich nur noch eine Frau einweichen. Nach dem Schwimmen fuhren wir die Startnummern abholen, dann in den Garten, besorgten noch Speis und Trank für die kommenden Tage und aßen lecker Salat mit Thunfisch, bevor es in die Heia ging.

Wir stellten uns für Samstag keinen Wecker, welch Wonne! Ich war 8 Uhr schon mal wach, und dachte so ein Stündchen noch…naja 10 Uhr war es dann. Torsten schlief gestern schon vor 22 Uhr ein…wenn ich ihn nicht geweckt hätte, wer weiß wie lange er noch geruht hätte! Nach nem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse und nochmal ausgiebigem Abruhen, machten wir uns startklar für die vorwettkampfliche Aktivierung. Lockere 1,5 h mit dem Radel wurden es und noch ein 25-minütiges Läufchen. Beides ging nicht so dolle, aber ein Tag vor dem Wettkampf muss das so sein ;-) Nach dem Duschen und Chillen… Stress? Was ist das? …trafen wir uns mit einigen Freunden in Hradek nad Nisou im Camelot, einem beliebten Restaurant in der Tschechischen Republik, um unsere Bäuche vor morgen nochmal richtig vollzustopfen :-D Hasimausi langte natürlich nicht ein Essen, da musste noch ein zweites her…mit extra Bohnen und Speck…und Vorsuppe darf auch nicht fehlen…und die letzte freie Lücke im Magen wurde mit einem halbflüssigen Brownie gefüllt. Die Bedienung war etwas fassungslos ;-) Wir haben viel gelacht, alles aufgegessen und rollten uns erst zu dem Auto und dann in den Garten. In der Gartensparte wurde am Abend gegrillt und ein Maifeuer gemacht (Ne Woche zu früh, aber egal). Wir wurden mit Musik von Helene Fischer empfangen, spitzenmäßig! Leider konnten wir uns nicht mehr zu ihnen gesellen, da wir noch Getränke etc. für den morgigen Tag vorzubereiten hatten.

6:45 Uhr klingelte der Wecker, und das am Sonntag! Puh, ich hatte so gar keine Lust aufzustehen, hatte nicht gut geschlafen, quälte mich dann aber auch gleich raus und aß etwas Toast. Torsten machte dann auch schon gleich mit dem Radel los, er radelte sich ein und ich kam dann mit dem Auto nach. Da Torsten vor dem Start (9:15 Uhr) auch noch ans Auto musste, packte ich alles zusammen, räumte im Garten auf, Strom aus, Wasser aus und ab dafür. Wenig später, nach etwas Orientierungsschwierigkeiten traf ich rechtzeitig ein.

Nach dem Start von Torsten (35 km) hatte ich noch eine Stunde Zeit…zum Quatschen :-) Nun also sollte es losgehen, ich zog mich um, nochmal auf’s WC und ab an den Start (17 km). Mein Plan war, geschmeidig anfangen, ordentlich durchkommen, nicht zu spazieren und für mich nen guten Lauf machen. Platzierung ist zweitens. Da es von Anfang an erst mal leicht bergauf ging, fiel mir das mit dem geschmeidig anfangen nicht schwer. Ich groovte mich gut ein, achtete immer wieder auf meine Lauftechnik, gar nicht so einfach…die Berge kam ich erstaunlich gut hinauf, konnte sogar gegenüber anderen Mädels Boden gut machen…verrückt…

Da ich ohne Uhr lief und auch sonst auf der Strecke kein Anhaltspunkt war, wie viel km wir schon haben, nahm ich die Liquids nach Gefühl. Ich fing zwar schon recht zeitig damit an, hatte aber eben für diesen Fall gleich zwei mitgenommen. Einen kräftigen Hänger hatte ich, da ich bei einer Bergabpassage massive Zwerchfellprobleme bekam, so dass eine ganze Menge Läufer an mir vorbeihuschten…nicht gut! Ich versuchte dennoch ruhig zu bleiben, besann mich auf die Lauftechnik, den Bauch, die Hüfte, den Kopf, die Atmung… und das Zwerchfell beruhigte sich wieder und ich konnte wieder Tempo aufnehmen und später die Läufer wieder abfangen… sehr gut!

Zwischendurch hab ich mich tatsächlich irgendwie als Läufer gefühlt :-D Die letzten 4 Kilometer waren dann ausgeschrieben, war wirklich überrascht, dass es nun also nicht mehr weit ist…nahm den letzten Schluck vom Liquid und versuchte das Tempo nochmal etwas zu forcieren…in der Ferne erkannte ich noch eine Frau, vielleicht schaff ich es ja noch ran zulaufen. Da kurz vor der letzten Erfrischungsstelle ein Mann zusammengeklappt ist und ich bei der Stelle darauf Bedacht war, einen Sani loszuschicken, verpasste ich Wasser zu greifen…naja, 3 km noch. Wird schon. Diese zogen sich dann noch ganz schön und waren nicht einfach zu Laufen. Neben mir stolperte auch noch einer und krachte hin, stand aber gleich wieder auf, nichts passiert. Ich kam der Frau immer näher, aber auf dem letzten km zog sie auch noch mal an, so dass ich keine Chance hatte, vorbei zu kommen. Ich kam nach 1:28:39 h ins Ziel. Das ist eine super gute Zeit! Damit bin ich 11. bei den Frauen und sogar 2. in der AK W30. Es waren fast 100 Frauen am Start! Megahappy!

Kurz hinter mir kam der Erste von der 35 km - Strecke rein. Da müsste Torsten auch bald da sein…und siehe da. Torsten lief knapp hinter dem Zweitplatzierten ein. Er meinte, dass die beiden die ganze Zeit vorne weg liefen und er mit einigen anderen in einer Gruppe. Auf den letzten 5 km konnte sich Torsten von der Gruppe lösen und lief auf den Zweiten auf, hatte aber keine Körner mehr, um ihn zu stellen. Trotzdem ein grandioses Ergebnis! 3. Platz (1. AK M35) mit einer Zeit von 2:30:54 h.

Nach Katzenwäsche am Auto, verdientem Bratwurst-Mampf und Siegerehrung, machten wir uns auf den Weg nach Hainewalde, gaben unseren silbernen Flitzer in gute Werkstatthände und schwangen uns auf unsere MTBs, um noch geschmeidig bis nach Dresden auszuradeln. 97,3 km waren es. Da Torsten ja die doppelte Strecke in den Beinen hatte und daher nicht mehr so den Druck aufs Pedal bringen konnte, fuhr ich fast alles von vorne. Nach 3:47 h Fahrzeit kamen wir geschafft, aber glücklich zu Hause an. Wir nahmen entspannt ein „Gute-Laune“-Bad und ließen den Abend und damit das Wochenende gemütlich ausklingen.
Schön war es :-D


Sportliche Grüßlies von den Pawels

Links:
Veranstaltungsseite Zittauer Gebirgslauf

Ergebnisliste 17 km
Ergebnisliste 35 km

 

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