Triathlonverein Dresden e.V.

Am Samstag ging es für 5 Recken des besten Dresdner Triathlonvereins der Welt nach Erfurt. Die 5 Helden waren Bryam Rex, Martin Koch, Carsten Löser, Marco Kühne und ich selbst (Nico Pietsch).

Da sich die Liga immer wieder was neues einfallen lässt, wurde kurzfristig das Reglement etwas geändert und es gab Weltcup-Feeling am Stotternheimer See bei Erfurt: Es wurde das Windschattenfahren freigegeben. Zugegebnermaßen nicht das, was einen Regionalligisten erfreut. Wird doch sonst immer etwas verhalten geschwommen, dann auf dem Zeitfahrrad geballert was das Zeug hält und dann noch so schnell es halt geht gelaufen. Gruppenfahren und taktisches Kalkühl zählen im Normalfall eigentlich nicht zum Portfolio.

Geschwommen wurde im sehr schönen Strandbad in Stotternheim. Wer da zufällig mal in der Nähe ist: Die paar Euro Eintritt lohnen sich! Wir hatten allerdings VIP Bändchen und durften so rein. ;-)

Vor dem Start gab es schon die Ansage, sich nach dem Schwimmen immer mal umzuschauen, ob man eventuell das ein oder andere Teammitglied sieht um diesem eventuell zu helfen. Nach einem guten Schwimmen kam ich als erster von uns an Position 17 liegend mit ca. 2 Minuten Rückstand auf 1 aus dem Wasser. Etwa 30 Sekunden hinter mir kamen Marco und Martin zum ersten Wechsel. Nochmal ca. 40 Sekunden dahinter Bryam und Carsten hat danach auch nur noch Sekunden auf sich warten lassen.

Ich hatte recht schnell einen Mitstreiter auf dem Rad gefunden. Zusammen sind wir im guten Wechsel an Lokalmatator Philipp Heinz und Maik Werner rangefahren. Wir 4 haben dann alles gegeben um den Abstand zur Führungsgruppe geringer werden zu lassen. Das gelang auch recht gut, wobei ich an dem Tag auch sehr gute Beine hatte und gut den Gruppenspeed hoch halten konnte. Nach 2 von 4 Runden kam Marco mit 2 weiteren sehr guten Radfahrern auch zu unserer Gruppe. Das war genau der richtige Zeitpunkt, denn meine Mitstreiter konnten leider nicht mehr so hochintensiv fahren und mussten die Führungen immer weiter etwas kürzen. Nachdem Marco da war, ging die Post so richtig ab. Die vielleicht noch 30 Sekunden auf die Spitze haben wir dann innerhalb von 1,5 Runden zugefahren und konnten uns noch eine halbe Runde ausruhen bevor es zum 2. Wechsel ging. Hinter uns hatte Bryam in etwa das Gleiche für Martin gemacht. Bryam hat immer gut auf Martin aufgepasst und ihn in einer Gruppe drin gehalten. Sauber! Carsten hatte auch eine Gruppe erwischt, in der er mitfahren konnte.

Nach dem zweiten Wechsel war ich wohl so ca. 10., hatte aber nur ein paar Sekunden Rückstand auf die Spitze. Ich bin erstemal mit schnellem Schritt angegangen, denn was man hat, hat man. Schon bei Kilometer 1 konnte ich die Führung übernehmen. Es wurde eine 5km Wendepunktstrecke 2 mal gelaufen. So hatte ich bereits nach der ersten Wende die Gewissheit, einen guten Vorsprung auf Platz 2 herausgelaufen zu haben. Bei den sehr schwülen Bedingungen eine sehr komfortable Situation. Dabei habe ich gesehen, dass Marco auch sehr stark aussah und dies auch bestätigte. Nur Bryam musste dem harten Radfahren etwas Tribut zollen und hatte mit der Hitze zu kämpfen und taumelte (fiel aber nicht und hat sauber durchgezogen). Auch Carstens Magen rebellierte, weswegen nur noch ein für ihn eher verhaltener Lauf möglich war. Martin kämpfte wie immer mit allem, was er hatte. Mit Punktlandung von 1:59:59 erreichte ich meinen ersten Triathlonsieg. Trotz der schwülen Bedingungen bin ich hintendran noch eine 35:43 gelaufen. Wahnsinn. Da kann der Jörg sich auf die Schulter klopfen. Im Training habe ich manchmal schon geflucht, wenn wieder mal 800er oder 1000er GA2 auf dem Plan standen.

Marco kam ebenfalls mit starker Laufzeit von 39:41 als 5. ins Ziel. Martin und Carsten haben dann mit den Plätzen 22 und 23 das Teamergebnis festgemacht. Bryam sicherte souverän mit Platz 33 ab. Ganz stark durchgezogen, obwohl eigentlich nichts mehr ging. In der Teamwertung haben wir Platz 3 erreicht und so unseren 2. Tabellenplatz gefestigt.

Am 16.9. steht dann noch das Saisonfinale in Cottbus an. Dort werden wieder 4 Helden im Staffelwettbewerb die roten Farben hoch halten.

Randbemerkung und quasi dritter Erfolg des Wochenendes: Alle 5 Athleten gingen geschlossen mit Präsentationsshirt und roter Präsentationshose zur Siegerehrung. Das freut den Mannschaftsleiter gleich dreifach. :-)

Kleiner Beweis, dass man sich trotz Windschattenfreigabe nicht beim Radfahren ausruht und ordentlich reintritt: Meine Radauswertung bei Garmin Connect.
Gut zu sehen: Marcos Ankunft in der Gruppe bei Minute 28. Da hatten wir kurz versucht in 2er Manier gleich mal wegzufahren. Hat übrigens nicht geklappt :-)


In diesem Sinne. Keep on Training.
Der Nico

 

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