Triathlonverein Dresden e.V.

Unser neues Mitglied Ralf berichtet hier über seine Erlbenisse beim GELAN Triathlon in Hof (http://www.ifl-hof.de/gealan-triathlon.html). Viel Spass beim Lesen und begleitet ihn auf seinem Weg zum Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun.

25. Juli 2018

In weniger als einem Monat werde ich bereits in Zell am See sein. An diesem Samstag, dem letzten Tag vor dem Rennen, werde ich meine letzte Mini-Einheit machen und dann am Nachmittag mein Rad zum Check-In schieben. Gefühlt, ist noch allerhand zu tun, doch in Wahrheit liegt schon ein langer Weg hinter mir.

Und letzten Sonntag durfte ich dieses zum ersten richtigen Male in diesem Jahr in Zahlen darlegen. Ohne große Sorgen um die Strecke - Zell wird ja auch nicht gerade topfeben - hatte ich mich für den GEALAN Triathlon der IfL Hof angemeldet. Um 08:15 Uhr brachen wir nach kurzem Frühstück und Kaffee auf und fanden recht bald unser Ziel am Untreusee (ja, der heißt echt so!). Startunterlagen abgeholt, Rad eingecheckt, Wechselplatz eingerichtet, fertig. Genug Zeit, um beim Start der Volks- und Sprintdistanzler 10 Uhr zuzuschauen.

Dann wurde es langsam ernst. Ich schälte mich zur Hälfte in meinen Neo und begab mich zum Start zur Wettkampfbesprechung. Wie ich bereits vorher wusste, sollten 2 Runden am Nordufer mit jeweils einem Landgang absolviert werden. Da es sich am Vortag in Hof gut abgekühlt und es auch nachts etwas geregnet hatte, war der See recht kühl und ich ein weiteres Mal froh, dass der Neo erlaubt war. Ich hatte mich recht weit hinten eingeordnet, da ich heute einfach nur kraulend durchkommen wollte, die Zeit war egal. Um 11:10 Uhr fiel der Startschuss. Ich ließ erstmal alles um mich herum ziehen und stürzte mich kurz darauf selbst ins trübe Nass. Mit ruhigen Zügen und kontrollierter Atmung fand ich meinen Rhythmus und kam nach knapp 8min zum ersten Landgang. Irgendwann wurden die Arme schwer und das Feld um mich herum immer dünner. Trotzdem konnte ich noch etwas an Tempo zulegen und so stieg ich nach knapp 32min (die Uhr zeigte 1371m) aus dem Wasser.

Nach zweieinhalb Minuten saß ich auf dem Rad Richtung Radstrecke. Diese sollte 4x abgefahren werden, laut Ausschreibung ein relativ flacher Kurs. Offensichtlich haben die Franken eine andere Auffassung von „relativ“ flach, denn pro Runde galt es letztlich, knapp 100 Höhenmeter zu steigen, quasi ein ständiges Auf und Ab. Wirklich eben war es eigentlich nie. Doch gleichzeitig waren die Abfahrten nie steil genug, um sich Rollen zu lassen, sodass trotzdem permanent ordentlich getreten werden musste. Als ich nach knapp 01:15h mit dem Rad in die Wechselzone lief und mein Name mit einer aktuellen Zeit von 01:48h ausgerufen wurde, rechnete ich kurz und dachte „hey, das kann ja sogar echt noch was werden“. Zu den Zeitpunkt kannte ich die Laufstrecke noch nicht ...

Der zweite Wechsel lief wie gewohnt gut und schnell ab, nach einer Minute war ich auf der Laufstrecke. Wie nicht zum ersten Male, musste ich mich zu Beginn etwas bremsen, um nicht zu überpacen. Ich hatte mich mit meiner Trainerin Manu soweit abgesprochen, dass ich die ersten 5km an der anaeroben Schwelle laufe und danach „all-out“ gehe (wenn möglich). Auf Schotterwegen und leicht welligen Terrain gingen die ersten 4km recht gut von der Hand. Nach der zweiten Verpflegungsstation bog die Strecke dann jedoch kurz nach links ab und auf einmal „stand“ man vor einer richtigen Rampe. „Das ist doch nicht ihr Ernst“, dachte ich mir so. Zum Glück durfte man dieselben Höhenmeter auch wieder runter, sodass man die Beine wieder locker bekam. Dann die nächste Überraschung: bevor es auf Runde 2 der Laufstrecke ging, musste man eine Metalltreppe von gut 5m hoch, um auf die andere Seite der Wechselzone zu kommen, gefolgt von einem erneute knackigen Anstieg. Meine Waden bedankten sich bei mir... . Nun war die Hälfte geschafft und ein Blick auf die Uhr verriet mir: wenn du Teil 2 unter 30min läufst, wird es eine Bestzeit! Ich versuchte also, heraus zu holen was ging und steigerte das Tempo etwas. Bereits vor der (ich will nicht weiter fluchen) Rampe nach Kilometer 8 konnte ich noch einige Mitstreiter einholen. Und dann der Zieleinlauf. Wenig spektakulär aber erleichternd. 02:43:18, Wahnsinn. 10min unter meiner alten Zeit aus Hamburg. Und dort war die Strecke um so vieles einfacher! Ich freute mich wie Bolle. Nur leider gab es im Ziel keine Medaille, das ist leider sehr sehr schade. 

 

Alles in allem eine Leistung, mit der ich sehr zufrieden bin. Auch wenn ich denke, dass beim Schwimmen mehr drin gewesen wäre, war das Ziel durchzukraulen, und das habe ich geschafft. Das Radfahren ist schwer zu beurteilen, da es echt nur hoch oder runter ging. Ohne Wattmessung weiß ich nicht, ob das alles war. Am zufriedensten bin ich - und das ist ein Novum - mit dem Laufen. Mit einer Laufzeit von 53:50min bei ganzen 136 Höhenmetern (laut Uhr) lag ich gerade mal 32 Sekunden über meiner alten 10km Bestzeit - wohlgemerkt bei einer reinen Laufveranstaltung. Und die Strecken in Hamburg und Lohsa letztes Jahr, bei denen ich um 2 bzw. 5min langsamer war, hatten ganze 15 bzw 4 Höhenmeter... . Ganz nebenbei konnte ich auch die Enervit Produkte, die es in Zell am See zur Verpflegung geben wird, unter Wettkampfbedingungen testen und hatte keine Probleme ☺️.

Gestern standen nach einem Ruhetag am Montag bereits die ersten weiteren Einheiten an und die kommenden Wochen werden nochmal richtig hart. Vier Wochen gilt es jetzt noch einmal richtig zu arbeiten, in der Hoffnung, dass ich dann die Ernte einfahren kann. 

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