Triathlonverein Dresden e.V.

Rene wagte sich zum ersten Male an eine MD, und dies gleich im Kraichgau, lest hier seine Erlebnisse.

Zusammen mit Grahlo, Rajko und Nico vom TV Dresden hatte ich mir den IRONMAN 70.3 Kraichgau als erstes Saison Highlight ausgesucht, der vergangenes Wochenende ausgetragen wurde. Es sollte meine erste Mitteldistanz werden, die ich nach fast fünf Jahren in dem Sport angehen wollte! Es hatte eben auf den kürzeren Distanzen etwas länger gedauert mit dem Schwimmen, Radfahren und Laufen. Ich hatte anfangs keine konkrete Vorstellung darüber, was ich insbesondere vom Lauf erwarten könnte. Da wechselten die Gedanken von „wird schon laufen“, über „diese verfluchten Hügel“ bis hin zu „Nimm´s, wie´s kommt!“ Letzterer Ansatz hat sich als der beste herausgestellt. Aber von Anfang an: Zusammen mit  Grahlo und unseren anfänglichen Betreuern Anita und Lars sind wir nach ausgiebigem Frühstück und mit reichlichem Zeitpuffer am Morgen des 7. Juni 2015 locker an den Hardtsee bei Bad Schönborn gefahren. Dort hatten Grahlo und ich bereits am Vorabend die Räder eingecheckt und uns grob mit dem Wettkampfgelände für das Schwimmen vertraut gemacht. Natürlich war ich mit meiner Schwimmschwäche bereits am Donnerstagabend zum Testschwimmen gestartet, um mich zu versichern, dass der See nicht zu tief, das Wasser nicht zu klar und die Wasserschlangen auf Rehakurs sind. Alles perfekt, kein Grund für Ausreden!
 
Also starteten wir ein anständiges Aufwärmtraining und schon da wurde uns klar, dass der 7. Juni 2015 als einer der weniger schattigen Tage des Juni erfasst werden würde: der Schweiß lief schon um 9 Uhr bei leichter Belastung angenehm in die Augen.
 
 
Nachdem die Profis um Sebi Kienle und den Lausitzer Markus Thomschke bereits das Ziel der 1,9km-Schwimmrunde erreicht hatten, machten wir uns auch langsam ans Einschwimmen. Und dann ging‘s auch schon los auf meine erste Mitteldistanz: keine Blumen, kein Brimborium, einfach mit Armbewegungen anfangen und anderen nicht im Weg rumdümpeln. Das lief auch recht gut für meine Verhältnisse und nach reichlichen 35 Minuten war ich schon wieder raus aus dem Wasser. Vorbei an Hunderten freudiger Zuschauer und Anita, die sich aufgeregt über meine Zeit freute. Sie würde später noch über die Olympische Distanz starten und so sahen wir uns hier vorerst zum letzten Mal vor ihrem Zieleinlauf.
 
Ungewöhnlich schnell konnte ich anschließend meinen Wechselbeutel für das Radfahren finden. Ich hatte da so Zweifel, ob das denn klappen würde und nicht doch jemand anderes den Beutel mit meiner Startnummer schnappen würde. Grahlo, Rajko oder Nico zum Beispiel. Also nicht trödeln, sondern raus aus dem Neoprenanzug und rauf auf den Bock! So lief auch das Radfahren recht gut an, was daran lag, dass ich hier ohne große Ambition starten wollte und mir gedachte, die Kräfte gründlich einzuteilen und anständig auf die Ernährung zu achten. Das „Land der tausend Hügel“ zeigte sich von der besten Seite: durch allerhand kleine Orte düsten wir mit Karacho und die Anwohner fieberten uns entgegen. Oder doch dem Kienle? Der kam mir dann irgendwo auf den ersten 30km entgegen gehämmert, sein Kumpel Böcherer hintendran wenige Sekunden später. 2:09h sollte Kienle später für die 90km gebraucht haben! Aber er kennt den Kraichgau ja auch schon länger und muss nicht so auf die Umgebung achten, all die Hügel, Wälder und Wiesen. Für mich war nach 2:44h das Ziel erreicht, was ich für ganz gut halte und auch zufrieden bin. Hätte schneller sein können, aber da war ja auch noch der Lauf!
 
Der fühlte sich nun gar nicht so toll an, jedenfalls bereute ich unmittelbar auf den ersten 2km, dass ich Bergläufe nicht so intensiv trainiert hatte. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass alle an mir vorbeiliefen, zwar keine Rentner auf Sonntagsauflug, aber immerhin andere! Also fügte ich mich in mein Schicksal und nahm es wie es sich darbot. Immer schön trinken und ausreichend kühlen, schließlich waren wahrscheinlich schon 25°C und die Sonne hoch am Himmel, weit und breit keine Wolke. Das hatte ich schon auf meiner Radfahrt analysiert. Nach der ersten von drei Laufrunden hatte ich recht gut in den Rhythmus gefunden, auch wenn die Zeiten allmählich langsamer wurden. Irgendwie hatte ich noch mit einer 1:35h für den Halbmarathon gerechnet, aber den Traum hatte ich zwischenzeitlich ad acta gelegt. Anständig durchkommen hieß die Devise. Vor allem, weil ab der zweiten Laufrunde wieder der Magen nicht ganz mitspielte. Keine Übelkeit, aber irgendwie schien er unglücklich mit dem, was ich ihm da während der letzten vier Stunden unter Vollbelastung verabreichte. Alle Ratschläge von Simone hatte ich befolgt, das Müsli mit Quark auch weggelassen. Ohne weitere Probleme schaffte ich den Halbmarathon letztendlich auch noch ins Ziel, wo mich nach 1:44h Rentner auf Sonntagsausflug applaudierend empfingen. War wohl nicht so schlecht für den ersten Mitteldistanztriathlon, dachte ich und war froh, den warmen Tag nach 5:08h endlich zu Ende gebracht zu haben.
 
 
Als Fazit kann ich sagen, dass ich mit dem Wettkampf zufrieden bin und Motivation für das nächste Event gesammelt habe. Da werde ich beim ICAN Nordhausen zwar wieder bergig laufen, aber das trainiere ich dann vorher besser. Spaß gemacht hat es riesig und ich kann nur jedem und jeder empfehlen, sich einmal auf eine solche Sache konzentriert und diszipliniert vorzubereiten. Man lernt einige neue Seiten an sich selbst kennen. Für mich zählt unter anderem der Abend mit Virginie, Manu, Anita und René und Enrico in der Pinta Bar dazu, an dem wir Sportler es geschafft hatten, die Buttermilch auszutrinken. Mit Bier und Schnaps kannte ich das schon, aber Buttermilch? Das ist schon irgendwie abgefahren!
Langdistanz? Das war eine häufige Frage, die ich in der Zwischenzeit gestellt bekam. Nein, ich will auf der Mitteldistanz noch ein paar Fortschritte machen und bleibe ein paar Jahre dabei …
Herzlichen Glückwunsch allen anderen Finishern insbesondere natürlich meinen Kollegen Nico, Rajko und Grahlo, die das Ziel auch in ziemlich beachtliche Zeiten erreicht hatten!
 
René
 

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