Christoph Hartmann hat uns bei der der X-Terra Worldchampionship im Crosstriathlon vertreten. Diese fand erstmals seit 25 Jahren NICHT auf Maui / Hawaii statt, sondern in den Dolomiten, Italien! Hier sein Bericht ... 

Bericht von Christoph Hartmann:

Das Rennen lief ganz ausgezeichnet. Insgesamt hab ich es von allen Amateuren auf Platz 67. und in meiner Altersklasse auf Platz 16. geschafft. 

Der Morgen begann wie immer - 3h vorm Start Haferpampe mit Banane und Honig, dass am Ende d. Rennens der Darm noch immer verklebt und zu ist. Nicht das man auf dem Dixi oder im Busch Zeit verliert. Dazu hatte ich die erwartete Anspannung und Vorfreude!

Beim Schwimmen war der Massenstart schon eher grenzwertig! Die geschätzten 250 Athleten der ersten Startwelle hauten und tauchten die Konkurrenz was das Zeug hielt, sodass ich um die Bojen sehr eng, wie ein Angsthase im Bruststil rum bin um nicht mehr als nötig Kraft zu verlieren!

Aus dem Wasser raus sagte meine Uhr unglaubliche 19‘ für 1,5k was völlig utopisch schnell wäre. So war mein erster Gedanke, nie im Leben waren das volle 1,5k!

In der Wechselzone lief alles nach Plan. Also begann die erwartet harte Radrunde. Die erste Runde war sehr viel Verkehr, sodass ich leider bergauf oft vom Rad musste, weil man seine Linie schlecht halten konnte. Zudem raubte der Dreck und Matsch sehr viel Kraft. In der ersten Runde bergab konnte ich es herrlich fliegen lassen. Dabei hatte durchweg ein fettes Grinsen im Gesicht, da ich keinen anderen Athleten vor mir hatte. In der zweiten Runde war das Bild genau anders herum, hoch lief es gut. Dabei habe ich so viel Matsch am Rad aufgesammelt, dass es mir 4/5 kg schwerer vorkam. Zudem standen sehr viele Teilnehmer mit abgebrochenen Umwerfern, gerissenen Ketten und anderen schwerwiegenden mechanischen Defekten am Rand. Die Abfahrt der zweiten Runde war für mich insofern herausfordernd, da richtig viele deutlich langsamere Teilnehmer unterwegs waren. So musste ich über ein Steinfeld brettern, um eine riesige Kolonne zu überholen.  Dabei machte es Paff und so verlor mein Vorderreifen von mir Luft. Das war circa 3 km vom Ziel, der Rest der Strecke war Asphalt. Nach kurzer Abwägung – fuhr ich das Ding platt auf der Felge ins Ziel. Was fahrtechnisch bergab durch die Hohe Geschwindigkeit recht schwammig zu fahren war! Liebe Grüße an meinen Radladen des Vertrauens – die beste Unterstützung fürs Fahrrad bekomme ich im Bike Point Klotzsche, sicherlich wird eine neue Felge nötig sein. (Gruß ans Team!)

Kurzzeitig war das natürlich frustrierend, im Nachhinein konnte ich sehen, dass ich dadurch 16-20 Plätze verloren habe, was aber heute schon nicht mehr so schlimm ist. Aber auch in dem Moment war das Aufgeben oder das Rennen nicht- beenden, überhaupt keine Option. Der klare Gedanke: das ist eine Weltmeisterschaft und wenn du zur Not dein Rad in die Wechselzone trägst.

In der zweiten Wechselzone angekommen, bin auch ich 5 m an meinem Wechselplatz vorbeigelaufen - die Anstrengung und Aufregung machten  den gedanklichen Zahlendreher. Kurz zurück und ab in die Laufschuhe um noch jegliche Kraft, die im Körper auf die Laufstrecke zu bringen. Ganz liebevoll und heldenhaft angefeuert von meiner Familie war das ein sehr hartes Unterfangen, dazu eine sehr fordernd und aufgeschwemmte Laufstrecke brachten mich körperlich an meine Grenzen. Demnach ging nach vorne, wie nach hinten glücklicherweise nicht mehr viel, so dass ich am Ende bei 3:22 ziemlich platt und sehr zufrieden ins Ziel  kam!

 Diese ganze Woche, als auch der Event an sich und die Landschaft hier machen das alles in allem zu einem wunderschönen Ereignis. Papa hat es treffend zusammen gefasst: „ Das machen wir nächstes Jahr wieder!“ 

Dann hoffentlich mit der kompletten Familie.

 Ansonsten ganz ganz lieben Dank für alle Spender in meinen WM Affen, alle materiellen Zuwendungen (TRS Stolpen Dieselzuschuss & GüSport Intersport F. Guenel für Schuhe & Jacke!! Bikepoint Klotzsche für alles am Bikepoint!) als auch liebevollen Worte. 

 Liebevolle und sportliche Grüße Christoph

 

 

  

 

 

 

 

 

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