Triathlonverein Dresden e.V.

Mittendrin statt nur dabei berichtet Christian von seinen Erlebnissen des letzten Wochenendes beim Muldental-Triathlon.

In Grimma sollte nun unser „Heimwettkampf“ stattfinden und ich durfte nach Eutin zum meinem 2. Rennen der 2. Bundesliga Nord antreten. Heimwettkampf bedeutete Schlafen zu Hause und nur ein vertaner Tag. Das war schön!
Heimwettkampf bedeutete aber auch Aufstehen um 4:30 Uhr (und da war ich bestimmt noch eher ein Langschäfer). Das war nicht so schön! ;-)

Im Vorfeld hatte ich große Ziele, da es in Eutin noch nicht ganz so optimal lief und ich ja letztes Jahr in Grimma bei einem ähnlichen Format in der Regionalliga mit Platz 7 ein ganz ordentliches Ergebnis abliefern konnte. Schwimmerisch wollte ich mein Können aus früheren Zeiten aufblitzen lassen und im Ziel wollte ich mal in der vorderen Hälfte des Feldes (als mindestens Platz 45 oder eher besser) landen. Leider plagte mich 2 Wochen vor dem Event für eine reichliche Woche noch eine mittelschwere Erkältung und seit 5 Wochen hatte ich noch dazu Beschwerden im rechten Unterschenkel, die mich nur noch etwas eingeschränkt (was Intensität und Umfang angeht) und mit ein paar Schmerzen verbunden Laufen ließen, aber das sollte doch alles kein Hinderungsgrund sein. ;-)

Ich nehme es mal vorweg: Mit Platz 50 nach dem Schwimmen und Platz 54 im Ziel verfehlte ich meine Ziele klar und erreichte jeweils haargenau die gleichen Platzierungen wie in Eutin. Und da diesmal keiner unserer Starter einen Ausfall zu verzeichnen hatte, konnte ich mein Ergebnis nicht mal in die Wertung einbringen, da Jonas Kliemann als 4. unseres Teams noch 3 Plätze vor mir rangierte.

Aber besser so als wie bei unserem Frauenteam wo 2 von 4 Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Gründen (Material- und Gesundheitsdefekt) nicht mal das Ziel zu Gesicht bekamen. Damit kam für die Damen also einmal die Maximalpunktzahl beim Platzzifferaufsummieren mit dazu. Das war gelinde gesagt ärgerlich!

Nun noch kurz zu meinem Rennen:

In der Mulde durfte mit Neo gestartet werden und das war auch gut so, denn es war frisch. Diesmal ging ich deshalb auch gleich mal Einschwimmen, denn der Neo hielt ja warm im Nachgang. Das Startprozedere mit Vorstellung und Musik und dem ganzen Tam-Tam war eigentlich ganz spannend. Dann durften alle ins Wasser und sich Ihre „Start-Box“ suchen. Und ab die Post! Die ersten Züge liefen noch ganz gut, aber dann kamen Arme und Körper von links, recht und hinten und nach ein paar Sekunden diesen Zustandes machte sich leichte Panik bei mir breit. Ich bin sowas halt nicht gewohnt. Nach einer Weile inkl. ein paar Züge Rückenschwimmen habe ich mich dann aus dem Gewühle zur Flußmitte hin herausgekämpft und so sicher ein paar Meter mehr absolviert und auch mit etwas mehr Strömung zu kämpfen gehabt, aber immerhin konnte ich die zweite Hälfte des Schwimmens so noch etwas angenehmer gestalten und ab der Wende auch noch ein paar Plätze zurückholen.

An den Wechselplätzen angekommen stand schon Marvin an seinem Rad. Das war sonst nicht so. Naja, schön für Marv! ;-) Sven gesellte sich auch noch mit dazu. Auf der Radstrecke angekommen war Marv schon enteilt, aber mit Sven neben mir und noch ein paar wenigen anderen Gesellen, dachte ich, eine Gruppe formen zu können. Aber nichts da! Ratz fatz war ich am Ende der Gruppe und konnte sie auch im Windschatten oder dann spätestens am Berg mit fast durchweg brennenden Oberschenkeln nicht mehr halten. Das ging mir für 1,5 von 3 Runden mit allen Grüppchen, die da so vorbeikamen, so und ich bekam vom vielen Kopfschütteln schon fast ein Schleudertrauma. Doch dann kam mal eine Gruppe die gnädig genug war, mich aufzunehmen. Selbst am Berg konnte ich nun mit allem Quetschen und Knautschen gerade so viel leisten, dass ich nicht abreissen lassen musste. Zur Leistungsfähigkeit der Gruppe sei aber noch so viel gesagt, dass dort auch ein Athlet mitfuhr, der das rechte Pedal barfuß bediente… ;-)

