Triathlonverein Dresden e.V.

Spät kommt er ... doch er kommt. Hier ist der Bericht zum Landesligawettkampf im Rahmen des Swim & Run an der Louise - dem Sportereignis des Jahres im Haselbachtal.

Das Auftaktrennen zur höchsten sächsischen Triathlon-Liga fand bereits Mitte Juni beim Koberbachtal Triathlon statt. Damals konnte sich das 2. Team des weltbesten Triathlonverein Dresden vor dem Liganeuling SV Burkhardtsgrün aus dem Erzgebirge durchsetzen. Unser 1. Team konnte den dritten Platz einfahren. Damit gelang aus meiner Sicht ein guter Start in die Saison und es wurde nahtlos an die Erfolge der letzten Jahre angeknüpft. Mit den Sportlern vom SV Burkhardtsgrün war dringend benötigter Zuwachs zur Ligafamilie zu verzeichnen. Obendrein scheinen die grün-weiß gekleideten Sportler auch ein ordentliches Pfund drauf zu haben: So hätten zum Beispiel die Zielzeiten von Benjamin Heinz und Eike Wittig für Platz 13 bzw. 20 der Regionalliga gereicht - so geht sächsisch! Weiterer Zuwachs ist herzlich willkommen!

Der 2. Wettkampf fand am 29. Juli im Rahmen des Swim and Run an der Louise im beschaulichen Haselbachtal statt. Für dieses Rennen war insbesondere die Aufstellung des Teams vom ausrichtenden Verein OSSV Kamenz mit Spannung erwartet worden. Über durchlässige Gerüchteküchen war bereits im Vorfeld bekannt geworden, dass die beiden Kamenzer Lebkuchenprofis Sebastian Guhr und Markus Thomschke ihr Team unterstützen würden. Auch wenn das Radfahren, die Paradedisziplin dieser beiden Rennpferde, nicht Teil des sportlichen Wettstreits war, würde es ganz schwer werden, sich vor Markus und Sebastian zu platzieren. Wen würde der OSSV Kamenz noch an den Start bringen? Aber auch das Dresdner Spitzen Triathlon Team lies sich nicht lumpen. Mit Marvin Wetzk und Christian Pfeifer stellten sich zwei Bundesligastarter in den Ring. Komplettiert wurde unser 1. Team durch Nico Pietsch, Carsten Löser, Michael Buck und Ben Wilke. Und auch das 2. Team war mit Martin Koch, Jens Bavendik, Johannes Geiler, Rene Jordan, Matthias "Helmut" Wagner und Silvio Glöckner glänzend besetzt.

Die meisten Sportler reisen CO2-neutral per Rad an. Das ist ja heutzutage wichtig, für Triathleten aber schon seit Jahrzehnten normal. Da einige Sportler die Landesliga nicht als ganz so wichtigen Wettkampf einstuften und entsprechend lapsch an die Sache heran gingen, hatte ich Sophia gebeten mit der Lieferung der Wettkampf-Utensilien bis kurz vor dem Start zu warten. Diese Maßnahme saß und erzielte die gewünschte Spannung und Vorstartpanik!

Vom Rennen an sich ist schnell berichtet: Nach dem Startschuss schwammen alle Sportlerinnen und Sportler ambitioniert los. Es waren zwei Runden inklusive Landgang, bei dem sich die Sportler Taktikanweisung von den mitgereisten Trainern (meist: "Schneller!") abholten und die Fans abklatschten, im schönen Steinbruch Louise zu absolvieren. In der Wechselzone war diesmal nicht viel zu tun: Brille und Kappe schön zusammen legen und ab zurück in die Reisetasche, Laufschuhe anziehen, Startnummer anlegen und ab die Post!

Christian entstieg als schnellster Schwimmer den Fluten der Louise. An seinen Fersen hatte sich Markus Thomschke geheftet, der aber in bester Langdistanz-Handlungsweise in der Wechselzone Socken anlegte und den Wechsel insgesamt mächtig zu genießen schien. Vermutlich wollte er nur mit Christian spielen und ihm einen schönen Vorsprung verschaffen... Marvin hatte auf der zweiten Schwimmrunde den Anschluss an dieses Duo etwas verloren, wechselte aber blitzschnell und war ratz-fatz auf der Verfolgung. Der Rest hatte sich gut im Feld verteilt, so dass es den mitgereisten Ultras der Gruppierung "Eierschecke" nicht langweilig wurde.

Der Lauf führte rund um den Steinbruch über recht anspruchsvolle Waldwege. Alle Sportler liefen zwei Runden, wie es vom Orga-Team vorgesehen war. Alle Sportler? Nein! Der unbeugsame Gallier Marvinus Wetzkus hörte schon nach einer Runde auf. Unter Androhung den Löwen zum Fraß vorgeworfen zu werden, setzte er den Lauf dann aber doch fort.

Es wurde bis zum Schluss gekämpft und voller Einsatz gezeigt, so dass zeitnah alle im Ziel waren. Dort herrschte wie üblich Friede, Freude, Eierkuchen und es wurden auch wie üblich schon die ersten Heldentaten vorgetragen. Auf die einzelnen Leistungen mag ich hier nicht auswertend eingehen - dafür seid ihr zu viele;-) Nur so viel: Bravo an alle! Die Vereinsfarben und die Sponsoren wurden gut repräsentiert!

In der Tageswertung konnte sich das Dresdner Spitzen Team 1 den Sieg vor dem OSSV-Bikehouse Kamenz sichern. Das Spitzen Team 2 kam auf Platz drei, so dass beide Teams nun die Tabelle punktgleich anführen. Schön, wenn ein Plan funktioniert;-) Mal sehen, wie wir uns bei den nächsten Wettkämpfen in Schneeberg (03.09.), Rochlitz (10.09.) und Zwickau (24.09.) schlagen. Wir geben uns Mühe und ihr wisst ja: Wer von Anfang bis Ende lacht, hat am meisten Spaß!

Danke an den OSSV Kamenz für den tollen Wettkampf! Wir würden uns freuen, wenn wir auch nächstes Jahr wieder die Reise ins Haselbachtal antreten dürfen.

Eine kleine Episode eines Breitensportlers soll diesen Bericht noch abrunden: Friede und ich waren mit dem Kinderradanhänger und dem davorgeschnallten Rennrad angereist. Karo hatte sich in unserem Windschatten die Wimpern getuscht und Nägel lackiert. Nach einer kurzen Orga-Runde durchs Team hatte ich gleich den Kuchenstand erspäht, schließlich war es inzwischen Mittag. Bei diesen fairen Kuchenpreisen lies ich mir gleich meine Hände befüllen und versteckte mich vor meinen zwei Raupen Immernichsatt und Kannnichtgenughaben. Naja, das hat so semigut funktioniert. Ein halbes Stück Kuchen hatte ich Ruhe, dann wurde nur mal hier, nur mal dort gekostet und ruck-zuck war alles weg. Dann erfolgte der Startschuss und ich vergaß das Loch im Bauch, weil ich ja noch nie bei einem Wettkampf zugeschaut habe und total aufgeregt war. Auf dem Rückweg merkte ich dann recht schnell, dass die Speicher immer noch leer waren. Damit war ich zwar leicht, aber auch energetisch eher so im subsuboptimalen Bereich. Da hing ich nun in den Bergen um Pulsnitz, drückte und zog und erzeugte nur wenig Vortrieb. Aus dem Anhänger streckten sich zwei kleine Beinchen gen Himmel und da war es wieder: "Schneller!".

 

Viele Grüße
Martin

 

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