Triathlonverein Dresden e.V.

Unser Dauerbrenner Holm Große hat´s erneut gepackt! Nach 2011 erreicht er auch für 2019 die Qualifikation für den Iroman Hawaii und wir grautlieren von ganzem Herzen!

Quali geschafft – KONA 19

Es gab einen Plan: Ich verzichte auf ein Frühjahrstrainingslager, starte spät in die Saison, trainiere auf eine Langdistanz und sobald ich das Gefühl habe, gut durch die Vorbereitungszeit zu kommen, melde ich mich für einen Ironman im Spätsommer an, um die Quali für 2019 zu schaffen.

Das ist schlau, da ich 2019 in die AK 55 rutsche und somit einer der „Jüngsten“ beim Showdown in Kona wäre. Aber jetzt im Quali-Rennen wäre ich der Älteste und gerade in  meinen Jahrgängen verliert man Jahr für Jahr an Leistungsfähigkeit.

Also vielleicht doch nicht so schlau??

Eine Mitteldistanz in Moritzburg verlief mit Platz 17 sehr gut und ich war optimistisch. Zu früh gefreut L, denn während des Kälterennens an der Koberbachtalsperre zog ich mir eine Muskelverletzung zu und als ich wieder laufen konnte, setzte mich gerade im Urlaub ein Campylobacter [Campylobacter-Enteritis ist eine Bakterieninfektion (Redaktion)] außer Gefecht und ich verlor wieder wichtige Trainingszeit.

So nach und nach kam ich wieder in Form und hatte zwei Wettkämpfe zur Auswahl; Ironman Wales oder Ironman Italy.

Nachdem ich beim Koberbachtriathlon fast erfroren war und ich genau dieses Wetter in Wales befürchtete, entschied ich mich für Italien. Cervia, Adriaküste, Wärme und italienische Gastfreundschaft. Nachteil: flache Radstrecke mit Windschattenproblematik und ggf. Neoverbot.

Letzte Chance um richtig gut in Form zu kommen, war eine Woche Urlaub als TL an der Ostsee. Ich alleine, Ferienwohnung, tolles Wetter und nur trainieren, essen, am Strand liegen und schlafen. Wahnsinn was es für einen Schub gibt, wenn ich mich nur auf das „Wichtigste“ konzentrieren kann.

Danach verging die Zeit wie im Flug und schon stand der Ironman Italy vor der Tür. Schnell noch einen Schwimmanzug geborgt (danke Lutz und Andreas) und los ging es an die Adria.

 

Raceday. Im Vorfeld war klar … Schwimmen ohne Neo. Gefühlte 26°C Wassertemperatur und an der Küste fast 30°C Lufttemperatur in den letzten Tagen würden ein heißes Rennen versprechen. 1h vor Start dann die Meldung: offizielle Wassertemperatur 24,8C°, aber Neo erlaubt. Grund: Quallen, welche an den Tagen zuvor einige Athleten außer Gefecht gesetzt hatten.

Schwimmstart: Für mich war natürlich der Neo und auch der rollende Start von Vorteil. Italienische Nationalhymne, Gänsehaut und schon ging es los. 2 Runden mit Landgang und schon war ich nach 1:05h an Land. Eine tolle Zeit, ist aber sicher dem jeweils flachen Start ins Wasser geschuldet. Anschließend ging es durch die über 1km lange Wechselzone auf’s Rad und es trat ein, was ich befürchtet hatte; Grüppchenbildung, faires fahren war nicht möglich und mir war klar, dass dieser Nachteil mir die Quali kosten kann.

Selbst am einzigen Berg zog sich die Gruppe kaum auseinander und erst nach einem Verpflegungspunkt am Ende der ersten Runde war ich alleine. Und so konnte ich wenigstens 100km konstant meinen Rhythmus fahren und war nach 5:01h in Wechselzone T2. Ich fühlte mich gut, merkte allerdings auf den ersten Laufmetern, dass die Hitze ein weiterer Gegner sein wird.

Die Info vom Streckrand: Platz 11 nach dem Bike Split. Damit war für mich klar, dass es eine ganz enge, heiße Kiste werden wird.

Ich lief 4:40iger Schnitt/km, am Anfang noch komfortabel für mich, doch Hitze und das etwas zu schnelle Anfangstempo ließen meine Kräfte ab Kilometer 25 schwinden. Ab da zählte nur noch der Wille und der Versuch alles rauszuholen, um mit aller Kraft noch in die Quali-Ränge (mind. Pl. 5) zu kommen. Der Schnitt fiel auf 5:15min/km, an den Verpflegungspunkt bin ich gegangen um mit Eis, Red Bull und Cola meinem Körper noch etwas Gutes zu geben.

Finishline: Die letzten 2km, unendlich lang, aber endlich da. Kurzer Jubel, ein Versuch zu lächeln und schon wurde ich vorm Sanitätszelt zur Beobachtung abgeparkt. Ich sah wahrscheinlich S… aus smile

Laufzeit: 3:34h und Gesamtzeit 9:51h

Jetzt hieß es warten... Rajko zu Hause vorm Laptop und Katrin vor Ort hatten alles per Liveticker im Blick (danke, Great Job) ... Platz 4 oder Platz 5?

Yeah, egal was am Ende rauskommt, ich habe alles gegeben, gutes Schwimmen, schnelle Wechsel, Rad-Split mit einem 36iger Schnitt war auch o.k. und der Lauf mit 23 Trainingskilometern/Woche im Schnitt ebenfalls noch gut. Nach dem Desaster in Weymouth vor zwei Jahren mit Sturz sowie Fehlleitung auf der Radstrecke und den Zipperlein im Vorfeld, war ich unendlich froh, einen nahe zu perfekten Wettkampf geleistet zu haben. Es gab noch etwas Hickhack, ob ich nun Platz 4 oder 5 erreicht hatte, da ein Italiener disqualifiziert wurde, doch dann wieder nicht. Das tat der emotionalen Slotvergabe keinen Abbruch und es war Gänsehaut pur.

Wahnsinn! Nach 2011 fahre ich im kommenden Jahr zur Ironman-Weltmeisterschaft nach Hawaii.

Ganz lieben Dank an meine Familie, welche mich in den harten Trainingsphasen wenig gesehen hatte. Danke an meine Freundin Katrin, die es nicht ganz einfach in dieser Zeit hatte.

Danke an Elli, die beste Physiotherapeutin, die man sich denken kann. Toller Job!!

Danke an den Dresdner Laufsportladen, Bike Point Dresden und den Wellnessclub No6 sowie vor allem an Carsten Beeg vom Zahnzentrum-am-Ring, welcher mir einen nagelneuen Laufradsatz zur Verfügung gestellt hat.

 

See you 2019!

 

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