Zum Laufwechsel hin zog sich die Gruppe nochmal schön in die Länge und ich war auch mal nicht mehr Letzter der Gruppe. Damit war genug Platz zum Wechseln und ich musste mal keine Nummer ziehen wie es in Eutin noch der Fall war.

Auf der Laufstrecke verspürte ich auf den ersten 2 von 4 Runden leider noch die Nachwirkungen der Radstrecke und ich klebte fast am Boden. Platzierungstechnisch tat sich in der Zeit auch nicht viel an meinem 62. Platz nach dem Radfahren. Ab der Hälfte merkte ich dann aber, wie der Laufstil endlich wieder etwas lockerer wurde und ich etwas mehr ins Fliegen kam. Ab dem Moment fing ich langsam an, in einem langen Steigerungslauf Konkurrenten einzusammeln und machte in Summe noch 8 Plätze gut bis zum Zieleinlauf.

Dort waren wie bereits erwähnt schon alle Teamkollegen mehr oder weniger lange anwesend. Mit den Plätzen 15 (Jonas M.), 29 (Sven), 39 (Marv) und 50 (Jonas K.) konnte unser Team einen guten 8. Platz von 18 angetretenen Teams erreichen.

Stück für Stück sickerte dann auch das leichte Desaster des eine Stunde früher gestarteten Frauenteams durch. Jana hatte auf der Radstrecke am Berg in aussichtsreicher Position ihre Kette zerrupft und Lea musste nach wieder einmal erreichter Schwimmbestzeit auf der Radstrecke entkräftet aufgeben. Eine Erkältung aus der direkten Vorwettkampfzeit hat bei ihr dann doch noch ihren Tribut gefordert.

Da konnte auch der solide 17. Platz von Pauline und der fast schon sensationelle 24. Platz von Debütantin Katja nicht mehr verhindern, dass an diesem Tag nicht mehr als der letzte Platz im Teamranking drin war.

Im Anschluss konnten wir noch unser Regionalligateam anfeuern und die beiden Rennen der 1. Liga anschauen, die gleichzeitig auch die Deutschen Meisterschaften waren. Das war schon echt cool zu sehen, wie es dort so abgeht. Beeindruckend!

Zwischen den beiden Rennen fand noch das eigentliche Heimrennen des Muldental-Triathlons statt. Durch einen eigenmächtig und unabgestimmt handelnden Technischen Delegierten der DTU konnte leider nur ein Bruchteil der Athleten die volle Distanz absolvieren. Der Rest wurde schon nach der 2. von 3 Radrunden in die Wechselzone zum Lauf gescheucht. Der Technische Delegierte, der sicherlich nur in der guten Absicht gehandelt hat, die Strecke für das Herrenrennen der 1. Liga frei zu machen, hatte mit seiner Entscheidung deutlich überzogen und viel früher als abgemacht die Radstrecke geräumt. Der Unmut der Betroffenen Triathleten war entsprechend groß. Lest dazu einfach selbst die Stellungnahme des Organisationsteams auf www.muldental-triathlon.de.

Für mich war es natürlich wieder eine spannende Erfahrung, auf diesem Niveau, Wettkämpfe bestreiten zu dürfen. Jetzt werde ich mich erstmal wieder von meinen Gebrechen erholen und darf hoffentlich nächstes Jahr nochmal zeigen, dass ich es eigentlich etwas besser kann (auch wenn der Zahn der Zeit sicherlich so langsam an mir zu nagen beginnt… ;-) ).

Den anderen Teammitgliedern wünsche ich noch gutes Gelingen am 02.09. beim Finale in Hannover! Bringt es noch gut zu Ende! Ich glaube trotz aller Hochs und Tiefs der Saison sind beide Teams ganz gut in der Liga angekommen und haben gezeigt, dass sie dazu gehören.

 

Sport frei!
Christian

 

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