Triathlonverein Dresden e.V.

Grahlo berichtet von seinem Abenteuer 2.Triathlon Bundesliga

So etwas Verrücktes hatte ich schon lang nicht mehr gemacht: Für nicht mal eine Stunde Wettkampf: 6 Stunden Anfahrt, Übernachtung, 6 Stunden Abfahrt und 'ne ganze Menge Aufregung…

Gemäß Martins Aufstellung sollte meine große Stunde im Rahmen des dritten Wettkampfes der 2. Deutschen Triathlon Bundesliga Nord in Verl am 15.07.2017 schlagen. Jetzt weiß ich wie sich die Debütanten fühlen, die von Jogi Löw zu ihrem ersten Auftritt im Nationalmannschaftstrikot nominiert werden! Nach Jahren unendlich harter Trainingseinheiten, sollten sich die Anstrengung endlich auszahlen. Endlich sollte die Schmach, dass mein guter Freund Fugi (Jens Fugmann) einen Zweitligastart in seinem Palmares stehen hatte und ich noch nicht, ein Ende haben. Da spielte das Ergebnis des Wettkampfes eigentlich gar keine Rolle mehr…

Den ländlich geprägten Wettkampfort im ostwestfälischen Verl erreichte unser TV Dresden-Tross (Jana, Astrid, Louise, Lea, Otti, Sven, Phillipp-Johannes, Anton, Leistungssportwart Martin und Grahlo) am Wettkampfvorabend. Nach dem obligatorischen Wettkampfstreckencheck, Martins Teamleiterbesprechung, einem griechisch/ italienischem Abendessen (Danke Sven!) kamen wir in der von Pauline organisierten Unterkunft, einem großen umgebauten Bauernhof, an. Sogar unser Radtransporter fand hier in der Scheune einen abschließbaren Platz. Martin schwor uns noch kurz auf die anstehenden Aufgaben ein und dann ging es auch schon ab ins Bett.

Am Wettkampfmorgen fanden sich alle auf der Scheunenterrasse zum Frühstück ein. Jeder hatte seine Hausaufgaben: Brötchenaufbacken, Kaffeekochen, Äpfelschneiden, Eindecken, Abwaschen usw. ordentlich erledigt. Somit war eigentlich alles getan, um einen Wettkampf nach Maß abzuliefern. Die Nervosität war den Protagonisten trotzdem anzumerken.

Da es sich bei den Teilnehmern ausschließlich um absolute „Triathlonauskenner“ handelt, war das Einchecken am Wettkampfort eine reine Pflichtaufgabe („Jetzt habe ich den Helm vergessen…“, „Hat jemand Babypuder dabei?“, „Wo sind meine Schuhgummis?“) und schnell erledigt.

Der Triathlonsprint startete pünktlich bei optimalen äußeren Bedingungen (bedeckt, 20 °C, kein Wind). Vom Schwimmen kann ich nur soviel sagen, dass ich nicht zwischen Platz 85 und 90 (O-Ton Marco) aus dem Wasser kam. Aber sehr viel besser war es dann doch nicht. Ganz vorn ging mit Otti die Post ab. Da ist wirklich ein Klassenunterschied zur Regionalliga vorhanden. Dann schnell ab auf’s Rad. Phillipp und Anton waren auch mit in meiner Gruppe, so dass eine gute Zusammenarbeit möglich schien.

Leider lief es bei Anton gar nicht rund, so dass er zeitig vom Rad stieg, um Kräfte für die nächsten Wettkämpfe zu sparen. Phillipp fuhr sehr diszipliniert, so dass er noch genug Power für einen sehr schnellen Lauf gespart hatte. Ich wollte den unzähligen Fans am Straßenrand mit einem Ausreißversuch aus der dritten Radgruppe in Erinnerung bleiben. Dieser war für ganze 3 km von Erfolg gekrönt (eigentlich haben mich die Jungs 100 m vor der Gruppe „verhungern“ lassen…), so dass ich pünktlich vor dem zweiten Wechsel wieder von der Gruppe aufgesaugt wurde.

Naja, so hatte ich wenigstens eine Ausrede, für meinen nicht ganz so spritzigen Lauf. Dieser führte in zwei Runden rings um den Verler See, sehr schön gelegen zwischen Maisfeldern und Kuhweiden. Hier riefen wir alle noch das ab, was wir konnten. Leider erreichten wir damit nicht mehr als ein 15. Platz in der 18 Mannschaften umfassenden Liga.

Die Mädels legten kurz nach den Männern einen couragierten Auftritt aufs Parkett bzw. Wasser, Asphalt und befestigte Waldwege. Lea verließ das Wasser sogar mit Abstand als 1. Jana, Louise und Astrid zeigten ebenfalls super Leistungen, so dass am Ende ein 6. Platz in der Ligawertung (von 11. Mannschaften) zu Buche stand.

Der Rest ist kurz erzählt: Wunden lecken, Ausreden einfallen lassen, Transporter beladen, losfahren, Mc Donalds aufsuchen, weiterfahren, nach und nach die müden Krieger ausladen und endlich bei den zu Hause gebliebenen Lieben ankommen…

Was noch gesagt werden muss: Großes Dankeschön an Martin, der sich um die Organisation unseres gesamten Wettkampfwochenendes (sowie aller anderen Ligaevents) gekümmert hat, immer an der Strecke motivierte, Bilder gemacht hat, Transporter fuhr und und und…

 

Sport frei!
Grahlo

 

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